Nicht durch Heer oder Kraft  Sacharja 4,6

 

So spricht der HERR der himmlischen Heerscharen:  Um Ehre zu erlangen, hat ER Mich gesandt zu den Nationen, die euch geplündert haben (nämlich Christus), denn wer euch antastet, der tastet Seinen Augapfel an!      Sacharja 2,12

 

Ihr lieben Missionsfreunde!                       

„Israel macht Krieg im Libanon“, so titeln manche Zeitungen im In- und Ausland dieser Tage. Einmal mehr wird der Eindruck erweckt, daß Israel sich wieder als Aggressor aufspielt. Dabei ist es für dieses winzige Land lebenserhaltend, sich gegen seine  übermächtigen Feinde zu wehren. So glauben es jedenfalls alle seine Politiker und Bürger. Noch immer haben sie den Vernichtungswillen der Nazis in Erinnerung, dem Millionen Juden Europas zum Opfer fielen. Und obwohl die Bürger dieses Landes ein buntes Völkergemisch sind und die Wenigsten religiöse Juden, so wissen wir von der Heiligen Schrift her doch, daß sie als Gottes Volk zu sehen sind, mit dem ER noch Großes vor hat. Israel ist und bleibt der Zeiger an „der Uhr“ von Gottes Heilsgeschichte mit der ganzen Menschheit. So hat es einmal ein Bibellehrer treffend formuliert. 

- Nun aber hören wir, wie die Bürger Israels um ihre Existenz fürchten. Ebenso geht es den Bewohnern des Libanon; denn ihr Land ist zum Kriegsschauplatz gemacht worden. Eine von Syrien und Iran gesteuerte und ausgestattete Islamisten-Armee Namens „Hisbollah“ hat sich die Vernichtung des Judenstaates nicht nur vorgenommen, sondern sie beginnt auch damit. Von Libanon aus feuert sie Tausende von Raketen nach Israel und liefert sich mit den nun vorrückenden Truppen Israels erbitterte Schlachten.

- Szenenwechsel: Irgendwo auf einem Flugplatz in Israel sitzen Kinder vor einer Menge Bomben, die gleich von Kampfjets auf „Hisbollah-Hochburgen“ geflogen werden, und schreiben zuvor „Bombengrüße“ an ihre Todfeinde darauf. - Irgendwo im Süden Libanons oder in Beirut am Hauptquartier der Hisbollah werden sie einschlagen und vielleicht auch ein paar Zivilisten mit treffen, da die Hisbollah immer inmitten der Bevölkerung ihre Aktionen durchführt. – Letzter Szenenwechsel: Irgendwo auf einer vierspurigen Straße in Haifa (Nord-Israel) Anfang August; Sirenen heulen, sofort kommt der gesamte Verkehr zum Stehen, Menschen springen aus ihren Autos, ein Mann reißt sein Kind eilig aus dem Autokindersitz und rennt mit ihm zum nächsten Haus; eine alte Frau hinkt mühsam hinterher. 60 Sekunden bleiben vom Alarm bis zum Einschlag der Raketen, die von der Hisbollah eben aus Südlibanon abgefeuert wurden. Schlagartig wird das Alltagsleben unterbrochen und Angst kommt bei den Menschen der sonst so friedlichen Großstadt auf. Es sei Haifa oder Beirut, die Menschen leiden auf die selbe Weise in diesem Krieg. - Was für ein neuer großer Haß entsteht da wieder zwischen Arabern und Juden! Und doch, sie haben gemeinsame Stammväter und berufen sich auf Abraham, den Vater des Glaubens.

