Durch Christus haben wir die Erlösung durch Sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum Seiner Gnade. Eph.1,7f

 

Ihr lieben Missionsfreunde,

wieder feiern wir Ostern und uns Europäern predigt die Natur parallel zur Bibel von der Auferstehung! - Zwar ist inzwischen das historische Kreuz des Herrn schon längst nicht mehr auffindbar und auch das Grab bei Jerusalem ist nicht mehr wirklich zu erkennen, aber die ungläubige Welt steht nach wie vor heute noch ratlos da und denkt sich allerlei Geschichten aus, nur um das Kreuz und das leere Grab zu leugnen, was aber doch schon lange zuvor im Alten Testament angekündigt wurde. Da wird gelogen, uminterpretiert, da wird der Schöpfer mittels einer „Evolutionstheorie“ als überflüssig behauptet und „der Tod als Motor der Entwicklung“ umgedeutet. - Doch Gott erhält weiterhin diese Menschheit und Jesus lebt und regiert ganz unabhängig von Seinen Verleugnern im Himmel und auch unter Seinen Gläubigen! - Halleluja!

Gott lob, mit Ihm dürfen auch wir leben! - Obwohl auch die Jünger zuerst weder das Kreuz noch das leere Grab verstanden, feiert die Christenheit nun schon seit fast 2000 Jahren Jesu Sieg über Sünde, Tod und Teufel. Die Jünger trauten wohl am Ostertag ihren eigenen Augen und Ohren nicht mehr; dann aber staunten und jubelten sie. - „Zweifeln und staunen“, so soll auch das Motto für die „Pro-Christ“-Veranstaltung in diesem Jahr heißen. Der Herr schenke es, daß viele Zweifler zum Staunen und Glauben kommen, und dann auch gläubige Geschwister finden, die ihnen weiter helfen!

Wenn man unterwegs ist, dann steht zuweilen in verschiedenen Landstrichen Europas das Kreuz als Wegzeichen, auf Berggipfeln oder auf einsamen Felsen. Einst haben Leute, die um Jesu Erlösungswerk wußten es zum Zeichen der Errettung aufgestellt. Sie wollten dem Passanten sagen: „Denke an Deinen Heiland, der am Kreuz Sein teures Blut für dich vergoß, um Dich zu retten! - Zuweilen kommen durch solche Zeichen auch heute noch Menschen zum Nachdenken, Staunen und Glauben! - Denn was für einen wunderbaren Gott haben wir doch; der sich selbst sogar in den Tod für sündige Menschen gibt in Seinem Sohn; - ja der es aushält, daß man Ihn auch noch heute verspottet und verleugnet! - Der uns Menschen nicht „auf Heller und Pfennig“ die Schuld vorrechnet, was nämlich durchaus rechtens wäre; sie vielmehr vergibt! Und obwohl wir Seinen Forderungen aus eigener menschlicher Kraft niemals gerecht werden könnten, schenkt Er uns das Ewige Leben, Frieden und Seligkeit schon hier! - Ja, Er ist ein Gott, der uns mit menschlichem Angesicht freundlich begegnet in Jesus und dich und mich, uns arme Sünder, zur Nachfolge einlädt! - ER ist ein Gott, der weiß, daß wir aus eigener Kraft selbst dazu unfähig sind, und darum mir und dir auch gleich noch einen Weg für ein neues Leben bahnt. - Er ist zum staunen!  So hat sich Gott der Menschheit in Jesus offenbart. - Wer Ihn für sich annimmt und glaubt, der erfährt ein neues Leben und hat alle Verheißung für Zeit und Ewigkeit, ja er wird ein neuer Mensch! So darf er noch einmal neu denken, handeln und fühlen, ganz gleich, wie alt er ist! Jesus macht sein Leben neu.

