Ein Wort zur Heilung für unsere Gemeinden

durch Gottes Geist und Wort

Jeremia 23, 16-29 zeigt, wie der HERR vom „Ohrenjucken“ und der „Schwindsucht“ heilen will.

Liebe Geschwister,

welche Verkündigung wünscht sich eigentlich die Gemeinde heute? - Was wünschen wir uns?

Kann eine Verkündigung überhaupt allen Ansprüchen gerecht werden?

Wenn wir das überdenken, dann wird uns schnell klar: Die Erwartungen an eine Verkündigung heute sind sehr vielfältig:

Sie soll die Gemeinde anregen, aber nicht aufregen.

Sie soll die Jugend ansprechen, aber die Alten nicht vernachlässigen.

Sie soll seelsorgerlich, aber nicht zu persönlich sein.

Sie soll missionarisch sein, aber nicht zu viel Gericht bringen.

Sie soll gut formuliert, aber nicht zu hoch gestochen sein.

Sie soll nicht zu lang sein, aber das Wichtigste bringen.

Man könnte noch weitere Punkte ansprechen.

Und während wir hierüber nachdenken, kommt ein ganz anderer Gedanke in unseren Sinn: Ist es wirklich die Aufgabe des Wortes Gottes, für jeden Zuhörer etwas möglichst Angenehmes zu bieten?

Sind wir, z.B. wenn wir Gottesdienst miteinander feiern, nicht zu einem ganz anderen Zweck zusammengekommen? Geht es nicht in erster Linie darum, im Gottesdienst den Namen Gottes und unseres Herrn Jesu Christi zu verherrlichen, ihm unseren Dank und unsere Anbetung zu bringen und in der Betrachtung seines Wortes, Sehnsucht zu bekommen nach der baldigen Entrückung und dem "vereinigt werden mit Ihm"? Keiner von uns ist der Versuchung enthoben, sich selbst durch das Wort Gottes bestätigen zu lassen. Aber wer lässt das Wort gelten, wenn es sich nicht unseren Bedürfnissen anpasst?

Liebe Geschwister - Gottes Wort hat keinen Unterhaltungswert, es hat Ansprüche an uns!

Gottes Wort ist nicht eine Information unter vielen; es ist die wichtigste Information schlechthin – aus der Ewigkeit in die Zeit hineingesprochen! Es ist deshalb nicht zeit- oder bedürfnisgebunden, sondern völlig souverän in Verheißung und Erfüllung.

Ja, es soll nicht verschwiegen werden: Gottes Wort passt in manchem nicht in unsere Vorstellungen und Wünsche hinein, es stört die Pläne und Weltanschauung der Menschen, es widerspricht oft unserem Harmonisierungsbedürfnis, ja manchmal sogar unserer Vorstellung von Frieden.

Was Gottes Geist dem Prophet Jeremia damals seinem Volk und somit auch uns heute zu sagen hat, geht zunächst aus Vers 28 des Textes hervor. Es besteht ein gewaltiger Unterschied zwischen unseren Träumen und der Wahrheit des Wortes Gottes! Viele erkennen das Wort Gottes nicht, sie verkennen es vielmehr. Sie ordnen dem Worte Gottes Ziele zu, die es gar nicht hat!

Gottes Wort ist zwar Trost, aber kein Trostpflaster oder bloß „Rahmen“ bei Geburt, Taufe, Hochzeit und Beerdigung. - Gottes Wort ist Frieden, aber kein „Stillhalteabkommen“ mit faulen Kompromissen (heute oftmals Toleranz genannt). - Gottes Wort spendet Einssein im Geist, aber keine „Einheitskirche“. - Gottes Wort ist Liebe, aber kein Humanismus. - Gottes Wort bietet Vergebung an, aber keine billige Gnade für unbußfertige Sünder. - Gottes Wort hat Prophetie über unsere Zukunft - aber nicht bloße Vermutungen, dass es so oder auch anders kommen könnte.

