Alles Fleisch ist wie Gras und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Feld 

Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber

das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich. Jes. 40,6-8

 

Liebe Missionsfreunde!

Viele von uns kennen und schätzen das schöne Paul Gerhardt Lied, das oft in dieser Jahreszeit angestimmt wird:

Geh aus, mein Herz und suche Freud’

in dieser schönen Sommerzeit

an deines Gottes Gaben;

schau an der schönen Gärten Zier

und siehe, wie sie mir und dir

sich ausgeschmücket haben.                             

Wie vielfältig wird die Schönheit der Natur in diesem Lied besungen und zum Lob des Schöpfers ermuntert!  - Ja, so wunderbar hat unser Gott die Welt gemacht, und eigentlich kann man sich gar nicht vorstellen, daß es viele Mitmenschen gibt, die das alles zwar auch sehen und dennoch den Schöpfer leugnen. Sicher ist auch uns die Vergänglichkeit all dieser Sommerpracht bewußt, wie es oben Jesaja schon feststellt. Aber ein echter Grund zum Zweifel an dem Schöpfer kann das doch nie sein! Wenn Gott das Gras und die Blumen des Feldes schon so schön gestaltet hat, dann liegt es auf der Hand, daß ER mit Seiner Schöpfung, und ganz besonders mit den Menschen, auch über den Tod hinaus, noch viel mehr vorhat! Die Bibel ist darum auch voll von den herrlichsten Verheißungen für ein Leben nach dem Erdenleben. Jesus selbst sagt in Matthäus 6,30: „Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, also kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen?!“  Es liegt nicht daran, daß die Menschen Gott hinter all seinem wunderbaren Handeln nicht erkennen könnten. Es liegt wirklich nur am Kleinglauben der Leute, welcher den wirklichen Glauben hindert. Doch Gott kommt uns in dieser sündlichen Schwachheit weit entgegen! Er gab Sein Wort, das uns mit allen notwendigen Informationen versorgt. - Paulus sagt es so: „Alle Schrift, von Gottes Geist eingegeben ist nützlich zur Aufdeckung der Schuld, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit ein Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werke ausgerüstet“(2.Tim.3, 16f).  Die Natur ist uns Menschen  schon eine wunderbare Predigt des Schöpfers, aber noch viel besser informiert die Heilige Schrift mit Jesus, dem lebendigen Wort! - Heute wird viel von „der sogenannten Informationsgesellschaft“ geredet. Man meint damit, daß die Menschheit sich ständig in ihrem rasant wachsenden Wissensbestand schnell aktualisieren kann. Dabei ist man stolz auf all die neuen elektronischen Medien, wie Fernsehen, Computer, Mobilfunk, Satellitentechnik und Internet. Man kann und muß nicht mehr unbedingt alles Wissen in und um sich haben, um „auf dem Laufenden“ zu sein. Man muß sich aber zu jeder Zeit die neuesten relevanten Informationen beschaffen können, wie uns gesagt wird. Dazu vernetzt sich die Menschheit im Internet und in allen anderen elektronischen Systemen. Wenn wir aber genauer hinschauen, dann merken wir schnell, daß dieses alles nicht nur mißbraucht werden kann und auch wird, sondern daß jenes auch durch globale Angriffe schnell wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen kann. Nein, wir sehen, daß die für alle Menschen wichtigste Information bei 90% der Menschen fehlt: Sie kennen den lebendigen Gott nicht, obwohl technisch nichts oder nur wenig dazu fehlt. Sie leben meist wie im Hamsterrad; drehen sich nur um sich selbst, oder um die Dinge des Alltags, dienen toten Götzen, bösen Geistern oder leugnen gar überhaupt die Existenz eines Schöpfers, wie Ihn die Bibel bezeugt. Ja, man kann