„ICH will Mein Gesetz in ihr Herz geben und es in ihren Sinn schreiben…“   Jeremia 31,33                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                

 

Ihr lieben Missionsfreunde!                                                                                                                  BfdW Juni 2006

Dieses Wunder ist das größte auf der Erde: Nicht die politischen Verhältnisse umwälzen, sondern die Herzen der Menschen völlig erneuern! – 580 Jahre vor Christi Geburt gab Gott diese Verheißung den Juden. Nach Jesu Auferstehung (etwa 33 n.Chr.) wurde die Verheißung wahr. Die Erfüllung für die Juden steht noch aus! – So werden wohltuende neue Beziehungen zwischen Gott und Menschen. So gibt es auch Versöhnung unter Menschen, die sich sonst nur haßten. Dieser Neue Bund schafft Friede, Gerechtigkeit und Wohlergehen auf dieser Erde! Danach sehnt sich ja im Herzensgrund jeder Mensch. Aber dieses veranlaßt andererseits Menschen auch immer wieder neu, außerhalb des „Neuen Bundes“ in eigener Kraft „die Dinge zum Besseren“ zu verändern. - Jedoch schon nach kurzer Zeit sind die Verhältnisse wieder die alten. Die einstigen „Weltverbesserer“ von gestern werden in Kürze wieder zu den gleichen Egoisten, die sie gerade aus der Macht verdrängt hatten. Alle menschlichen Revolutionen haben dieses bisher gezeigt. - Es liegt nicht am Wollen, sondern am Vollbringen! Auch alle Systeme, die eine Herzensänderung „durch Umerziehung des Menschen“ hervorbringen wollten, sind damit gründlich gescheitert. - In Afrika setzte man lange große Hoffnung auf die „Entkolonialisierung“, denn man meinte, die Afrikaner wären von Natur aus gut und würden ihre Naturreichtümer besser verwalten als die Kolonialherren. Doch bald mußten die Afrikaner erleben, daß die neuen „Herren der Revolution“ alle ihre Ideale und das Volk vergaßen, und nur auf die Mehrung ihres Besitzstands bedacht waren. - Allein Gott selbst vermag das Wunder im Menschenherz zu vollbringen! - Das hat man sogar in der Führung des Staates Elfenbeinküste erkannt, und darum wird nun mit oberster Genehmigung unter Soldaten und Polizisten des westafrikanischen Bürgerkriegslandes das Evangelium gepredigt. Ist das nicht wunderbar? - Wenn wir die Verhältnisse in unserem Land und in der Welt betrachten, dann müssen wir immer bedenken, ohne eine Erneuerung der Herzen durch Gott werden die Dinge im Kleinen, wie im Großen, nicht anders werden!  Im Gegenteil; „die Ungerechtigkeit wird überhandnehmen“ (Matth.24,12). - Verzagtheit will sich angesichts so mancher Realität auch bei uns breit machen. Denn sogar in Kirchen und Gemeinden greift die Ungerechtigkeit um sich. - Im Kontext unseres obigen Bibelwortes stellen wir  jedoch fest, Jeremia schreibt diese Worte in einer trostlosen Zeit! - Jerusalem und Umgebung sind völlig zerstört, der Rest Israels in Gefangenschaft als eines von vielen Sklavenvölkern im babylonischen Großreich, mit der trostlosen Perspektive, vielleicht einmal nach 70 Jahren die alte Heimat wieder sehen zu können. Nur die Jüngsten und Vitalsten konnten sich da Hoffnungen machen, irgendwann wieder das liebliche Land am Jordan zu sehen. In dieser Lage ruft Gott nun das Wort „vom Neuen Bund und den verwandelten Herzen“ aus! ER selbst will mit Seinem Volk und darüber hinaus mit allen Menschen diesen neuen Bund machen (und das ca. 580 Jahre v. Chr.!). - Auch wir Gläubigen heute fühlen uns oftmals hier „im Herzen Europas“, - also in Deutschland,    Österreich und der Schweiz, „wie Israel im fremden Land“. Wenn wir sehen, wie sich die Gottlosigkeit breit macht und wie „die christlichen Werte“ mit Füßen getreten werden, obwohl manche Politiker gemäß dem augenblicklichen Zeitgeist wieder ´mal „von unseren Werten“ sprechen, dann fragt man sich, wo wohnen wir eigentlich?! Leider meinen die Wenigsten wirklich biblische Werte, sondern vielmehr die Werte eines „freimaurerischen Liberalismus“, der alles verträgt, außer Gottes Maßstäbe. - „Israel in Babylon“, das ist oft auch unsere Gemütslage. Selbst hier, in dem kleinen Sulz am Neckar, läßt man eine Moschee bauen, in der laut der Koran verlesen wird, trotz allem, was täglich in treuer Übertragung der Koranworte an Mord und Totschlag passiert. - Auch fragt man sich zunehmend, wie harte Rockmusik und „Großer Fußball“ sich in der Gemeinde der Gläubigen mit dem Heiligen Geist vertragen? Das alles gehört in Wahrheit eben zu dem, was die Bibel als „Götzendienst und Abgötterei“ bezeichnet. „Stellt euch nicht der Welt gleich….“ sagt Paulus.  In Röm.12,1f sehr deutlich! - Und nach dem sogenannten neuen deutschen „Antidiskriminierungsgesetz“ wird man bald nicht mehr laut sagen und schreiben dürfen, „daß Homosexualität in Gottes Augen ein Greuel ist“, ohne dafür in Deutschland strafrechtlich verfolgt zu werden, weil man damit angeblich „eine Minderheit diskriminiert.