Merken wir, womit es schon Jeremia zu tun hatte? - Mit Träumen, - wie man sich Gott, das Leben und die Welt wünscht. - In Vers 17: steht:    „Sie sagen stets zu denen, die mich verworfen haben, der Herr hat geredet - Ihr werdet Frieden haben; und zu jedem, der in der Verstocktheit seines Herzens lebt, sagen sie: Kein Unglück wird über euch kommen.“                     Das ist die Situation bis heute. Beliebte Redner sind Friedens- und Harmonieredner. Ihr kennt das Bild vom Tal der Totengebeine aus Hesekiel 37? - Und das durch die Gnade Gottes wiedererstandene Israel heute ist zwar - was „die Gebeine“ angeht (Hes.37) - am Erwachen, aber es träumt noch vom Frieden durch Menschen geschaffen. - Die Wissenschaft hat es erwiesen: Wenn wir fast wach sind, dann träumen wir am meisten! - Und die Gemeinde Jesu träumt auch mehr und mehr - von   den Zauberworten - „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“. Es ist bedenklich, dass diese von der UNO propagierte Formel heute in vielen Veröffentlichungen evangelikaler Werke und Gemeindebünde auftaucht.

Aber dieser größte Traum der Menschheitsgeschichte geht so nicht in Erfüllung, - auf menschliche - Weise.  Der Traum vom Frieden ist in unseren Tagen eher zum Alptraum geworden, und die Wege zum Frieden sind für Israel zur Sackgasse geworden. Dabei hat der Prophet Jesaja vor 2700 Jahren schon geweissagt, wie Frieden wird: „Die Strafe liegt auf IHM, damit wir Frieden hätten und durch Seine Wunden ist uns Heilung´ geworden“(Jes.53,5).                               

- Es ist furchtbar, wenn Gottes Wort nicht erkannt, sondern verkannt wird. Und es ist noch schlimmer, wenn die, die Sein Wort verkennen, sich „als Kenner der Materie“ ausgeben. Und ich meine jetzt nicht „liberale Theologen“ - es geht um jeden, der das Wort Gottes verkündigt und die Frage:

Verkündige ich noch das Wort Gottes, oder tue ich bloß meine Meinung über das Wort Gottes kund! Ist Gottes Wort unantastbar, oder muss ich es erst für meine Zwecke zurechtstutzen? Deshalb liebe ich das prophetische Wort besonders; weil ich darin die Liebe Gottes zu Seinem Volk und zu Seiner Gemeinde erkenne! Und Gott kennzeichnete vor 2600 Jahre durch Jeremia die Wahrheit unserer Zeit in Vers 17 schon so:

„Sie sagen stets zu denen, die mich verworfen haben, der HERR hat geredet: Ihr werdet Frieden haben; und zu jedem, der in der Verstocktheit seines Herzens lebt, sagen sie: Kein Unglück wird über euch kommen.“

Genau das sind die Schlagzeilen unserer Zeit. Schwärmerische Träume von einer gesicherten Zukunft in Frieden, Humanität und sozialer Gerechtigkeit als Garanten eines „neuen Zeitalters“.  Auch wenn wir uns als „Versammlung des Herrn“ (das heißt GEMEINDE im Urtext des NTs) verwahren gegen Einbrüche des NEW AGE in unser Leben; - wir stecken schon mitten drin. Wer dem Weltfrieden oder dem Frieden in Israel gegenüber skeptisch denkt, wird bereits als Störenfried angesehen. Und wer in der Gemeinde Jesu anhand des Wortes Gottes „auf Fehler im System“ hinweist, ist ebenfalls ein Störenfried und eine Gefährdung des so schönen Gemeindefriedens. Aber wer hat uns denn für die Zeit in der wir leben, ein ruhiges, friedvolles Gemeindeleben verheißen?                        