Wo hat man jemals von einem solchen Gott gehört, der sich selbst dahingibt aus Liebe, anstatt andere „über die Klinge springen zu lassen“! - Was für eine Weisheit und Klugheit, die alles menschliche und göttliche Denken unüberbietbar übertrifft! - Das ist der Grund, weshalb wir alle Jahre wieder Ostern feiern und das Kreuz als unser Rettungssymbol hochhalten! Und genau an diesem Kreuz scheiden sich die Geister von jeher: 

Die einen sehen darin das Zeichen des Scheiterns und der Schande, das allenfalls als „Todes symbol“ dient; die anderen erblicken zusammen mit den Aposteln, wie es die Bibel schon im Alten Testament prophezeit, die Rettung von ewigem Tode, Vergebung und ewige Seligkeit.

Aber, ´mal ganz ehrlich, Ihr Lieben, - wer von uns hat sich nicht auch schon einmal seines Glaubens an den Gekreuzigten deswegen etwas geschämt?  Wer von uns hat nicht schon ´mal gedacht, daß Gott, der HERR, vielleicht auch einen weniger schmachvollen Weg hätte wählen können, um die Erlösung zu bewirken?! - ER ist doch der Allmächtige!  Dann hätten wir es vielleicht auch heute leichter gehabt, mit der Verkündigung des Evangeliums. Mußte es denn unbedingt dieser schmachvolle Tod am Kreuz der Römer sein, und das noch auf Anstiftung der frommen Juden seinerzeit?!  Wer kann denn so etwas den klugen, humanistisch gebildeten Menschen von heute noch nahe bringen?! So oder ähnlich haben wir sicher alle schon manchmal gedacht. Die Menschen möchten es heute doch etwas gefälliger haben mit dem Glauben: „Nur keinen Stress, der Glaube muß einladend sein, unterhaltsam, zeitgemäß vermittelt werden; - etwa durch ein Musical, ein Schauspiel oder einen interessanten Spielfilm mit Happy End!“ - So kann man es heute in vielen Kirchen und Gemeinden hören und sehen - leider. - Und doch; es war kein „juristischer oder theologischer Unfall“ bei Gottes Planung! - „Der Gerechte leidet für die Schafe, …die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, für seine Knechte!“

