Ihr lieben Freunde!  

- Alle Besucher der Insel Mainau im Bodensee laufen an einer bronzenen Kreuzigungsdarstellung vorbei und werden, wenn sie hinschauen, an Golgatha erinnert. Irgendwie muß dabei jeder innerlich Stellung beziehen, auch wenn er nur als Tourist die schönen Pflanzen und Bäume auf der Insel anschauen will. Am Kreuz kommt gewissermaßen keiner vorbei - entweder es kommt zum „Nachdenken“ oder zum „Verachten“. Entweder wird es zum Zeichen der persönlichen Rettung, oder zum eigenen Gerichtszeichen. 

Anders machen es heute manche Kirchen, Gemeinden oder gar Missionen, die sich „des Kreuzes wohl ein wenig schämen.“  Blumig wird gesagt, daß man dem modernen Menschen in der heutigen „Spaßgesellschaft“ doch nicht mehr „so direkt mit dem Kreuz kommen könne. Man müsse ihn dort abholen, wo er gerade steht“. - Das klingt einleuchtend. Aber der Beweis fehlt noch immer, daß mit gefälligen Shows, Songs, einer „gestylten und frisierten Botschaft“ Menschen aus Unglauben und Gottesferne gerettet werden. Oder eine Tasse Cappuccino „zum Plaudern über Gott und die Welt“; wie unlängst sogar eine Traktat-Mission“ es versuchte, um so das Evangelium quasi „durch die Kaffeeblume“ anstatt durch die Konfrontation mit dem Kreuz Jesu zu vermitteln. Die Brüder und Glaubensschwestern versuchten es mit einer „evangelistischen Karte“; mit einem flotten Spruch versehen, zusammen mit einem Tütchen Cappuccino. - „So viel Zeit muß sein“ steht auf dem Hochglanzdeckel und so lädt der Schreiber „zur Kaffeepause mit Gott und Jesus“ ein. - Kein Wort vom Kreuz, von der Sünde, die den Heiland dorthin brachte und Gottes großer Liebe zu den verlorenen Menschen! - Ihr Lieben Freunde, ja, die „Spaß- und Konsumgesellschaft“ hat nun auch die Gläubigen und sogar die Missionswerke erreicht: „Ein Augenblick Entspannung bei leckerem Cappuccino - eine Oase in der Wüste….“ (wörtlich zitiert)! - Ist das wirklich die gute Botschaft, die heute noch Menschen retten kann, aus Gottesferne und Verlorenheit?!  - Natürlich wird niemand von diesen Missionsbrüdern „die Botschaft vom Kreuz“ infrage stellen wollen, wenn man sie darauf anspricht. Aber hier ist eine gefährliche Veränderung im Gang, der wir uns unbedingt entziehen müssen, wenn wir nicht über kurz oder lang „vom Zeitgeist ganz umgepolt“ werden sollen. Ein „Wohlfühl-Christentum“, das „hektik- und stressfrei sich bei einer Tasse Kaffee bei Gott ausruhen kann“ (so wörtlich zitiert!), das kann doch wohl nicht die Hinführung zum rettenden Kreuz Jesu sein!? - Dies ist viel mehr die Vorrede „zu einem ganz anderen Evangelium“, das Paulus nie verkündigt hat.