2.Tim.3,12-13 sagt Paulus: „Alle aber, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden verfolgt werden. Böse Menschen aber und Betrüger werden zu Schlimmerem fortschreiten, indem sie verführen und verführt werden.“                                       

Die Geschichte Israels und die Geschichte der Gemeinde Jesu läuft in unseren Zeiten fast parallel. Es ist noch nie soviel über Frieden, Liebe und Harmonie geredet worden, wie derzeit. Und doch gab es noch nie so viel Spannungen und offene kriegerische Auseinandersetzungen weltweit, wie zur Zeit. Diese Friedensbemühungen gehören unabdingbar zum Globalisierungsmodell: Weltmenschheit, Weltpolitik, Weltregierung und Weltkirche. Und damit geschieht ein verhängnisvolles Einläuten des antichristlichen Reiches: Kein Weltfrieden ohne Religionsfrieden. Wenn auch noch nicht erreicht, so doch schon dauernd beschworen. Israel lebt heute wie damals zur Zeit des Jeremia in der Zerreißprobe. Nebukadnezar hatte die Oberschicht des Volkes nach Babylon wegführen lassen. Das Volk war zerrissen im dauernden Wechsel der Herrschaftsansprüche. Hinzu kam eine weitere innere Belastung, nämlich die Auseinandersetzung zwischen menschengefälliger Heilsprophetie und der Prophetie im Namen Gottes, die ihren Auftrag jenseits aller Menschengefälligkeit hat. Dabei muß noch erwähnt werden, daß Prophetie ja nicht nur die Vorhersage von heilsgeschichtlichen Ereignissen ist, sondern prophetisch ist es auch, unsere Gegenwart auf dem Hintergrund von Gottes Heilsplan richtig einzuschätzen und unselige Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen. - Fehlentwicklungen in der Gemeinde müssen nicht kurz vor ihrem Ende gestoppt werden, sondern bei ihrem Beginn. Denn wenn ein Irrgeist sich erst einmal eingeschlichen hat, ist er sehr schwer wieder auszutreiben.  Aber damals wie heute ist Gottes prophetisches Wort dem Zorn, dem Spott und der Gleichgültigkeit der sich in ihrer Ruhe gestörten Volksseele ausgesetzt. Und ich füge mit großer Trauer und Betroffenheit hinzu – oft auch in der Gemeinde Jesu! Jeremia spricht das Problem offen an. - Geschieht die Orientierung Israels und der Gemeinde aus von Gott geoffenbartem Wort oder träumen wir beide wieder in unseren Untergang hinein?  Da, wo wir der falschen Heilsprophetie unserer Tage erliegen, trifft uns die Antwort Gottes aus Vers 20: „Nicht wendet sich der Zorn des Herrn, bis er getan und ausgeführt hat die Pläne seines Herzens. Am Ende der Tage werdet ihr das voll verstehen.“ - Hier finden wir im Alten Testament ein Wort für die Gemeinde Jesu.

Ja, es gibt auch einen Zorn über der Gemeinde Jesu. Er ist z.B. beschrieben in Offb. 2,5.  Es ist das Wegrücken des Leuchters von seiner Stelle! Es ist die Abnahme und Rücknahme der Vollmacht! Und genau die brauchen wir am Ende der Tage! Ohne Vollmacht der Gemeinde Jesu erliegen wir der Verführung. Und das Nachlassen der Vollmacht – auch im persönlichen Leben – ist immer verbunden mit einem Nachlassen des Gehorsams dem Wort gegenüber. Deshalb ist es so wichtig, die Gemeinde nicht friedlich schlummern und träumen zu lassen.

