Das katholische Rom und die Evangelikalen heute (Mai 2005)

In den Letzten Wochen konnte man durch Zeitung, Rundfunk und Fernsehen den Eindruck gewinnen, daß die Welt mit Hilfe der Massenmedien „katholisch“ geworden sei. Natürlich war der Anlaß nur das langsame, öffentlich gemachte Sterben des Papstes, seine Beerdigung und dann die Wahl seines Nachfolgers. Doch das ganze schien eine Art Show der besonderen Art zu sein, wie man sie noch nie erlebt hatte. Wer als bibelkundiger Christ auch nur mit einem Auge und einem Ohr die Sache verfolgte, der bekam gewissermaßen schon einen Vorgeschmack darauf, wie die Welt einmal dem falschen Propheten und dem Antichristen aus der Offenbarung huldigen wird. Auch wenn der neue Papst ganz offensichtlich noch nicht einer von diesen beiden ist, so dürfen wir dennoch nicht übersehen, daß die Katholische Kirche, wie schon zu Zeiten der Reformation, die stärkste und einflußreichste religiöse Institution in dieser Welt ist, die das Zeug hat, einmal die „Welteinheitsreligion“ hervorzubringen. Trotz aller augenscheinlichen Modernität hält sie immer noch an den wesentlichen falschen Lehren seit 500 Jahren fest, die Luther bereits scharf kritisierte. Außerdem hat sie noch ein paar hinzugefügt, wie z.B. das „Unfehlbarkeitsdogma“ und die Lehre von „Maria Himmelfahrt.“ Bei allem, was sie sonst richtig sagt und tut, z.B. in der Frage zur Abtreibung und zur Homosexualität, ist dennoch nicht übersehbar, daß sie „die Einheit der Christen“ unverändert nur in einer Rückkehr in die katholische Kirche sieht.  Alles scheinbare Zugehen auf evangelische und freikirchliche Christen dient nur diesem Zweck, sie zurück in die Institution Roms zu führen. Viele evangelikale Gläubige sind schlichtweg zu naiv, um diese Vereinnahmungs-Strategie der katholischen Kirche zu durchschauen und sie sind immer öfter bereit, „mit Rom" zusammenzuarbeiten. Prominente Evangelische gehen dabei oft voran. Wie dieser „Pro-Rom-Kurs“ wirkt, wird am „Ja-und-Nein-Prinzip“ der katholischen Kirche deutlich. So sagt beispielsweise „Rom" „ja" zum Erlö­sungswerk Jesu Christi, aber wiederum „nein" zum biblischen Weg, wie ein Mensch daran teilhaben kann. Sie sagen ja zur Einheit der Christen nach der Heiligen Schrift, aber halten weiter fest am Unfehlbarkeitsdogma des Papstes, beten zu Maria und allen „zu Heiligen erklärten“ Verstorbenen. Sicher werden die Katholiken bald auch zum verstorbenen Papst beten können, wenn er „heiliggesprochen“ worden ist.  Dieses „Ja-und-Nein-Prinzip“ ist eine gezielte Vernebelungsstrategie im gesamten Katholizismus. Von daher dürften sich Evangelikale nicht vom gelegentlichen „Ja" Roms blenden lassen und meinen, man könne doch mit „Rom" punktuell zusammenarbeiten. Die Bibel sagt deutlich NEIN zu diesem „katholischen Prinzip“. Eine Mischung aus Philosophie, Heidentum, Okkultismus, Totengeisterverehrung, „Meßopfer für Verstorbene, um sie aus dem Fegefeuer doch noch in den Himmel zu retten“, all das und noch viel mehr, kann nicht mit der Wahrheit des Evangeliums harmonieren! - Die Taktik der Kath. Kirche ist für biblisch feste und wache Christen leicht durchschaubar; nämlich, den Gegner nicht zu vernichten, sondern ihn zu lähmen, um ihn dann irgendwo in das große weltumspannende System der römischen Kirche einzugliedern. - Was wir heute brauchen, um solchen Versuchungen siegreich zu widerstehen, ist ein in der Heiligen Schrift gegründetes und in ihr lebendes Christsein. Nur so bleiben wir fest am Herrn in dieser letzten Endzeit!  Auch müssen wir lernen und lehren, was wirklich in der Bibel steht, und für die Autorität der Bibel eintreten gegen allen „modern“ daherkommenden geistlichen Relativismus.  Das viermalige „Allein" der Reformation garantiert die Unversehrtheit des Evangeliums-Glaubens. Dieses "Allein" lehnt es ab, den Glauben mit heidnischen Dingen zu vermischen, denn der echt evangelische (evangelikale) Glaube kann nur in der Wahrheit des Wortes verankert sein:

Allein aus Gnade werden wir selig - Allein durch Christus sind wir gerettet - Allein der Glaube an Christus macht uns vor Gott gerecht - Allein die von Gott inspirierte Heilige Schrift ist Quelle und Maßstab  für Glauben und Leben des Christen!  Die Heilige Schrift bleibt also unser genereller Maßstab, wenn wir eine Sache beurteilen!!!  Dabei lassen wir uns nicht „von Lieblingsstellen“ leiten, sondern sehen die ganze Schrift im Zusammenhang. R.S.  Mai´05 Info