( Kopieren erlaubt! )  Bibel für die Welt  9/ 2004

 

Wie steht ein Christ zum Suizid (Selbsttötung)?                                

                                                                                                                  
Man sollte es nicht glauben, aber das Thema „Selbstmord“ oder „Tötung auf Verlangen“ ist in unserer Gesellschaft wieder diskussionsfähig geworden, nachdem letzteres in Holland schon erlaubt wurde. Alle Erfahrungen des „Dritten Reiches“ und die klare christliche Ethik, samt den 10 Geboten, scheinen vergessen zu sein. Und auch bei Christen verwischen mehr und mehr die Maßstäbe, was neulich sogar bei einem Mitarbeiter eines namentlich nicht genannten großen Missionswerkes zu beobachten war, als dieser auf Anfrage meinte, „man könnte durchaus davon ausgehen, auch einen christlichen Selbstmörder im Paradies wieder zu finden, - nur müsse der eben seine Tat vor Gott verantworten.“

 

Eine umfassende und ausführliche seelsorgerliche Ausarbeitung für suizidgefährdete Menschen haben wir zwar nicht vorrätig, zumal auch jeder Fall in einem anderen Zusammenhang steht. Aber das Evangelium und die gesamte Heilige Schrift geben uns genügend klare Hinweise, dieses ganze Thema voll befriedigend und trotzdem kurz abzuhandeln! Menschen, die von derartigen Gedanken oder von solchen Geschehnissen betroffen sind, brauchen unsere liebevolle Zuwendung und keine kaltherzige knappe Belehrung. - In Deutschland sind jährlich etwa 11.000 Suizidtote zu beklagen und man kann sich mit wenig Phantasie vorstellen, wie viele Zigtausend Angehörige und Freunde von solchen Taten direkt oder indirekt betroffen sind. Viele Menschen tragen dann bis an ihr Lebensende schwer an Schuldgefühlen, Zorn und Traurigkeit über eine solche Tat der Verzweiflung. Als Christen können wir hier vorbeugend oder im Nachhinein heilend diesen Menschen Gottes Liebe und Seinen Plan mit jedem Menschenleben deutlich machen.                                                          

Auch wenn es einige berühmte Christen in neuerer Zeit gab (z.B. den Liederdichter Jochen Klepper), die durch den so genannten "Freitod", wie der Selbstmord heute beschönigend genannt wird, aus dem Leben schieden, so können wir als Christen dennoch nicht über die Schrift hinaus gehen, für die auch solches Tun nach wie vor Mord ist! Wir können auch nicht nur auf Gottes Barmherzigkeit verweisen und denken, daß der Herr alles verzeiht.  Es heißt für den Menschen: „Du sollst nicht morden“(in den 10 Geboten 2.Mo.20,13) und dieses gilt natürlich generell für alles vorsätzliche Töten von Menschen!.                                                                      .
- Heute will uns zwar eine gottlose Psychologie weismachen, daß es da Ausnahmen gibt und daß ein Selbstmord doch noch ein akzeptabler "Notausgang" im Einzelfall sein kann.  Aber das ist nur eine Lüge dieser Branche mehr, die sich schon lange stets wortreich und geschickt über Gottes Normen hinwegsetzt. - Es gilt weiterhin bis in Ewigkeit, was der HERR geboten hat! Menschen wie Saul und Judas werden uns in der Schrift "als vom Teufel verführte" dargestellt, die als letzte schlimme Tat schließlich sich selbst mordeten, weil sie es ablehnten, Buße zu tun.