Der Vers aus Jer. 6,14 darf nicht auf uns fallen: "Sie heilen den Schaden der Tochter meines Volkes leichthin, indem sie sprechen Friede, Friede! wo doch kein Friede ist“. - Prediger und Zeugnisgeber (im normalen Alltag), welche die Menschen in falschem Frieden wiegen, laden eine furchtbare Schuld auf sich. Sie heilen nicht, sie vergrößern den Schaden. Paulus sagt in 2.Tim. 4,2: "Predige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen."  Oh, wie froh und dankbar müßten wir eigentlich sein, daß Gottes Wort sich nicht unseren Wünschen anpasst, sondern uns trifft, um unseren Schaden zu heilen!  Gottes Wort ist nicht an uns ergangen, um uns beruhigend zuzurufen: "Bleib so wie du bist" sondern "Siehe ich mache alles neu!"

Das war und ist das Ziel Gottes mit seinem Volk: Er wollte es neu machen – aufrütteln – erwecken!!!                       

Die falschen Heilspropheten dagegen erreichten genau das Gegenteil: "Kein Unglück wird über euch kommen" sagten sie, und es kam am Schlimmsten.  - Und das Fatale war dabei obendrein: Sie waren nicht einmal berufen, zu reden! Gott sagt: „Ich habe die Propheten nicht gesandt, und doch sind sie gelaufen. Ich habe nicht zu ihnen geredet, und doch haben sie geweissagt." - Sie hatten überhaupt keine göttliche Vollmacht. Sie sprachen von ihren Träumen anstatt vom wahrhaftigen und ewigen Wort Gottes.                     

Oh ja, es gibt viele Träumer auch auf deutschen Kanzeln, die das Wort Gottes der menschlichen Vorstellung von Friede, Liebe und Gerechtigkeit anpassen! Die davon träumen, dass bald die große „Einheitskirche“ den Religionsfrieden weltweit bringen wird – auch wenn Gottes Wort etwas ganz anderes sagt. - Die davon träumen, dass wir mitten in einer großen Erweckung stünden, welche über den ganzen Erdball kommt, auch wenn Gottes Wort etwas ganz anderes sagt. - Die davon träumen, dass in Israel Frieden wird, wenn die Politiker sich nur mehr anstrengen würden und wenn Jerusalem „internationalisiert“ würde – auch wenn Gottes Wort etwas ganz anderes sagt.

Die falsche Heilsprophetie unserer Tage begegnet uns überall, und wir können ihr nur auf eine einzige Weise entgegnen: Das Wort Gottes muss in unser Herz geschrieben sein!

Bei den verschiedenen Möglichkeiten in der Gemeinde stehen wir immer wieder neu vor der Alternative, ob es um Christus oder um den Antichristus geht - ob es um das Evangelium des Gekreuzigten und Auferstandenen oder um „ein anderes  Evangelium“ geht. Das Wort von den verschiedenen „Frömmigkeitsstilen“, welches man in der evangelikalen Welt geprägt hat, um die Beliebigkeit des Christseins zu rechtfertigen, ist kein Begriff des Neuen Testamentes! Der Christus in dir, der Christus in mir, der bringt nicht 20 verschiedene so genannte Frömmigkeitsstile hervor!

Das „andere Evangelium“ ist nicht immer sofort und eindeutig als solches zu erkennen. Es tritt nicht zutage in der Verneinung der Bibel oder in grobschlächtiger Verfälschung von biblischen Wahrheiten. Nein, das andere Evangelium ist gekennzeichnet durch eine große Frömmigkeit und Anständigkeit. Man kann ihm kaum widersprechen. Denn um das tun zu können, bedürfte es einer exakten Kenntnis der Bibel und ihre Aussagen. Und deshalb gehen so viele Christen dem „anderen Evangelium“ auf den Leim. Wir müssen die fehlende Kenntnis biblischer Zusammenhänge, das Ignorieren des Volkes Israel als noch bestehende Heilskörperschaft, den Verzicht auf biblische Prophetie und die Abneigung gegen die Verkündigung der Entrückung, sowie die völlige Ahnungslosigkeit über den Heilsplan Gottes in vielen unserer Gemeinden beklagen.