- Die Araber und alle moslemischen Staaten empfinden den von der UNO 1948 als Heimstätte der Juden nach dem furchtbaren Holocaust installierten Juden-Staat als Fremdkörper, „der ihnen Land raubte“, was Jahrhunderte lang „islamischer Besitz“ war. – Und die Bürger Israels sehen in ihrem Staat, die von Gott ihnen allein auf ewig zugesagte Heimstätte, welche sie nun endlich nach fast 1900 Jahren der Vertreibung und Diaspora wieder aufbauen dürfen (1.Mo.13,15). Und in der Tat, sie haben dieses Land auch mit großem Fleiß und Geschick wieder zu einer Oase im Orient ausgebaut. - Wer will es ihnen verdenken, daß sie dieses nun mit allen Mitteln verteidigen und notfalls auch mit Soldaten in den Libanon einrücken, um ihre Feinde zu verfolgen? Denn täglich werden von dort aus Hunderte von Raketen wahllos nach Israel gefeuert; treffen Männer, Frauen, Kinder und zerstören den friedlichen Aufbau. - Die „Hisbollah“ und alle moslemischen Feinde Israels berufen sich in ihrem Tun auf den Islam, der ihnen im Koran zusagt, daß alles Land, worauf sie ihre Füße gesetzt haben, und schließlich die ganze Welt, ihnen von Allah zugedacht ist. Und dieses wollen sie erobern und nicht aufgeben. Ja, sie haben sich vorgenommen, den Staat Israel zu vernichten.

- Zwischen diesen beiden „Mühlsteinen“ von absoluten Ansprüchen ist mittlerweile jede noch so kluge Diplomatie „zerrieben“ worden. Und obwohl der Konflikt die ganze Weltgemeinschaft betrifft, weiß eigentlich mittlerweile keiner mehr so recht, wie eine Lösung aussehen könnte. - Halt! Einer hat die Lösung; doch der wird immer noch von allen Konfliktparteien abgelehnt. Und das ist GOTT selbst, der mit Jesus, Seinem Friedefürsten, diesen Konflikt schon längst gelöst hat; vornehmlich bei denen, die mit Jesus Frieden gemacht haben! Diese segnen heute Juden und Araber, vergeben beiden und bezeugen Jesus ihnen als den Friedefürsten (Jesaja 9,5), in dem allein die Versöhnung für alle Sünden ist. Sie wissen, daß den Friedfertigen und Sanftmütigen einmal die Erde gehören wird (Matth.5) und daß der Herr Jesus in Jerusalem Seine Füße auf den Ölberg setzen wird, wenn ER Sein 1000-jähriges Friedensreich aufrichtet (Offb.20,4). „Und seine Füße werden an jenem Tage auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem gegen Morgen liegt.“ So sagt es schon Sacharja 14,4 ebenfalls voraus. - Was für eine tröstliche Aussicht im Blick auf die sonst ganz und gar trostlose Perspektive! - Solange die Völker sich aber noch dem Evangelium weiter versperren, verheißt die biblische  Voraussage viel Leid und Not.

