…Wen dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!  Offenbarung 22,17

 

Liebe Missionsfreunde!

Durst nach frischem sauberem Quellwasser; das kennt jeder, der schon einmal bei über 30Grad in einer Stadt, oder einer trockenen Gegend durstig unterwegs war! Diese beeindruckende Erfahrung verwendet Gott in Seinem Wort sehr häufig, um die Sehnsucht nach einem erfüllten Leben bei IHM zu beschreiben. Wir wissen inzwischen auch, daß es ohne Wasser gar kein Leben auf der Erde gäbe. So ist „lebendiges Wasser“, also Quellwasser, für das irdische, wie auch für das geistliche Leben ein Begriff geworden. Ohne dieses Wasser können wir allenfalls nur so dahin vegetieren, aber nicht wirklich leben!

Kürzlich klagte mir ein am Wort dienender Bruder, der viel in Gemeinden herum kommt, daß es in den meisten Zusammenkünften und Gebetsgemeinschaften sehr „trocken“ zugehe. Die Gebetsgemeinschaften und Gottesdienste seien zähe und schleppend; offenbar fehle genau dieses „lebendige Wasser“, von dem Jesus hier auf der letzten Seite der Bibel und auch im Evangelium des Johannes redet (Joh.4,10).

Was ist das, lebendiges Wasser? 

Im natürlichen Bereich ist dieses Wasser ursprünglich aus den Wolken gefallen, durch Gesteinsschichten gefiltert worden, dabei vielleicht mit guten Mineralien angereichert und schließlich irgendwo an die Erdoberfläche gekommen. Dort erquickt es dann Menschen, Tiere und Pflanzen. Im Glauben geübte Christen wissen, daß Jesus hier aber von nichts anderem redet, als von dem Heiligen Geist, ohne den wir Menschen nur  wie Verdurstende in der Wüste sind. Manche Gläubige werden hier einwenden, „den Heiligen Geist haben wir doch empfangen, als wir gläubig wurden oder bei unserer Taufe“ (Titus 3,5)! - Wie aber kommt es dann trotzdem zu dieser Lauheit und Schwachheit in den meisten westlichen Kirchen und Gemeinden? Irgendwie scheint sich ein Geist der Kraftlosigkeit breit gemacht zu haben und irgendwas Entscheidendes fehlt. Jesus fragte im Blick auf Sein herrliches Wiederkommen, „….meinst du, Er werde Glauben finden auf Erden?“ (Lk.18,8)?! Selbstverständlich meint Jesus hier nicht irgendeinen Glauben, denn den haben doch alle Menschen, sogar die Atheisten; sie glauben an Darwins Theorien! Selbst die Dämonen zittern beim Gedanken an Gott (Jakobus 2,19)! - Nein, hier ist der rechte biblisch gegründete Glauben gemeint, der dem vom Heiligen Geist inspirierten Bibelwort entspricht. Jesus sagt von diesem Glauben: „Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen“ Joh.7,38! - Wer so glaubt, wie die Schrift es sagt, der wird nicht nur selber restlos erquickt mit dem Heiligen Geist, nein, von dem wird auch Erquickung auf Andere übergehen, wenn diese so glauben! Immerhin sagt das Jesus selbst so! - Glauben wir das eigentlich wirklich, oder hat „die allgemeine Gehirnwäsche“ liberaler Theologie und Philosophie uns schon „weich geklopft“, so daß wir nun auch sagen: „Na ja; das ist die Interpretation durch den Evangelisten Johannes und jene die von Paulus!?“ - Ihr lieben Missionsfreunde, wenn wir uns auf ein solches Geschwätz einlassen und nicht mehr festhalten, daß die ganze Bibel durch Gottes Geist inspiriert wurde, dann sind wir bald am Ende mit unserem Glauben, wie schon die liberalen Theologen heute! Dann fehlt uns nämlich die feste Grundlage des Glaubens und so „reden wir Gott klein“, als könnte der Allmächtige Gott nicht den Schreibern der Bibel durch Seinen Heiligen Geist Seine Gedanken in die Feder diktiert haben! „Gott ist groß, Gott ist groß, Gott ist größer als wir denken!....“ So haben wir es schon in einem Kinderlied gelernt! - Über die Jahrtausende hat es der Teufel nicht geschafft, die Bibel den Gläubigen wegzunehmen, trotz aller blutigen Verfolgungen! Die Menschen hielten sich an Gottes Wort fest; es war ihnen Trost Hilfe, Orientierung und Beistand in jeder Lage! Dann aber ließ sich „der alte Feind“ etwas ganz besonders Listiges einfallen: Er verfolgte die Bibel und die Bibelgläubigen nicht mehr, ließ Toleranz ausrufen und säte mit pseudowissenschaftlichen Argumenten Zweifel an der Zuverlässigkeit biblischer Aussagen. Er machte die wissenschaftlich menschliche Einsicht  zum alleinigen Maßstab für die Beurteilung biblischer Schriften. Seit nun über 150 Jahren hat er es geschafft, auch die Kirchen und Universitäten mit dieser verführerischen Methode zu unterwandern. - Heute ist es mittlerweile so, daß man in Europa gar nicht mehr Pfarrer werden kann in einer der großen Kirchen, wenn man nicht diese Methode des Zweifels an der Zuverlässigkeit der Heiligen Schrift zur Grundlage seiner  Bibelbetrachtung macht! So weit sind wir heute gekommen, und deshalb sind viele Kirchen in einem derart erbärmlichen Glaubenszustand!