- Liebe Geschwister, und das alles eben in der Gemeinde Jesu!  - Es ist uns persönlich zur Verherrlichung des Namens Jesu eine Ehre, wenn wir als so genannte „Endzeit- und Israelfanatiker“ bezeichnet werden, - aber es tut uns in der Seele weh, wenn anderen Glaubensgeschwistern diese wichtigen Zusammenhänge vorenthalten werden!

- Jeremia schrie seinem Volk förmlich entgegen: „Hört auf zu träumen, stellt euch der Wirklichkeit eures Gottes!“ In Vers 22 sagt der HERR: „Hätten sie in Meinem Rat gestanden, dann würden sie Meinem Volk Meine Worte hören lassen und es abbringen von seinen bösen Wegen und von der Bosheit seiner Taten.“

Ja, das ist das Ziel Gottes bis heute: Menschen von ihrer Bosheit wegbringen. Sein Wort ist wie Feuer und wie ein Hammer, sagt der HERR durch Jeremia in Vers 29. Falsche Propheten machen aus dem Feuer einen gemütlichen Kamin und aus dem Hammer eine Fliegenklatsche. Als Hammer ist das Wort Gottes gewiß nicht dazu da, die Menschen kaputtzuschlagen, lediglich ihre falschen Träume, ihre falschen Wege und ihre falsche Gesinnung – ja auch ihre scheinbar „heile Welt“. Und da bleiben sicher auch „Trümmer“ zurück. Aber ER wäre nicht unser Vater im Himmel, wenn ER nicht aus einem Trümmerhaufen ein neues festes und sicheres Haus bauen könnte – dein neues Leben in Jesus Christus. Im 1000-jährigen Friedensreich Jesu baut Gott auf den Trümmern der verlorenen Träume Israels sein Reich der Verheißung neu. Und dann zeigt sich, dass Gott nicht träumt, nicht schläft, noch schlummert, sondern, dass ER mit unnachahmlicher Kraft am Werke ist, schon jetzt hier bei uns und täglich in Israel!!!

Ich glaube, dass ein Teil des „Gerichtes am Hause Gottes“ auch uns, die Gemeinde trifft. - Es ist der Verlust der Vollmacht und der Sendung, wenn wir uns ein eigenes  Evangelium    -zusammenträumen. Die Spannungen, unter denen eine Gemeinde heute zu zerreißen droht, sind nicht die, die sich aus dem Verhältnis von außen und innen ergeben - und es ist längst nicht mehr die Entscheidung zwischen Jahwe und Baal, - es ist nicht der Verlust der Frömmigkeit innerhalb der Gemeinde – nein, es ist der Verlust der Bindung der Gemeinde an ihren Herrn und ihre Wurzel, das Volk Israel zu dem sein König Jesus bald kommt.              

Wie kann es z.B. sein, dass wir keine Beziehung mehr zu einem Volk haben, in dem unser Retter und Heiland Jesus Christus einmal König sein wird – nicht symbolisch, sondern real!?! - Wie kann es sein, dass wir keine Beziehung zu Jerusalem haben, wo doch in dieser Stadt der Thron Davids von Jesus Christus bestiegen wird – nicht symbolisch, sondern real !?!

Was die Gemeinde Jesu heute spaltet, ist nicht die Frage des so genannten Frömmigkeitsstils, sondern es ist die bewußte oder unbewußte Ablehnung des Heilsplanes Gottes mit dir und mir und seinem Volk. Soll Israel auch der „Laststein“ für die Gemeinde Jesu werden? Soll Jerusalem auch der „Taumelbecher“ für „die Versammlung der Gläubigen“ werden? - Oh weh, da wird Trennung sichtbar! - Wir müssen aber ganz klar unterscheiden zwischen Trennung und Spaltung! Gottes Wort trennt Geist und Fleisch, eigensinnige Menschenworte hingegen spalten Glaubensgeschwister untereinander!

