Offene E-Mail an die EKD:  

 

Sehr geehrter Herr Ratsvorsitzender,

wie steht die EKD zum himmelschreienden Unrecht in Deutschland Unrecht? - Schweigt sie weiter "politisch korrekt", oder steht sie nun endlich auf gegen Mord und Totschlag im Mutterleib?

Am 11.11. fand in Wittershausen bei Sulz a. N. ein vom ev. „Männervesper“ veranstalteter Abend mit dem ehemaligen EKD-Bischof Prof. Dr. Huber statt. Das Thema schien verheißungsvoll, denn es lautete: „Wie viel Multikulti braucht oder verträgt unser Land“?!  Sehr wortgewandt und in großen Passagen völlig frei gesprochen, erläuterte das „Mitglied im Deutschen Ethikrat“, der auch die Bundesregierung in ethischen Fragen berät, daß „Multikulti“ und Einwanderung nicht nur eine gute Sache wäre, sondern auch eine notwendige! - Spaßig gab er „einen Ausblick auf den Integrationsbericht des Jahres 2050“ bei dem eine fiktive türkischstämmige deutsche Bundespräsidentin positiv über Integration berichtet; besonders über die deutschstämmigen Mitbürger, „die sich mittlerweile gut in die multikulturelle Mehrheitsgesellschaft integriert haben.“ Deutlich sagte diese auch, daß längst über die Hälfte der in Deutschland lebenden Menschen ausländische Wurzeln haben und „die Deutschen“ inzwischen sehr dankbar sind für die zahlreichen Einwanderer, die ihr Land schön bunt und interessant gemacht haben. Selbstverständlich sei Deutschland nun nur noch ein Teil der „Vereinten Staaten von Europa!“ - Die erstaunten Zuhörer in Wittershausen, die gleich zu 300 anwesend waren, erfuhren so, daß „es der Menschenwürde dem Grundgesetzes und sogar der Bibel entspricht“, wenn in Deutschland Menschen aus jeglichem Grund aufgenommen werden, zumal wir ja ein „demographisches Problem“ hätten: Deutschland habe nicht so sehr eine Überalterung der Bevölkerung, vielmehr fehlen uns die jungen Menschen, die an die Stelle der Alten einmal treten können, so sagte der Redner. - Allein schon deshalb müßten wir ein Einwanderungsland sein! Auch die wenig gebildeten Menschen aus dem Ausland müßten bei uns darum willkommen sein. Sie sollten unser Sozialsystem nicht allein genießen, sondern wir müßten auch in ihre Bildung investieren; sie sollten gefordert und gefördert werden. Das müsse schon im Kleinkindalter beginnen. Deshalb brauche Deutschland mehr Krippen und Kindergärten, damit auch vor allem die Bildung der Migrations-Kinder gesichert sei!

– Kein Wort fiel zur Überfremdung Deutschlands und den damit verbundenen Kulturproblemen, auch kein Wort zu den jährlich über 200.000 abgetriebenen Kindern in Deutschland, die uns seit 1993 ja eben schmerzlich „demographisch fehlen!“  (1993 ist das traurige Jahr „der Freigabe straffreier Abtreibung“ in Deutschland)                            

- Nach diesem Vortrag durften Fragen gestellt werden. Der Unterzeichner stellte als zweiter die Frage; warum denn er als Bischof in seinen 16 Dienstjahren und die Kirchen der EKD im besonderen, bei „der Rede vom demographischen Wandel“ mitmachten und nicht klar sagten, daß uns genau die Zahl der jährlich abgetriebener Kinder seit 17 Jahren fehlen, und warum zu dem himmelschreienden Unrecht von jährlich 120.000 - 200.000 abgetriebener Kinder in Deutschland gerade die EKD schweige?! - Sechs recht nebensächliche andere Fragen beantwortete der ehemalige EKD-Bischof und „Moraltheologe“ zuerst, dann sagte er mit einem Seufzen, daß ihm meine Frage am schwersten falle. Auch er bedauere jede Abtreibung, aber diese hätte es auch schon vor 17 Jahren gegeben und man könne dem Problem nicht allein mit dem Strafrecht begegnen. Vielmehr müsse man in Schwangeren-Beratungsstellen investieren und auch materiell den Frauen helfen, ihr Kind zur Welt zu bringen. - Leider war das die ganze Antwort auf meine Frage, die damit keineswegs beantwortet war! Dann spielte eine Bläsergruppe, nachdem man Bischof Huber „für seinen großartigen Vortrag und die kompetenten Antworten“ gedankt hatte.                                 .                                        

- Wieder einmal stockte mir der Atem, wie hier erneut von einem so sachkundigen „Verantwortungsträger“ über Tod und Leben von Millionen Menschenkindern hinweggeredet wurde, anstatt mit einem öffentlichen Bußruf in Kirche und Gesellschaft zu antworten! - Hatten die kirchlich Verantwortlichen denn nicht auch zur massiven Judenverfolgung und deren Vernichtung im dritten Reich geschwiegen, bis auf wenige mutige Ausnahmen, die ihren Protest mit dem Tode bezahlten, oder im KZ abbüßten?! Haben denn diese hauptamtlichen kirchlichen Verantwortungsträger so gar nichts aus der Geschichte gelernt?! Oder haben sie wegen ihrer liberalistischen Theologie nun gar keine Gottesfurcht mehr?! - Mit einem Stoßgebet verließ ich irritiert den Saal, während der Bischof sich noch locker und fröhlich lachend bei einem Glas Bier und Spezi mit dem örtlichen Dekan unterhielt. Offenbar begann nun „der gemütliche Teil des Abends“.

- Wie wird wohl Christus solche „Hirten“ einmal beurteilen, wenn sie vor IHM stehen müssen?! Wie groß muß doch Seine Geduld sein, daß wir in Europa immer noch nicht gar aus sind (Klagelieder 3,22)?!!!

- O Herr, schenke Buße!!!  Reinhard Sorger, Missionsleiter.     

(keinerlei Reaktion der EKD bis heute –  1. Dez. 2011! )

Kindermord zu Bethlehem anno 01                                                                                                         

und in Deutschland anno 2011 !?!