es nicht fassen; sogar die „Macher“ der Europäischen Union (EU) verbannen ganz bewußt jeden Gottesbezug aus allen ihren Verlautbarungen und sogar aus ihrer Grundordnung. Dafür verabschiedete die Mehrheit des Europäischen Parlaments im vergangenen Jahr sogar eine Erklärung, die den Mitgliedstaaten eine entschiedene Bekämpfung des Schöpfungsglaubens nahe legt, der die Evolutionsidee ablehnt! Ein solcher Glaube wird als „gefährlich und wissenschaftsfeindlich“ bezeichnet! Der Großteil dieser Politiker hält sich aber dennoch für „christlich“ und wird von Parteien entsandt, die ein „C“ in ihrem Parteinamen haben. Auch die führenden Köpfe der „Evangelischen Kirchen Deutschlands“(EKD) vertreten mehrheitlich diese Auffassung. Als unbedarfter Bibelleser und Christ reibt man sich verwundert die Augen und fragt sich, ob diese Mitmenschen denn nicht lesen können, was in der Bibel steht?!  Denn in Gottes Wort steht doch klar, daß Gott Himmel und Erde in sechs Tagen erschuf und nicht in Dreihundertmillionen Jahren, wie eine wüste atheistische und ganz unbewiesene Evolutionslehre uns weiß machen will! Verwundert sehen wir, wie die Aussagen der Bibel einfach ignoriert oder ganz und gar geleugnet werden, obwohl sie bei diesen gebildeten Menschen bekannt sind! Offensichtlich leben wir heute in der Zeit, von welcher Paulus in der Heiligen Schrift weissagte: „Denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen werden, sondern nach ihren eigenen Lüsten werden sie sich Lehrer aufladen, wonach ihnen die Ohren jucken; und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zu kehren“(2.Tim.4,3f).  Von dieser Verführung und diesem Glaubensabfall sind ganz offensichtlich nicht nur ungläubige Namenschristen betroffen, die man einst ohne sie zu fragen durch die Säuglingstaufe zu Christen erklärte, und die auch später nie eine wirkliche Bekehrung im biblischen Sinn erfuhren. Nein, leider sind auch sehr kluge „Oberchristen“ tonangebend, die alles wissen, was die Bibel dazu sagt; Bischöfe, Kirchenpräsidenten und Theologieprofessoren, sie sind oft genug „die Oberlehrer“ der antichristlichsten Irrlehren. Wenige von ihnen glauben und sagen heute noch das, was im Apostolischen Glaubensbekenntnis steht und formal in vielen Gottesdiensten bekannt wird. Die Schöpfung in sechs Tagen, der Opfertod Jesu zur Tilgung der Sündenschuld für die ganze Menschheit und sogar die ganze Bibel wird nur noch als sogenanntes „historisches Zeugnis“ von ihnen bezeichnet, welches durchaus wie Goethes Schriften unterschiedlich interpretiert werden kann und keinerlei absolute verbindliche Aussagen für Christen enthalte. - Ehe, Sexualität, Abtreibung, „Tötung auf Verlangen“, alle Heilsaussagen des Evangeliums, kurz – die gesamte Ethik der Bibel wird von ihnen zum „Interpretament“ erklärt, das keinen absoluten Gehorsam mehr erfordert. Wer aber dennoch die Wahrheit der Bibel heute verkündigt und konsequenten Glaubensgehorsam einfordert, der wird „als gefährlicher und engstirniger Fundamentalist“ rhetorisch mit islamistischen Terroristen auf eine Stufe gestellt. - Wir befinden uns heute tatsächlich am Vorabend einer antichristlichen Hetzjagd auf alles, was noch „bibeltreu“ sein will. Bibeltreue Missionswerke, Gemeinden und Vereinigungen fragen sich täglich bei ihrer Arbeit, wie lange ihnen der Staat noch die „steuerliche Gemeinnützigkeit“ zugesteht?! Alles, was wir an absoluten Glaubensaussagen der Bibel entnehmen können, kann schon heute nach dem europäischen und deutschen Antidiskriminierungsgesetz als „Beleidigung einer andersdenkenden oder gläubigen