War nicht die Reformation die größte Trennung in der Kirche seit Menschengedenken? Und hat nicht Gottes Wort sie ausgelöst? - Allein die Gnade – allein der Glaube – allein die Schrift - allein Christus! „Das zweischneidige Schwert“ (Gottes Wort) trennt Leib, Seele und Geist des Menschen – ja es unterscheidet zwischen unseren Träumen und der Wirklichkeit Gottes. - Es ist noch niemand wirklich zu Schanden gekommen, weil er Gottes Wort ohne Wenn und Aber zu sich hat reden lassen. Gottes Lohn ist größer als irdisches Wohlergehen und menschliche Anerkennung. - „Der Hammer“, der Felsen zerschmeißt, tötet nicht deine Seele, sondern nur deine falsche Selbsteinschätzung. - Gottes Wort will uns vom Traum in den Wachzustand bringen. Es ist Fleisch geworden und wohnt unter uns. In Christus, dem lebendigen Wort Gottes sollen wir Sehnsucht und Hunger bekommen, so bezeugt es der Heilige Geist in der Schrift - nicht nach den Träumen unserer Zeit, sondern nach der Erfüllung einer Verheißung aus Psalm 119,105: "Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege."  - Die Gemeinde Jesu und das Volk Israel gehen gewiß schweren Zeiten entgegen. Israel wird verfolgt und die Gemeinde wird verführt. Das steht in Sach.12,2 und in 2.Tim. 3,13. und an vielen Stellen der Heiligen Schrift.  -  Wie können wir als Gemeinde Jesu unsere Vollmacht dabei erhalten? - Nur auf einem Weg: Wir müssen uns in der Abhängigkeit von unserem Herrn Jesus Christus – binden lassen an den ganzen Ratschluss Gottes. Das bedeutet, mit dem Träumen aufzuhören und fest am Wort zu bleiben.  Und ein zweites geht aus dem Kontext aller Prophetenworte hervor: Wir müssen uns distanzieren von denen, die  bewußt nur das halbe Evangelium verkündigen. - So sagt es auch Paulus in 1.Thess. 5,6: „Lasst uns nun nicht Träumen (schlafen), wie die Übrigen, sondern wachen und nüchtern sein... Denn Gott hat uns nicht zum Zorn bestimmt, sondern zum Erlangen des Heils durch unseren Herrn Jesus Christus."

- Was ist noch zu tun? - Du musst jetzt in dieser Stunde allein deinem Herrn Jesus Christus begegnen. Du musst ihn inständig bitten, dass er dir die Augen öffnet über Sein Wort aber auch über die Zeit, in der wir leben.  Und du musst dich fragen lassen: Träume ich den Traum von Frieden und Sicherheit oder stelle ich mich der Wirklichkeit des Wortes Gottes? Kenne ich den ganzen Ratschluss Gottes? - Wenn  nicht, dann mußt du jede Woche Geschwister treffen, um ihn gemeinsam aus Seinem Wort zu erarbeiten. Die Zeit ist knapp und die Vollmacht unseres missionarischen Zeugnisses hängt ab von unserer Bindung an das ewige und heilige Wort Gottes! - Verbringe täglich eine Stunde mehr mit der Bibel und spare diese Stunde beim Fernsehen ein! - Fast hätte ich es vergessen: - Einmal, ein einziges Mal, wird es Israel erlaubt sein zu träumen. Wir finden diese Erlaubnis Gottes in Psalm 126,1-2: " Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird, werden wir sein wie die Träumenden. Dann wird unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel sein. Dann wird man unter den Heiden sagen: Der Herr hat Grosses an ihnen getan." - Diesen wahrhaft göttlichen Traum wird Israel in seiner irdischen Verheißung im 1000-jährigen Friedensreich erleben und die Gemeinde Jesu in ihrer himmlischen Verheißung - bei „der Hochzeit des Lammes“.  Auf diesen einzigen von Gott erlaubten wahren Traum freue ich mich schon in großer Hoffnung und Zuversicht!      

                                                                            M. Urban