„Sollte Gott gesagt haben?!“ - Das war schon der erste Zweifel mit dem Satan bei Adam und Eva Erfolg hatte (1.Mo. 3,1). - Heute ist seine Grundlüge noch direkter: „Es kann doch so nicht gewesen sein, wie es in der Bibel steht!“ So flüstert und schreit er. - Und das Schlimmste ist; diese Sichtweise macht sich mehr und mehr auch unter den Gläubigen breit!  Immer öfter wird vom klaren inspirierten Wort Gottes abgewichen und die biblischen Aussagen werden als „Meinungen“ von Paulus, Petrus, Johannes, anonymen Schreibern usw. angesehen,“ die man nicht so ernst nehmen sollte, denn schließlich hätten ja auch Christen unterschiedliche Meinungen“! - So wird gesagt und so wird „geglaubt“! - Die Folgen sind fatal: Geistliche Kraftlosigkeit greift um sich und sieghaftes Glaubensleben verschwindet!

- David redete prophetisch: „Die auf IHN sehen, werden strahlen vor Freude“(Ps.34,6)! Aber die Kraft und Freude, des Heiligen Geistes, welche von Jesus und Seinen Jüngern ausgehen, sind ansteckend, damals wie heute, und werden sich vervielfachen bei denen, die wirklich „glauben, wie die Heilige Schrift sagt“! - Nur so geschieht „Erweckung“! - Das haben wir und viele andere schon erleben dürfen!