Personengruppe“ inkriminiert und verfolgt werden. - Wenn ich z.B. heute öffentlich etwas gegen Homosexualität oder gegen den Islam sage oder lehre, dann stehe ich damit im Konflikt zur europäischen und deutschen Justiz und setze mich der Gefahr einer Anzeige mit Gerichtsverfahren aus. Und doch gilt auch hier, was Jesaja durch den Geist Gottes in Kapitel 40 niederschrieb: „Alles Fleisch ist wie Gras und alle seine Güte ist wie eine Blume auf dem Feld… Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt, aber das Wort unseres Gottes bleibt ewiglich!“ Wenn wir also heute noch etwas Bibeltreues herausgeben oder versenden können, dann geschieht dieses einzig und allein im Vertrauen auf diese Zusage des HERRN. So wie es auch Paulus seinem treuen Mitstreiter Timotheus aufs Herz legte: „Predige das Wort, tritt dafür ein, es sei gelegen oder ungelegen; überführe, tadle, ermahne mit aller Geduld und Belehrung!“ 2.Tim.4,2  - Ebenso, wie einst die Ge- und Verbote eines Nebukadnezars, eines Kaiser Nero, eines Napoleon oder eines Adolf Hitler unwirksam wurden, so werden auch die antichristlichen Interpretationen und die gottlosen Verordnungen einer EU oder eines Antichristen einmal ignoriert und vergessen werden. „Gottes Wort bleibt in Ewigkeit“ - das steht so in unserer Bibel und auf vielen Kanzeln! An dieser Wahrheit halten wir fest. Christus ist und bleibt mit dem himmlischen Vater der Herr der Geschichte, auch wenn sich immer wieder Menschen aufschwingen und gottlose Geschichte machen wollen! Was ist das menschliche Geschwafel schon im Vergleich zur Ewigkeit und dem Wort des Höchsten?! Und was ist die herrliche Krone des Ewigen Lebens, die Gott durch Jesus denen verheißt, die IHN lieben und IHM treu bleiben!? - Mit dieser zuversichtlichen Gewißheit laßt uns weiter Gutes Tun mit Wort und Tat, solange es noch „Tag“ ist, denn es kommt „die Nacht, in der niemand mehr wirken kann“(Joh.9,4)!  Angesichts der herrlichen Ewigkeit bei Jesus und unserem himmlischen Vater, sind wir trotz der Vergänglichkeit unseres Leibes und Lebens dennoch durch den Heiligen Geist getröstete Leute! Wir müssen nicht mehr wehmütig nach „der schönen Jugendzeit“ blicken und mit Trauer das Lebensende erwarten! Wir dürfen den genauesten Zusagen des Herrn in Seinem Wort trauen, weil Jesus uns vorausging, um uns eine himmlische Wohnung zu bereiten, für die Er mit Seinem Leiden und Sterben uns schon das Wohnrecht erworben hat; wie Er auch selbst sagt: „Euer Herz erschrecke nicht! Vertrauet auf Gott und vertrauet auf mich! In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen; wo nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, auf daß auch ihr seid, wo ich bin. Wohin ich aber gehe, wisset ihr, und ihr kennet den Weg“.   Johannes 14,1-4 So ist und bleibt „das lebendige Wort“ (das in Jesus Mensch wurde!) unser Weg gegen alle Anfechtungen und Widerstände, weil Jesus Sieger ist! - Das steht auch über unserem Missionshaus und das soll unser Motto in aller Gewißheit bleiben!  Der Herr Jesus segne Euch alle dazu, Ihr lieben Missionsfreunde, und auch unser aller Tun und Lassen! Amen  

Es grüßen Euch alle Mitarbeiter mit Eurem  P. R. Sorger                    

Hilf mir und segne meinen Geist

mit Segen der von Himmel fleußt,

daß ich Dir stetig blühe;

gib, daß der Sommer Deiner Gnad

in meiner Seele früh und spat

viel Glaubensfrücht’ erziehe!

Erwähle mich zum Paradeis

und laß mich bis zur letzten Reis’

an Leib und Seele grünen,

so will ich Dir und Deiner Ehr

allein und sonsten keinem mehr

hier und dort ewig dienen! Paul Gerhardt  1653