Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott Seinen Sohn,….   Galater 4,4

 

Liebe Missionsfreunde,             .

daß der allmächtige Gott Mensch wurde, gehört zu den wunderbarsten Tatsachen unseres christlichen Glaubens. Als kleines hilfloses Kind, ließ der Urheber und Herrscher des ganzen Universums Seinen Sohn in die Welt kommen. Scheinbar schutzlos und ganz hilfsbedürftig, auf menschliche Zuwendung völlig angewiesen, lag der Sohn Gottes in einer Futterkrippe. - Das ist wahrlich eine Zumutung für den „hoch-fliegenden“ und allzu oft auch hochmütigen Menschenverstand.

Über 2000 Jahre ist das nun her, doch immer wieder neu stehen wir Gläubigen anbetend und staunend vor diesem Gotteswunder still und ahnen dabei die übergroße Liebe des Schöpfers zu uns Menschen. Aus purer Liebe erniedrigte ER sich selbst, damit wir Menschen IHN, den großen allmächtigen Gott begreifen können, ja, IHN damals sogar anfassen, sehen, hören, erleben und mit IHM gehen konnten (1.Joh.1,1ff). - Was für ein wunderbarer einzigartiger Gott ist doch der Allmächtige! - Der Herr des ganzen Universums (wie ihn ein Künstler sich auf Sizilien oben vorstellte), begibt sich in unsere Menschlichkeit, um uns ganz nahe zu sein, uns zu lieben und sogar von unserer Sündennatur und ihren Folgen zu erlösen! Das konnte niemand außer nur Gott selbst sich ausdenken (Röm. 8,3). Mit dieser Tat übertrumpfte ER alles, sogar den gefallenen Engelfürst des Lichtes, Luzifer, der es zwar schaffte, die ersten Menschen aus der Gemeinschaft mit Gott durch Sünde herauszubrechen (1.Mo.3, 1ff), welcher  aber bei Jesu Geburt überhaupt nicht ahnte, was Gott damit für ein Werk in Gang setzte! In seiner Verblendung meinte er wohl, daß sich nun auch Gott selbst in seine Hand begeben habe, aber es war vielmehr der Beginn des universellen Sieges über Satan und sein Verführungswerk!

Diesen wunderbaren Beginn des Siegeslaufs als Kind in der Krippe feiern wir wieder in dieser Jahreszeit; so wie einst auch Israel sich jährlich der Heilstaten Gottes mit Festen feierlich erinnerte. – Und das feierliche Innehalten zu Weihnachten tut uns gut - nicht ein hektisches „Konsumfest“! - Der gläubige Pfarrer und Liederdichter Paul Gerhardt sagt es so anbetend:

Da ich noch nicht geboren war,

da bist Du mir geboren

und hast mich Dir zu eigen gar,

eh‘ ich Dich kannt‘, erkoren.

Eh‘ ich durch Deine Hand gemacht,

da hast Du schon bei Dir bedacht,

wie Du mein wolltest werden.