- Es fällt schon geraume Zeit auf, wie es in dem christlichen „Medien- und Blätterwald“ merkwürdig „humanistisch säuselt“. - „Das altraue Kreuz“ soll schon lange abgehobelt, poliert und für den Zeitgeist „aufgemöbelt“ werden. Man möchte als Christ doch nicht immer anecken und „altmodisch“, oder schlimmer noch, „fundamentalistisch“ wirken! Und ganz in diesem Sinn erklärte auch kürzlich unser Bundespräsident bei einem Treffen mit einigen liberalen „Kirchenoberen“: „...die Welt sei schon gerettet, wir Christen sollten uns ruhig etwas entspannen!“ - Wer allerdings seiner Bibel mehr glaubt, als einem angeblich „bibelfesten“ Bundespräsidenten, der wird sich da kein X für ein U vormachen lassen. Denn dieser angeblich so  „bibelfeste“ Bundespräsident verweigerte vor wenigen Jahren auch nicht seine Unterschrift für ein Gesetz, das die Tötung von ungeborenen Kindern im Mutterleib in Deutschland legalisierte. Das Wort vom Kreuz steht felsenfest in unserer Bibel. Und es ist eben für alle, die verloren gehen, ein Ärgernis, ein Anstoß, eine Torheit, welches sie gerne umgehen, abschwächen und uminterpretieren wollen, wenn sie religiös sind. „Uns aber, die wir selig - gerettet - werden, ist es eine Gotteskraft, die da rettet, alle welche daran glauben“ (1.Kor.1,18).  Paulus erinnerte schon die Korinther Christen daran, daß nicht viele „Weltweise, Reiche und Vornehme“ sich vom Kreuz Jesu ansprechen lassen, sondern die Einfältigen, die Geringen, die Verachteten, die ließen sich retten. Und er selbst achtete seine ganze Bildung, seine Herkunft und seine menschlichen Fähigkeiten für Kot, gegenüber der wunderbaren Erkenntnis des Kreuzesgeschehens. Versuchen wir nur nicht die Weisheit Gottes klein zu reden und die „Marketingstrategien der heutigen Zeitgeistapostel“ zu übernehmen, um die heutige Menschheit anders erreichen zu wollen, als früher!

- Nicht fromme Rockmusik, nicht ein “fetziger“ Gottesdienst mit Pantomime, nicht eine neue poppige Bibelübersetzung bringt dem Menschen heute die Seligkeit und Rettung näher, sondern allein die persönliche Annahme des Kreuzesgeschehens: „Dort hing der Gottessohn für mich und meine Sünden, damit ich Vergebung und ein Ewiges Leben haben kann!“ 

Diese Botschaft läßt sich nicht mit Blümchen oder Cappuccino servieren. Sie ist rau und kantig, blutig und verletzend, wie die derzeit schrecklichen Bilder aus der Welt, von zerfetzten Bussen und weinenden Menschen! Wehe denen, die es ihren Mitmenschen mit dem Kreuz „etwas angenehmerer“ machen wollen! Sie verkündigen gewollt oder ungewollt „ein anderes Evangelium“(2.Kor.11,4). Wir Christen können eben keine „so richtig nette und peppige“ Zeitgenossen sein, wie gerade „der ausgeflippte Typ von nebenan“, der mit schrägem bunt gefärbtem Haarschnitt gestern gegen 4 Uhr aus der Disko kam und es heute auch mal bei einem christlichen Rockkonzert oder Jugendgottesdienst „ganz gemütlich“ findet, weil da nichts von seiner Sünde und dem unbequemen Weg zum Kreuz gesagt wurde. Die psychologisch-christlichen „Wellness-Prediger“ werden wirklich niemanden für den Himmel retten können, sondern nur die Leute „auf dem breiten und bequemen Weg“ in ein totes und kurzlebiges „Gefühls-Christentum“ führen. Wir haben uns nicht für die tatsächlich anstößige „Botschaft vom Kreuz“ zu entschuldigen und schon gar nicht zu schämen!! - Wir können, dürfen und sollen den Menschen keine „goldenen Brücken“ zu Gott bauen! Jesus ist der einzige Weg und die Wahrheit und das Leben allein! - Und dieses Jesusleben endete wegen uns Sündern am Kreuz, blieb drei Tage im Grab verborgen und wurde vom himmlischen Vater neu auferweckt. Nur deshalb gibt es heute noch Menschen, die „das Neue Leben“ vom Kreuz her empfingen und dieses lebendige Wort vom Kreuz weitergeben können! Das Kreuz zu verschweigen, es zu verzieren oder zu verändern, hieße, den Rettungsweg Gottes verbessern zu wollen. Das ist jedoch nicht nur ein zum Scheitern verurteilter törichter Versuch, sondern auch eine Beleidigung Gottes. - Manche Christen und ganze Gemeinden werben für den Glauben in verkürzter Form mit Worten wie diesen: „Komm zu Jesus und laß‘ Dich mit dem Heiligen Geist erfüllen, und sodann wird Dein Leben einfach und ganz neu!“ - Das Ärgernis der Kreuzesbotschaft mit der von Gott geforderten tiefen Buße (Umkehr vom alten Sündenweg) des Menschen fällt zugunsten einer „Erneuerungs- und Wohlfühlbotschaft“ aus. Dieser Versuchung trat schon Paulus mit den folgenden Worten in 1.Kor. 2,2ff entgegen: „Denn ich hatte mir vorgenommen, unter euch nichts anderes zu wissen, als nur Jesus Christus, und zwar als Gekreuzigten. .....auf daß euer Glaube bestehe nicht auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft!“ 