- Aber wie es schon beim irdischen Jesus war, so hat dieses „lebendige Wasser“ auch eine zweite Wirkung; nämlich bei denen, die nicht glauben wollen, wie die Schrift sagt! Die Pharisäer und Schriftgelehrten lehnten Jesus mit allen Seinen Worten und Taten ab. Er paßte nicht in das „religiöse Konzept“, das sie sich zusammengestellt hatten. Sie wollten nicht „glauben wie die Schrift sagt“! Sie definierten den Glauben anders, selbst, nach eigenem Gutdünken und legten fest, wie die Schrift auszulegen ist. Sie waren die „wissenschaftlich umfassend gebildete Elite ihrer Zeit“ und ließen sich doch nicht von dem „Rabbi aus Nazareth“ belehren und gar beschenken! - Sie meinten, schon alles zu haben und zu wissen. Sie dachten, mit ihrer „Bekehrung zu Gott“ hätten sie alles bekommen. So gingen sie in ihrem eingebildeten Hochmut letztlich am eigenen Heil vorbei. - Ja schlimmer noch; sie wandten sich gegen den HERRN, dem sie doch gerade dienen wollten und der ihnen so liebevoll und menschlich in Seinem Sohn Jesus entgegen kam! Sie wollten Diener des Allerhöchsten sein und wurden doch mit der Ablehnung des Herrn Jesus und Seinem Wort zu Seinen Feinden (Joh.8,44). - Wie sieht es nun heute aus in der christlichen Welt? - Wo Christen verfolgt werden außerhalb Europas, da klammern sie sich an das ewige Bibelwort und „glauben wie die Schrift sagt.“ Es geschieht sogar Erweckung in der Verfolgung! - Und bei uns in Deutschland? Sind wir wirklich klüger geworden, aus den Fehlern und Sünden der Pharisäern und Schriftgelehrten damals? - Allzu oft können wir sehen, daß nicht nur Jesus heute treue Jünger hat; nein, leider auch die Schriftgelehrten und Pharisäer haben solche unter uns. – So mancher Fromme „rechnet sich arm“, behauptet steif und fest, mit der Fertigstellung der Bibel wäre „das Vollkommene“ von 1.Kor.13,10 schon da, und nun wären die Geistesgaben überflüssig geworden, - wenigstens doch diejenigen, die sie nicht haben wollen. Da wird heute auch im Neuen Testament fleißig gestrichen, umgedeutet und das Gegenteil von dem, was dasteht gesagt oder kühn behauptet. Da wird echt bibeltreuen Gläubigen „die Tür gewiesen“ oder „der Austritt“ nahe gelegt, weil sie sich noch an das ganze Neue Testament halten, mit allen seinen klaren Weisungen. Ja, man hat sogar Sympathie mit den neuen Verfolgungsmaßnahmen der Gottlosen unseres Landes, die heute mühelos Bibeltreue „als gefährliche Fundamentalisten“ verschreien können, denen man am besten mit dem Strafgesetzbuch „wegen Diskriminierung von Minderheiten oder wegen Beleidigung“ beikommt. Und das nur, weil sie steif und fest dabei bleiben: „Es steht geschrieben!“ Freilich geschieht auch in all diesem Ungeheuerlichen nur die Erfüllung biblischer Prophetie, wie sie Jesus ja schon in Mt.24,10 voraussah! - Leider gibt es aber noch genug andere, die dem normalen biblischen Christenleben mit seinen von Gott geschenkten Gaben noch was hinzusetzen wollen: Wundersüchtig und rückwärts umfallend, wollen sie oft mehr, als Jesus ihnen nach der Heiligen Schrift verheißen hat. So fallen sie auf verführerische falsche Lehren rein und bringen sich und Andere in die Gefahr, von diesen verführerischen Geistern geblendet zu werden. - Gott aber sei gedankt, daß wir einen Maßstab haben, an dem wir alles messen können; die von Gottes Geist inspirierte Heilige Schrift (2.Tim.3,16)! - In einer guten Stunde seines Lebens klagte Luther schon, „daß der Zeitgeist immer dem Wort Gottes widerstehe, er aber wolle auch in der kleinsten und nebensächlichsten Sache das Wort stehen lassen, auch wenn der Irrgeist es noch so anfechte! Leider hat der gute Mann zeitweise doch davon abgelassen, was er später nach eigener Erkenntnis selbst als Sünde bezeichnete. – Wir müssen also beim Wort Gottes bleiben; wir müssen alles am Wort prüfen, wenn wir wollen, daß der Herr sich durch Seinen Heiligen Geist in unserem Leben als der Lebendige erweist! - Wer sich so an Gottes Wort klammert, der wird nicht nur Verfolgung, Unverstand und Anfeindung erfahren, vielmehr wird er Wunder und die Erfüllung der Verheißungen Jesu erleben! Die Frucht des Geistes: Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, und Beständigkeit (Gal.5,22f), die wird ihn vor allem begleiten! Auch wird ihm ethische Orientierungslosigkeit fern sein und bleiben, wie man sie heute oft sogar bei vielen Universitätstheologen und Pfarrern findet, besonders unter den Größen der EKD!

So bezeichnete kürzlich EKD-Bischof Wolfgang Huber, in einem Streitgespräch mit einem „Oberatheisten“ im ZDF, Christen als „un-verantwortlich“, die noch an eine 6-Tage-Schöpfung nach der Bibel glauben und nicht den Theorien Darwins folgen! Andererseits beglückwünscht derselbe Mann im Sept. die Moslems in Deutschland zur „Ramadan-Feier“. Auch findet er es gut, wenn sich Christen zum abendlichen „Fastenbrechen“ von Moslems einladen lassen! Hier kann man nur Protest anmelden und mit Jesus sagen: Es steht aber geschrieben:...!  So „blind“ kann auch ein Bischof werden, wenn er sich vom WORT entkoppelt und eigene Ideen über die Heilige Schrift stellt! Mancher Christ hat als „Pietist“ begonnen und ist heute ein Verräter am biblischen Glauben, der mit „Würden behängt“ nun die Interessen des Zeitgeistes und der Freimaurerei vertritt!  Wir aber wollen „glauben wie die Schrift sagt“ nach Jesu Worten!      Amen!   -   Euer  P. R. Sorger,  BfdW