Ja, dieses Wunder von Bethlehem sollen wir Christen weitersagen:  Gott schenkt uns Seinen Sohn! - Das ist Gottes unüberbietbares Geschenk! - Den armen und verachteten Hirten wurde diese Freudenbotschaft zuerst verkündigt; nicht der theologischen und weltlichen Elite! - Nicht die Satten und bequem Etablierten sollten noch „ein religiöses Sahnehäubchen“ auf ihr an sich schönes Leben erhalten; nein, die Niedrigen wollte und will der Herr erheben (Luk.1,52)!  Die keinerlei Hoffnung auf Besserung ihrer Lage hatten und haben und nur von Tag zu Tag leben können, die machte Gott zu Erstempfängern Seiner Freudenbotschaft (Luk. 2,10)!!! Ja, Gott weiß, daß die Satten und Wohlhabenden sich meist an der Welt genügen lassen, und sich dem Materialismus ergeben. Jesus klagte später: „Wie schwer ist es doch, daß ein Reicher in das Himmelreich kommt“(Markus 10,24)! Wie wahr das ist, können wir selbst heute noch sehen, sogar in unserem Land: Die Reichen werden immer reicher durch eine ungerechte Geld- und Zinspolitik bei Staat und Banken und die Armen werden immer ärmer. - Für die fernere Zukunft wird selbst für Europa von vielen Wirtschaftswissenschaftlern eine in arm und reich gespaltene Gesellschaft prognostiziert (20:80), wobei man 80% als arm dann einstufen wird! Wir wissen nicht, ob es so kommt, aber wir sehen gegenwärtig schon in Griechenland, daß die Reichen ihr Geld auf ausländischen Banken sichern und der Staat selbst gegenüber seinen Rentnern und Staatsbediensteten zahlungsunfähig wird. - Doch gerade in dieser Situation weckt die Not in Griechenland und auch in Portugal die Nachfrage nach dem Evangelium! Seit Jahrzehnten haben wir erstmals wieder Anfragen nach dem Wort Gottes von dort. - Die Älteren unter uns können sich ja noch selbst an volle Kirchen und Gemeindesäle nach dem Krieg in Deutschland erinnern, als die Menschen in großer Not auf das Wesentliche des Lebens reduziert waren. - Natürlich wünschen wir uns solche Notzeiten nicht herbei, aber ich fürchte, Gott wird wohl mit unserer westeuropäischen Gesellschaft gar keinen anderen Weg gehen können, wenn ER die Vollzahl Seiner Heiligen noch aus unseren Völkern sammeln will (Röm. 11,25)! -  Mit Schmerzen sehen wir ja, wie sich alles, was Gottes Wort für die sogenannte „Letzte Zeit voraussagt, schon erfüllt.

Eigentlich fehlt im Szenario nur noch der Antichrist in Person. Alles andere ist schon vorhanden. - Freilich sollen wir unser Haupt sodann erheben und auf Jesus schauen in der Gewißheit Seines baldigen Kommens. Aber trotzdem sind wir auch dann und jetzt schon des Glaubenskampfes nicht entbunden, obwohl mancher Fromme das denkt. „Widerstehet dem Teufel, so flieht er von euch„ (Jak.4,7) gilt mehr denn je! - William McDonald schreibt zutreffend dazu: „Jakobus hat über die Sünden der Heiligen geweint. Seine Worte haben unsere Herzen wie Pfeile der Überführung getroffen. Sie sind wie Blitze vom Thron Gottes in unsere Herzen gefahren. Wir erkennen, daß Gott zu uns geredet hat. Unsere Herzen haben sich unter dem Einfluss Seines Wortes gebeugt. Aber nun lautet die Frage: »Was sollen wir tun  Als Erstes sollten wir uns »Gott unterwerfen«. Das bedeutet, daß wir Ihm wieder untertan sind, bereit, auf Ihn zu hören und Ihm zu gehorchen! - Wir müssen zerknirscht und für Gottes Reden empfänglich sein, statt stolz und halsstarrig zu bleiben. »Dem Teufel widerstehen«, das tun wir, indem wir vor seinen Einflüsterungen und Versuchungen entgegen dem Wort Gottes, Ohren und Herzen verschließen. Auch wenn wir die Schrift als Schwert des Geistes benutzen, um ihn abzuwehren, so widerstehen wir ihm! Wenn wir ihm widerstehen, wird der Satan von uns fliehen. Wir sollten uns demütigen und über unseren Materialismus, unsere Weltlichkeit und  Oberflächlichkeit weinen. Sowohl äußerlich als auch innerlich sollten wir die Früchte einer Gott wohlgefälligen Buße zeigen.“ - Soweit William McDonald im Bibelstellenkommentar.                           