- Natürlich kann sich Israel auf die ewig gültigen Zusagen Gottes berufen, aber mit bloßer eigener Kraft werden sie keinen Frieden schaffen können. Auch das Völkerrecht wird ihnen dabei nichts nützen. - Andererseits kann man auch die berechtigten Ansprüche der Palästinenser verstehen, weil das allgemeine Völkerrecht auch ihnen Land zugesteht. - Doch Gott selbst ist es, dem die Erde gehört, und Er hat einem jeden Volk das Land und die Grenzen zugeordnet; aber Israel eben ganz besonders! - So wird es nach der biblischen Prophetie Streit und Krieg um dieses Land geben, bis der Herr wiederkommt. Geistlich gesehen, ist dieses bis dahin ein Kampf zwischen Licht und Finsternis; denn der alte Widersacher Gottes, Satan, weiß natürlich auch, daß der HERR dieses Stück Land als das Seine erwählt hat und daß Er in Jerusalem Sein Friedensreich aufrichten will. Deshalb tobt um eben dieses bis heute wirtschaftlich und militärisch eigentlich völlig uninteressante Land ein so erbitterter Krieg. - Die meisten Menschen, besonders wenn sie keine wiedergeborenen Christen sind, können das alles gar nicht verstehen und stellen sich eher gegen Israel, selbst in der westlichen Welt. Denn man betrachtet diesen Konflikt allein nach seinem eigenen wirtschaftlichen Vor– oder Nachteil. Man merkt ja, wie der Öl- und Benzinpreis hoch geht. Dadurch verteuert sich auch alles andere drastisch. Außerdem hat man sowieso kein Verständnis für Israels Anspruch „auf das Heilige Land“ nach Gottes Zusagen. Und so kann man heute erstaunt beobachten, wie die Judenfeindlichkeit selbst in den Nachrichten-Sendungen des sonst so seriösen „Deutschlandfunks“ sich niederschlägt, die meist mit den Meldungen über Bombenabwürfe der Israelis beginnen und die 200 Raketen der „Hisbollah“ pro Tag auf Israel entweder gar nicht erwähnen, oder nur als „Reaktion auf Bomben“ darstellen. Dabei sind Ursache und Wirkung genau umgekehrt! Leider ist so auch dieser Krieg, wie alle anderen 5 Kriege zuvor, Israel wieder aufgezwungen worden. Denn dieses Volk ist kriegsmüde und will mit seinen Feinden längst Frieden machen. - Was hat das alles nun aber mit uns Christen zu tun, und womit können wir helfen? Nun, Israel wird von Gott in der Heiligen Schrift zweimal als „Augapfel Gottes“ bezeichnet; in 5.Mo.32,10 und in Sach.2,12. Das deutsche Volk hat sich in seiner Geschichte oft, und ganz besonders im dritten Reich, am „Augapfel Gottes“ schuldig gemacht. So mußte es in der jüngsten Geschichte auch ganz besonders bezahlen: 20 Mio. Tote, ein völlig zerstörtes Land und 40 Jahre staatliche Spaltung. Das haben wir Deutschen noch immer nicht ganz überwunden. Auch wenn das Land Israel heute noch immer ein weltlicher Staat ist und Gläubige eine absolute Minderheit sind, so steht Gott dennoch zu Seinen Zusagen und Verheißungen   über Israel. - ER wird sich Seines Volkes erbarmen und sie dort versammeln; und ER hat damit schon lange angefangen. Wir dürfen auch nicht vergessen, daß der Herr Jesus mit 144-tausend aus diesem Volk, mit Gottes und Seinem Namen versiegelt, wieder kommen wird, wenn ER  Sein Friedensreich errichtet (Offb.7,4 und 14,1ff)!  Auch Jerusalem wird so noch eine sehr große Rolle in Seinem Friedensreich spielen! Bis dahin wird es ein umkämpfter Ort sein, an dem viele sich blutig reißen werden - ein Laststein für die Völker (Sach. 12,3).  Der Teufel weiß sehr wohl, welche Rolle Israel von Gott zugedacht ist, und deshalb hetzt er die Völker auf dieses winzige Stück Erde, das man sonst getrost vergessen könnte. - Ist es doch das Stück Land, in dem „das Heil der Welt“ einst geboren wurde; es ist das Land in dem der Heiland einst unterwegs war und am Kreuz vollendet wurde. Auch wird Jerusalem der Ort sein, wo Jesus vom Himmel her herrlich wieder kommt, und von wo aus ER den Satan für Tausend Jahre binden wird. Und nicht zuletzt werden alle Völker dorthin kommen und den Herrn anbeten im tausendjährigen Friedensreich des Messias (Sach.14,16)! So gesehen, kann es also für uns Christen nur heißen, intensiv für Israel zu beten, ihnen beizustehen und auch alle seine Feinde zu segnen, wie es Jesus den Seinen geboten hat (Matth. 5,44)!!!  Und obwohl Israel, „dem älteren Bruder“ (so Paulus) noch immer eine geistliche Decke vor den Augen der Erkenntnis hängt, dürfen wir ihm, auch mit seinen Feinden, Jesus Christus als den Friedefürsten bezeugen, bis endlich auch „die Vollzahl aus den Juden“ und Heiden bereitsteht, daß ER mit den 144-tausend aus Seinem Volk in Herrlichkeit kommen kann und dieses ganze Elend der Kriege um Jerusalem endlich sein Ende in Jesu Frieden findet. Gott segne Israel und auch alle seine Feinde; ER selbst zeige ihnen Jesus, ihren Heiland!    Amen!   Euer R. Sorger, Missionsleiter