- Hier liegt die Ursache für so vielen oberflächlichen Glauben in unserer Zeit und „ein lauwarmes Christentum“! Sehr viele waren nie „unterm Kreuz“ mit ihrem Sündenleben; haben nie über ihre Schuld geweint und haben nie die Freude der Vergebung und Erfüllung mit dem Heiligen Geist erlebt. - Mit Schlagworten, wie „Komm zu Jesus“ oder „Power-Evangelisation“ unter dem Gedröhne lauter „christlicher Rockmusik“, zusammen mit einem gewissen Gruppendruck sind sie überredet worden, „nach vorn zu gehen“ oder haben „Jesus angenommen“. - Aber Golgatha muß für jeden Christen ein besonderes persönliches „Erlebnis“ sein! Jesus hing dort sechs Stunden angenagelt, um sich für dich zu verbluten! Er keuchte unter unsäglichem Leiden Sein heiliges Leben aus, damit du nicht ewig in der Hölle leiden mußt! So hart sind die geistlichen Fakten. Ohne diese Tatsache passiert keine „Geburt von neuem“(Joh.3,7) mit dir. Da hilft auch kein Taufwasser; und wenn es aus dem Jordan kommt! Du muß Jesu hingebendes Opfer am Kreuz als für dich vollbracht annehmen! Dann bekommst du Sein neues Leben, das schon in dieser Zeit beginnt – nur so wirst du eine neue Kreatur mit dem Geist Gottes erfüllt! 

Wenn wir Menschen den Weg zu Gott „vergolden“ wollen, dann dürfen wir das allenfalls mit einem „Goldenen Wort aus der Bibel“ tun! - Dieses ist Gottes unverblümte Wahrheit; über unsere Sünde, Sein Gericht und Seine Errettung am Kreuz von Golgatha im Jahr 33 n.Chr.!

- Eine 73-jährige Frau schrieb uns kürzlich ganz begeistert, „daß sie ihr Leben jetzt Jesus übergeben habe.“ Auf die Postkarte klebte sie unseren Gutschein und bemalte in geradezu jugendlicher Begeisterung die übrigen Flächen mit lauter bunten Freudenblumen und Herzen.

- Nun, gegen solche Verzierungen hat der himmlische Vater gewiß nichts einzuwenden, denn sie kommen aus einem neugeborenen Herzen. - Denn im Himmel Gottes ist große Freude über einen Sünder der Buße tut (umkehr von seinem Weg ohne Gott)! Hast du das Kreuz Jesu schon so gesehen? Wenn nicht, so kehre heute dorthin zurück und bring deine ganze Sündenlast dorthin! Wenn du es heute tust, dann wirst du ab heute ein neuer Mensch!  Amen

In Jesus verbunden grüßt Euch herzlich    Euer Pastor R. Sorger

Dort auf Golgatha stand

einst ein alt‘ raues Kreuz;

stets ein Sinnbild von Leiden und Weh.

Doch ich liebe das Kreuz,

denn dort hing einst der HERR,

und in IHM ich das Gotteslamm seh‘.

Schätzen werd‘ ich das alt‘raue Kreuz,

bis ich Jesus erblick‘ auf dem Thron.

Ich will halten mich fest an dem Kreuz;

Einst erhalt ich dafür eine Kron‘!