“ Der sogenannte „Minderheitenschutz“ wird dann dazu führen, daß wir Christen in Deutschland nicht mehr frei Gottes Meinung äußern dürfen! - Usw. usw.! Wohnen wir wirklich schon da, wo der Satan seine Herrschaft errichtet hat nach Offb.2,13?! - Und doch ruft uns der HERR auch in dieser Situation Sein Verheißungswort zu: „Ich will Mein Gesetz in ihr Herz geben und es in ihren Sinn schreiben und will ihr Gott sein, und sie sollen Mein Volk sein“(Jeremia 31,33)! - Wir aber wissen und erfahren es, geben es auch weiter, wie der HERR seit Golgatha Seinen Neuen Bund realisiert hat! - Die Jünger waren eben nicht nur die Ersten, die den auferstandenen JESUS wieder sahen; sie waren auch die Ersten, mit denen der Gott des Himmels und der Erde Sein Wort vom neuen Herzen und der neuen Gesinnung des Neuen Bundes realisierte! ER machte aus ängstlichen und kraftlosen Menschen, mutige Jünger, die in nur einer Generation das Evangelium vom Neuen Bund ohne alle „Massenmedien“ zu allen Völkern rund um das Mittelmeer brachten, mit vollmächtigem Wort und in überzeugender Tat! - Wenn heute z.B. unter Christen gestritten wird, ob überhaupt und wenn ja, welche Geistesgaben noch heute zur „Dienstausrüstung“ gehören oder nicht, dann ist das eigentlich nur Ausdruck eines reduzierten „Bonsai-Glaubens“ und zeigt, wie sehr wir uns vom klaren Wort der Heiligen Schrift entfernt haben. Denn das untrüglichste Zeichen des Neuen Bundes ist und bleibt doch eben das; sie haben ein neues Herz und einen erneuerten Sinn bekommen! - Das alte „Ich-Leben“ hat aufgehört, weil Gott wegen Jesu Opfer einen Neuen Bund machte, den ER durch den Heiligen Geist im Gläubigen besiegelt. Was Seine Kinder an Gaben dazu bekommen oder nicht, das bestimmt immer noch ER selbst nach Seinem Wort in aller Deutlichkeit. Wer sind wir, daß wir davon etwas aufheben wollten bis zu Seinem Kommen in Herrlichkeit (siehe Offb.22,19)!?! Wir wollen jedenfalls nichts vom Wort des Herrn wegstreichen, sondern es vielmehr in Treue erfüllen! - Im Neuen Bund gilt nun auch tatsächlich nicht mehr Jude oder Nichtjude, Schwarzer oder Weißer, Araber oder Europäer. Da gilt: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur“ (2.Kor.5,17; Gal.6,15)! Natürlich ist der Christ in diesem Neuen Bund noch nicht sofort sündlos. Aber der Gläubige will mit seiner neuen Gesinnung nicht mehr so leben und handeln, wie er es zuvor tat. Gott gefallen und Jesus nacheifern, das ist fortan seine neue Gesinnung und sein Bestreben, wenn er wirklich wiedergeboren ist (Johannes 14,21.24)! - Ist das auch schon bei Dir so, lieber Leser?! „Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch Erneuerung eurer Sinne“(Röm.12,2), sagt Paulus unzweideutig in bezug auf das Leben im Neuen Bund. Das ist für Menschen, die im Heiligen Geist leben, keine weltfremde Aufforderung des Apostels, sondern eine selbstverständliche Konsequenz des neuen Lebens mit Jesus! Unter dieser Voraussetzung erkennt man auch klar und deutlich, daß unsere Einlassung auf diese Welt nicht so weit gehen darf, wie es in manchen Gemeinden heute getrieben wird. – Wüste „Rockorgien“ mit harten Metall-Klängen und auf der Erde liegenden Musikern, die pseudochristliche Texte ins Mikrophon schreien oder die Übertragung der Fußballweltmeisterschaft in Gemeinderäume mit angeblich „christlicher Gesprächsmöglichkeit“; all das paßt einfach nicht zum Neuen Bund. - Wer das nicht glauben will, der muß nur einmal in so eine Großveranstaltung gehen und sich die tobende aufgewühlte Menschenmasse ansehen. Schnell wird er dann erkennen, daß dort das stille Reden des Heiligen Geistes zu jedem Einzelnen nicht möglich ist, sondern nur vulgäre Aufgewühltheit der Gemüter regiert. - Es bleibt dabei; der Neue Bund beginnt immer erst mit Buße zur Vergebung der Sünden. Das muß zuerst gepredigt werden(Luk.24,47)! Erst dann kann Gott Seinen Friedensbund mit jedem einzelnen Menschen machen!  Anpassung an die Welt führt nie zu wirklich erneuerten Menschen. Wir sollen eben „nicht die süße Marmelade unseres Landes sein, sondern das Salz der Erde“; so sagte es der Ev. Bischof Dr. W. Krusche 1978. - Was für ein Vorrecht! - Wir dürfen schon heute im Neuen Bund leben, ein erneuertes Herz haben und nach göttlichem Sinn empfinden, was gut und heilsam ist! Wir dürfen heute schon gewiß sein, als Bürger des Himmelreiches und in der Kraft des Heiligen Geistes Jesus nachfolgen! - Welch‘ ein gewaltiger Unterschied ist das, zu einem Leben mit ängstlicher Ungewißheit, wie sie so viele religiöse Menschen haben, die zwar nach Glaubensgewißheit suchen, sie aber ohne Jesus nicht finden! Für uns ist es immer wieder eine riesige Freude, wenn wir anderen Menschen den Weg zu Jesus und Seinem Evangelium weisen dürfen; wie die Heiligen Schrift vorgibt! „Himmel und Erde werden vergehen“, sagt ER selbst, „aber Meine Worte vergehen nicht!“(Mt.24,35) - Der HERR Jesus segne Euch!  Euer Pastor R. Sorger, BfdW