HERR, wohin geht es?

ICH will dich unterweisen und  dir den Weg zeigen, den du gehen sollst!  Psalm 32,8

Liebe Missionsfreunde - Ist dieses Bild nicht ein wahres Gleichnis auf unsere Zeit? -  Da haben Menschen sich gut eingerichtet, sie haben alles auf das Beste gebaut, sich gegen alles versichert, sie leben ohne Sorgen und Angst. Und dann kommt ein schrecklicher zerstörerischer Orkan, der so viel Wasser mit sich bringt, daß man an die Sintflut erinnert wird. - Andere fahren in den wohlverdienten Sommerurlaub hoch in die Alpen, wo es keine Sturmfluten geben kann. Doch ausgerechnet dort werden auch sie von einem Unwetter erreicht, das ihnen alles nimmt und sie gerade noch mit dem Leben davonkommen läßt. Etliche aber verloren nicht nur Hab und Gut, sondern auch ihr irdisches Leben. - Mancher      Überlebende steht buchstäblich vor dem Nichts und fragt sich, bis ins Innerste erschüttert; „wie soll mein Lebensweg weiter gehen?“ - Der bisherige so sichere Weg ist buchstäblich weggerissen wie die Straße auf unserem Bild. – Gewiß, es gibt Hilfsprogramme und Zuschüsse des Staates, doch selbst wenn man alles wieder aufbauen könnte, so blieben noch immer die quälende Frage nach der künftigen Sicherheit vor solchen Katastrophen und nach dem eigentlichen Wohin unseres Lebensweges. – Wir, als Nichtbetroffene, sind erschüttert von solchem Leid, möchten helfen und zum Glück können wir das oft genug auch, aber in unserem Inneren keimt unüberhörbar der Gedanke auf; wie es stünde, wenn wir so dran wären?! – Nicht auszudenken, sagt uns sogleich „die innere Stimme“. Und schon fangen wir an über unsere Lage mitten in Europa nachzudenken: Was wird, wenn ich die Arbeit verliere, eine schwere Krankheit mich befällt, meine Firma dem Druck der Globalisierung nicht mehr stand hält, meine Ehe kaputt geht, oder wenn ich selbst ein Pflegefall werde, usw.? - Ganz schwindelig kann einem bei all diesen Gedanken werden! Und schon versuchen wir an etwas Anderes zu denken. Doch spätestens hier merken wir, daß uns das nicht gelingt und letztlich müssen wir zugeben, es gibt auf dieser Erde keine „letzte Sicherheit“, die uns vor derartigem Ungemach schützen könnte. - In dieser Hilflosigkeit nun kommt Gott uns mit Seinem Wort entgegen: „Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du gehen sollst ...“; so sagt ER durch den Heiligen Geist über David in Psalm 32,8.  Dies kann doch nur bedeuten, Gott kennt uns mit unserem ganzen Leben und Er will uns darüber informieren, welchen Weg wir auf dieser Erde zu gehen haben. Wir sind demnach nicht einem blinden Schicksal ausgeliefert, sondern der Wegleitung Gottes! – Freilich geschieht diese Leitung so ganz anders, als wir sie uns vorstellen würden. Als wiedergeborene Christen wissen wir, daß uns der Herr durch Sein Wort und Seinen Geist leiten will. Das aber ist eine so sanfte Art der Leitung, daß man sie auch überhören oder ignorieren kann. Selbst „ein Mann nach dem Herzen Gottes“, wie der König David, vom Richter Samuel bezeichnet wurde (1.Sam.13,14), war fähig, die Wegweisungen Gottes zu überhören und bewußt zu übergehen - im Ungehorsam!  - Wir kennen die schmerzlichen Folgen und der Psalm 32 spricht deutlich davon: „Denn Deine (Gottes) Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir..…“ Ganz gewiß gilt das auch noch heute, für uns Christen und sicher auch für ganze Völker, die Gott liebt und die ER so zur Besinnung bringen möchte! - Mir sagte kürzlich beim Verteilen von Traktaten auf dem Markt ein ungläubiger Mann auf der Straße, daß all die Katastrophen in der westlichen Welt die Menschen eigentlich zur Besinnung bringen müßten, doch sie wollen nicht. Ich staunte sehr, wie Gott sogar diesem noch ungläubigen Menschen ein Stück Seiner Absichten offenbart hat! - Psalm 32,9 drückte es ähnlich aus: „Seid nicht wie Rosse oder Maultiere, die ohne Verstand sind, denen man Zaum und Gebiß anlegen muß, sie werden sonst nicht zu Dir kommen.