Es gibt keine Vergebung ohne Blutvergießen, so heißt es in Hebräer 9,22. Das war und ist wohl Gottes Grundprinzip in dieser Sache, ob wir das verstehen oder nicht, ob wir es „unmenschlich“ finden oder nicht! Gott ist kein Mensch; Er hat nicht unsere Maßstäbe! Sondern ER ist heilig und her! Wir müssen Seine göttlichen Maßstäbe akzeptieren, wie Er sie uns in der Bibel offenbart hat! Er konnte sich selbst nicht ins Wort fallen. Und obgleich ER über die Rettung der sündenverfallenen Menschheit nachsann, wollte Er dieses Prinzip Seiner Heiligkeit nicht verletzen oder aufheben. So kam es zum unüberbietbaren Opfer des geliebten Sohnes am Kreuz von Golgatha für uns Sünder! – „Denn was kann der Mensch geben, um seine Seele zu erlösen“(Mathäus 1626); von eigener Schuld, von Satans Ansprüchen und dem ewigen Tod?! - Die wirkliche Menschheitsfrage ist tatsächlich nur die: Wie kann der Mensch wieder mit seinem Schöpfer ins Reine kommen?!  -  Damit beschäftigen sich verdeckt oder auch ganz offen alle Religionen und Philosophien, auch wenn sie sich noch so „gottlos“ und „cool“ geben. - Tausend Umwege werden da gesucht, nur um nicht den Weg zum Kreuz gehen zu müssen. Wenn man mit Menschen über Gott ins Gespräch kommt, kann man als Pastor oft den Satz hören: „Ja, Gott kann ich ja noch akzeptieren und verstehen, aber warum soll ich denn an diesen JESUS glauben?!“ Und die Antwort ist immer dieselbe: „Weil Du sonst nicht vor Gott bestehen kannst, weil ER dich nur durch Ihn barmherzig und vergebend ansehen kann!“ - So kommt  eben letztlich keiner an dem „Lamm Gottes“ vorbei! - „Welch‘ Glück ist’s erlöst zu sein, Herr durch Dein Blut, …“ - so singen wir im Lied und beschreiben damit zeugnishaft eine persönlich erlebte Wirklichkeit, welche wir ja schon in diesem Leben durch den Heiligen Geist erfahren dürfen! Freilich wird das alles nur dem gläubigen „Insider“ erfahrbar, der in kindlicher Einfalt die Botschaft vom Kreuz für sich gelten läßt und auch bereit ist, wirklich allen Hochmut, Eigensinn samt dem Zweifel bei Jesu Kreuz niederzulegen. – Oft fragen wir uns, warum ist das denn nur für die heutigen Menschen in Europa so schwer, während die Gläubigen in Afrika, Asien und Lateinamerika riesige Wachstumsraten in ihren Gemeinden verzeichnen? - Nun, ich denke, es liegt an dem rationalistisch anerzogenen Hochmut, den man seit über 150 Jahren im Abendland mit pseudowissenschaftlichen Argumenten „gezüchtet“ schon halbe Kinder zu Massenmördern werden können, wie wir es eben wieder bei Stuttgart erlebten! Doch der Herr ist mächtig genug, dieses durch tausend gottlose Medien geknüpfte „Lügengewebe“ zu zerreißen! - Wir, du und ich, wir dürfen mit unserem Glaubenszeugnis Ihm dabei zur Hand gehen und die Wahrheit Gottes über das Kreuz  Seines Sohnes Jesus bezeugen!  Er gibt uns dabei durch den Heiligen Geist genug Weisheit und Argumente, auch das dickste „Lügengewebe“ durchdringen zu können! - Freilich, gezwungen wird im Reich Gottes niemand, sich durch Jesu Blut von seinen Süden rein waschen zu lassen. In das Himmelreich gehen nur Freiwillige ein! Aber du und ich, wir dürfen einladen, helfen und bezeugen, wie uns der Herr herausgerissen hat aus Zweifel, Hochmut und totaler Verzweiflung! Ja, das ist unser größtes persönliches Wunder, was der Herr an uns selbst getan hat; daß wir glauben können und es fassen durften; wir dürfen frei sein von Sünde, Tod und Teufel durch des Lammes Blut! Ja, wir sind Geschöpfe des lieben Vaters im Himmel. Das bezeugt uns die Bibel als Gottes unfehlbare Offenbarung der Wahrheit! Jesus hat uns an Seinem Kreuz frei gemacht von Sünde Tod und Teufel. Und durch Ihn haben wir ein ewiges Leben, das schon in diesem Erdenleben beginnt:

„Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das Ewige Leben haben.“    Joh.3,16

Das ist die Botschaft vom Kreuz, sie gilt wirklich allen Menschen, Dir und mir auch unseren Feinden und sogar jedem Gottesleugner!   Amen

Eine gesegnete frohe Osterzeit erbitten das ganze Team von BfdW für Euch, Ihr lieben Missionsfreunde vom Herrn und grüßen ganz herzlich aus Sulz am Neckar mit  P. R. Sorger!

Ich folge Dir durch Tod und Leid

o Herzog meiner Seligkeit;

nichts soll mich von Dir trennen!

Du gehst den engen Weg voran;

Dein Kreuzestod macht offne Bahn

den Seelen, die Dich kennen

Ach Jesu, Deine höchste Treu

macht, daß mir nichts unmöglich sei, 

da Du für mich gestorben.

Ich scheue nicht den bittren Tod          .       

und bin gewiß in aller Not:

Wer glaubt, ist unverdorben.

Valentin Ernst Löscher 1722