- Wenn wir den Heiland, Jesus, als unseren Retter angenommen haben und mit Seinem Heiligen Geist beschenkt wurden, dann können wir nicht mehr ruhig sitzen bleiben, wenn neben uns Millionen von Menschen in ihren Sünden ahnungslos dem ewigen Verderben entgegen taumeln! Wir haben Mitleid mit Ihnen, beten für sie, warnen sie. Und wenn wir sehen, wie sie durch falsche Hirten in die Irre geleitet werden, dann können wir schlecht ruhig bleiben. Die Erweckten wurden in der Reformationszeit auch „Protestanten“ genannt, weil sie gegen die antibiblischen Irrlehren der damaligen Katholischen Kirche protestierten. Sie hatten verstanden, daß wir dem Herrn mehr gehorchen müssen, als den selbsternannten „Herren der Kirche“ und der Welt – auch sollte es das eigene Leben kosten! Die alleinige Wahrheit; daß wir nur durch Jesus selig werden und nicht durch die geschäftstüchtigen Ideen des Papsttums, hatte sie damals ergriffen. Der Ablasshandel der Kirche brachte Martin Luther auf den Plan und ließ ihn die 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Schlosskirche schlagen. - Heute sind wir wieder so weit, daß den Kirchenoberen erneut der Marsch geblasen werden muß, daß man gegen die Billigwarensprüche „alles ist Gnade und Gott ist gut“, die biblischen Wahrheiten setzen muß! Zurück zur Kraftquelle des Glaubens; der allein seligmachenden biblischen Wahrheit! - „Wenn du glaubst wie die Schrift sagt, dann fließen auch von Dir die Ströme lebendigen Wassers“ (Joh.7,38), so sagt Jesus! - Durch den Einfluß eines rationalistischen Zeitgeistes, auch unter Christen, ist der biblische Glaube heute massiv in Abrede gestellt und gilt schon „als fundamentalistische Irrlehre“! - Mit Worten wie: „Man kann die Bibel doch heute nicht mehr so wörtlich nehmen, oder das kann man den Leuten heute nicht mehr zumuten“, wird die Autorität des lebendigen Wortes Gottes untergraben. Als wäre Gott nicht „Manns genug“, Seinen heiligen, ewigen Willen den Schreibern der Bibel damals zu inspirieren – als wäre Er auf die rationalistische Bibelinterpretation von heute angewiesen! Aber der HERR des Universums ist immer noch derselbe, wie damals zu Bethlehem! - Er wurde Mensch in Jesus (Joh.1, 1ff) und jetzt thront ER zur Rechten Gottes des Vaters und wirkt in diese Welt hinein, ja bereitet hier Sein herrliches Wiederkommen vor, mit Dir und mir! - Er ist der Allherrscher und wird einst Reden mit den Widerspenstigen (Psalm 2)! - ER ist jetzt nicht mehr das kleine liebe Jesuskind in der Krippe, das alle Herzen mitleidsvoll bewegt. ER kommt als der HERR vom Himmel wieder und wird allem Widersprechen ein Ende machen! Wir aber dürfen uns jetzt schon auf Sein Kommen freuen, fröhlich von Jesus Zeugnis geben und uns vorbereiten auf die wunderbarste Begegnung mit IHM! Das ist unser wahres Christfest!   - Amen - 

Wie soll ich Dich empfangen

und wie begegn‘ ich DIR,

o aller Welt verlangen,

o meiner Seele Zier?

O Jesu, Jesus, setze

mir selbst die Fackel bei,

damit was Dich ergötze,

mir kund und wissend sei!

 

ER kommt zum Weltgerichte,

zum Fluch dem, der IHM flucht,

mit Gnad und süßem Lichte,

dem, der IHN liebt und sucht.

Ach komm, ach komm, o Sonne,

und hol uns allzumal

zum ew‘gen Licht und Wonne

in Deinen Himmelssaal!

Choral von Paul Gerhardt  1648

Allen unseren Freunden wünschen wir hiermit ein gesegnetes Christfest und ein ebenso gesegnetes Jahr 2013!  - Die Mitarbeiter von „Bibel für die Welt“  mit P. R. Sorger