“ - Sicher kann man sagen, daß fast alle Nöte in dieser Welt letztlich auch die Folgen von konkreten Sünden sind. Und leider sind immer auch viele an diesen Sachen Unschuldige mit betroffen. - So haben die weltweiten Unwetter in ihrer Häufung sicherlich etwas mit der Energieverschwendung des Westens zu tun. Auch hat gewiß der unbegreifliche internationale Terrorismus etwas mit der wirtschaftlichen Ungerechtigkeit und der moralischen Verkommenheit einer westlichen Welt zu tun, die damit den islamischen Terror geradezu herausfordert. Dennoch gilt beim Herrn allein das persönliche Gottesverhältnis des Einzelnen, wenn es darum geht, Sünden zu vergeben und ein ganz persönliches neues und inniges Gottesverhältnis zu begründen. - Gott straft zwar auf dieser Erde auch kollektiv, aber der einzelne Mensch ist immer das Ziel Seiner Ansprache. So müssen wir uns als Volk und als Einzelne fragen, was sind unsere Sünden, womit wir Gott herausfordern?! - Nicht die Ökonomie oder die Ökologie sind  entscheidende Fragen für die Gesellschaft, sondern die Frage nach der Sündenvergebung. Alle Probleme der Welt lassen sich in dieser Hauptfrage zusammenfassen. - Deshalb kam Jesus, in die Welt!  Deswegen konnte David vor fast 1000 Jahre beten: „Da bekannte ich dir meine Sünde und verhehlte meine Missetat nicht; ich sprach: «Ich will dem HERRN meine Übertretung bekennen!»  Da vergabst du mir meine Sündenschuld!“ – Psalm 32,5  Und nach der empfangenen Sündenvergebung, die ihm der Prophet Nathan zusprechen durfte, konnte David befreit ausrufen:„Wohl dem, dessen Missetat vergeben, dessen Sünde bedeckt ist! Wohl dem Menschen, dem der HERR keine Schuld anrechnet und in dessen Geist keine Falschheit ist! Psalm 32,1f  -  David hatte erfahren, wie schmerzlich die Sünde von dem heiligen Gott trennt. Und das hat er bis ins Körperliche hinein zu spüren bekommen. - So gesehen kann das Leid für uns Christen heute und auch für die ganzen westlichen Gesellschaften ebenfalls nur ein Anlaß zur heilsamen Umkehr sein. - Gläubige, die im Frieden mit Gott leben werden auch bei allgemeinen Strafgerichten Gottes, von denen sie unter Umständen mitbetroffen werden, nicht an dem HERREN irre, sondern um so fester auf dem Weg der Nachfolge bestehen! - Deswegen sagt David in unserem Psalm: „Darum werden alle Heiligen zu Dir beten zur Zeit der Angst. Darum, wenn große Wasserfluten kommen, werden sie nicht an sie gelangen. Du bist mein Schirm, Du wirst mich vor Angst behüten, daß ich errettet gar fröhlich rühmen kann.“ Psalm 32,6f - Es wird also auch für uns darauf ankommen, wie fest und innig unser Verhältnis zum HERRN ist, wenn „die Wasserwogen“ an uns kommen, oder wenn die politischen Verhältnisse auch bei uns in Wanken kommen, wenn die Ordnungen von Familie, Gesellschaft und Gemeinde ins wanken geraten, oder gar zerbrechen. - Wir leben in der letzten Zeit und da müssen wir nach dem Wort Gottes mit so manchen schlimmen Dingen rechnen, wie sie die Offenbarung beschreibt. Aber bei alldem wird der HERR uns beistehen, unser Schirm sein und wir dürfen errettet fröhlich rühmen! Denn wir sind erlöst, von unserer Sündenlast, erkauft mit dem Blut Jesu, versiegelt mit dem Heiligen Geist; und gehen geführt und an Seiner großen unsichtbaren Hand mit der Wegbeschreibung des Wortes Gottes in unserer Hand auf die himmlische Heimat zu. - Wir sind auf diesem Weg nicht alleine. Der HERR stellt uns Brüder und Schwestern im Glauben zur Seite und ER gibt uns Kraft und Mut auch Andere auf diesen Weg  mitzunehmen! Denn wer gerettet ist, der bekommt auch einen Rettersinn für verlorene Menschen. - Ist das auch bei Dir schon so, lieber Leser? Vielleicht bleibt uns nicht mehr sehr viel Zeit zu wirken. Vielleicht neigt sich „die Zeit der Gnade“ bald dem Ende zu; oder auch unser irdisches Leben?!  Darum wollen wir mit dem HERRN ganze Sache machen und auf Seinem Weg gehen – ganz sicher an Seiner guten Hand, wie es das Wort Gottes sagt! - Mit Asaph, dem Musikmeister des Königs David, dürfen wir sogar sagen, daß uns die Harmonie mit dem allmächtigen Gott wichtiger ist, als das äußere Wohlbefinden: „Und wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist DU doch Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.“ Psalm 73,25f  Angesichts des Tobens von Meer, Sturm, Unfrieden zwischen  Menschen und sogar ganzen Völkern, bei all der politisch-ethischen Orientierungslosigkeit wollen wir fest zum HERRN und Seinem Wort stehen, und in Liebe allen Menschen die frohe Botschaft vom Kommen des HERRN Jesus weitersagen! - Amen! - Es grüßen Euch alle Mitarbeiter mit einem herzlichen Shalom Jesu!  Ebenso, Euer P. R. Sorger

Du wirst Dein herrlich Werk vollenden,

der Du der Welten Heil und Richter bist.

Du wirst der Menschheit Jammer wenden,

so dunkel jetzt Dein Weg, o Heilger, ist.

Drum hört der Glaub‘ nie auf, zu Dir zu flehn;

Du tust doch über Bitten und Verstehn!

Albert Knapp 1842