Im Monat Juli 2011 hat der deutsche Bundestag über die PID diskutiert und schließlich darüber abgestimmt. Es handelt sich um die so genannte „Zulässigkeit der künstlichen Zeugung außerhalb des Mutterleibes und der Aussortierung von angeblich erbkranken Kindern“, die dann nicht in den Mutterleib eingepflanzt werden, sondern als Embryos vernichtet werden. Die Abgeordneten stimmten der Zulässigkeit einer solchen Aussortierung mehrheitlich zu, mit der Begründung, „daß man Eltern nicht zumuten könne, Kinder mit Erbkrankheiten zu bekommen“. Damit hat sich der Bundestag wiederum an Gottes Stelle gesetzt und über Tod und Leben von Menschen entschieden, wie schon bei der Abtreibung 1994 mit verheerenden Folgen. So entspricht die jährliche Abtreibungszahl fast genau der Zahl von Menschen, die wir brauchten, um die deutsche Bevölkerungszahl zu halten. - O Herr schenke Buße unserem Volk!

Ein anderes Thema war die so genannte „Organspende“, die man nicht sofort von der Bibel her beantworten kann, weil sie sich vor Zeiten einfach nicht stellte. Jetzt kann man aber das Leben eines Menschen auch im Fall des Ausfalls eines oder mehrerer Organe künstlich mit den Organen eines anderen Menschen verlängern. - Das schafft Perspektiven für unterschiedliche Möglichkeiten. Ein verunglückter Mensch, kann sehr schnell „für tot erklärt“ werden, um „Ersatzteile“ zu gewinnen. – Ein „Todeskandidat“, bei dem ein lebenswichtiges Organ ausfallen wird oder schon streikt (z.B. Dialysepatient), kann weiterleben mit dem „Ersatzteil“ eines anderen, wenn auch unter Risiken. Oder ein Mensch gibt bewusst z.B. eine Niere hin, um einen anderen noch zu erhalten – siehe SPD-Walter Steinmeier. - Aber auch ein krimineller „Organhandel“ (siehe Banden in der dritten Welt) kann so aufgebaut werden, der sich mit Gewalt „Ersatzteile“ beschafft usw.! Natürlich ist es „ehrenvoll“ etwas von sich herzugeben, damit andere Menschen weiter leben können (wenn auch mit vielen Nebenwirkungen und Einschränkungen – siehe Immunproblematik). Nach Gottes Wort aber ist der Mensch, „Gott zum Bilde geschaffen“(1.Mo.1,27) und nach dem AT und NT gehört der Mensch, auch mit seinem Körper Gott!  Sein Körper ist nur beschränkt seiner Verfügungsgewalt unterstellt (1.Kor.3,16-23).  Wenn wir das bedenken, so spüren wir schon, daß Organtransplantation auch etwas mit menschlicher Hybris zu haben kann. Leben und Tod eines Menschen gehören ganz in den Bereich von Gottes Verfügung.  Wann der Tod (auch der klinische) eingetreten ist, weiß Gott allein! Sonst sind menschlichen Manipulationen Tor und Tür geöffnet! Ein Grenzfall, der nicht pauschal  beurteilt werden kann, ist ein Fall, wie bei W. Steinmeier, ohne dessen eine Niere seine Frau heute nicht leben könnte. Er gab wirklich „selbstlos“ eine gesunde Nieren seiner Frau. Solche Selbstlosigkeit aber müßte wohl jeder erst mit Gott und seinem Gewissen ausmachen.    BfdW - R. So.