Gewiß spielten dabei der Teufel und seine Irrgeister die entscheidende Rolle, aber ohne das Einverständnis und die aktive Mitwirkung durch Sünden der beiden, hätte der Widersacher sich ihrer nicht derartig bemächtigen können. So bleibt es auch heute noch bei der zutreffenden Beschreibung, wie schon Luther sagte, daß (auch potentielle) Selbstmörder vom Teufel verführte Menschen sind, die nicht unsere Verachtung, sondern unsere Fürsorge brauchten, ehe sie der Feind bis zum Letzten gebracht hat. - „...groß Macht und viel List sein grausam Rüstung ist, auf Erd ist nicht seins gleichen" - so dichtete Luther schon aus eigener bitterer Erfahrung mit Satan, der ihn viele Male in den Wahnsinn treiben wollte, weil die ganze Last der Verantwortung für die Reformation oft übermenschlich auf seine Seele drückte. Aber Luther klammerte sich beispielhaft an den Überwinder von Sünde, Tod und Teufel - Christus. Das rettete ihn und machte ihn in dieser Sache zu einem starken vorbildlichen Christen, trotz all seiner sonstigen Fehler und Sünden.                                    .                                    
Anders kann es auch heute nicht gehen. Alle psychologischen Sitzungen und Therapien sind annähernd völlig erfolglos, wenn sich erstmal der Suizidgedanke im Herzen eines Menschen festgefressen hat. Ein Gottloser wird sich meist früher oder später mit nichts von seiner wahnwitzigen Idee abbringen lassen, wenn sich die Umstände nicht deutlich verbessern. Er kennt Christus nicht und damit auch nicht den, der die Todesmächte besiegt hat. - Deshalb kann es für uns Christen nur heißen, den so Angefochtenen die rettende Botschaft von Gottes Liebe in Jesus und Seinem Sieg am Kreuz von Golgatha vorzustellen, der uns von Satan und seinen bösen Ideen löst und völlig befreit! - Das Gebet vermag in diesem Zusammenhang sehr viel (Jak.5,16)! - Leider zeigt die Gegenwart, daß auch viele Christen ihren Glauben nicht "wie die Schrift sagt"(Joh.7,38) ausleben und sich vom Teufel verführen lassen in dieser Hinsicht. - Doch nur bei Jesus, d.h. einem Leben aus und in IHM, sind wir sicher, nicht von Satan in bedrängenden Lebenssituationen dahin gebracht zu werden, daß auch wir an uns Hand anlegen. Satan ist ein Mörder und Lügner von Anbeginn (Joh.8,44)!  Wer sagt, daß der Teufel ihn nie so weit kriegen könnte, der weiß nichts von seiner eigenen Schwachheit und von Satans Möglichkeiten. Niemand hat das Recht, sein Leben, das Gott ihm im Mutterleibe gab, wegzuwerfen, auch nicht, wenn er todkrank ist! Gott wird zu Seiner Zeit das Leben wieder an sich nehmen und ER wird auch dafür sorgen, daß wir in Ihm und mit Ihm sterben, wenn es so weit ist. Lassen wir uns nicht irritieren in dieser Frage. „Leben wir, so leben wir dem Herrn. Sterben wir, so sterben wir dem Herrn.….“ (Röm.14,8)

- Nun hilft uns aber der Heilige Geist auf, daß wir bestehen können gegen die listigen Angriffe des „altbösen Feindes“(Römer 8)!  Gott sei Dank der uns in Jesus allezeit den Sieg gibt (1.Kor.15,57)!!

- Als Hilfe für schwer angefochtene Christen habe wir vor einiger Zeit ein seelsorgerliches
„Merkblatt für seelisch angefochtene Christen“ zusammengestellt, das im Grunde auch für suizidgefährdete Christen alles zu ihrer völligen Freiheit Nötige enthält. Es ist auf unserer Website (www.goldene-worte.de) abrufbar oder bei uns zu bestellen. Jesus ist gekommen, auch die hart gebundenen zu befreien – das ist wahr!  Amen

 

P.S.:

Wer über dieses Problem mehr Beratung oder ein persönliches Gespräch braucht, der wende sich an einen guten bibeltreuen Seelsorger Vorort, oder an uns. Mit Psychologie ist diesem Problem jedenfalls nicht beizukommen. Wo nötig, stehen wir telefonisch oder per E-Mail auch zur Hilfe bereit.

In Jesus verbunden grüßt das BfdW-Team mit Pastor R. Sorger

 

Bibel für die Welt - Deutsch-Kanadisches Missionswerk e.V.

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