Denn Gottes Zorn wird vom Himmel her offenbart über alles gottlose Wesen und alle Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten…  Röm. 1,18.ff

 

Liebe Missionsfreunde,

Wenn wir das Weltgeschehen heute so betrachten, dann finden wir wohl bestätigt, was Paulus an dieser Stelle im Römerbrief wie mit einem lauten Trompetenton sagte. Es schreckt auf, was hier steht! - Scheinbar alles, worauf diese Welt sich bisher verließ, scheint zu wanken. Die Natur, die Völkerwelt, die politische Klasse und sogar die allgemeine Christenheit. - Und wir sind als Gläubige mitten drin! - Wie sollen wir Gottes Zorn und Gerichtshandeln aber heute richtig verstehen? Ist Gott denn nicht gut, geduldig, gnädig und von großer Güte (Psalm 145,8)?! – Wird uns das nicht allenthalben gepredigt?! – Kann man den obigen Satz überhaupt heute noch so stehen lassen? Haben wir abendländischen Christen uns nicht durch eine sehr lange Phase des Friedens und des Wohlstands an den Gedanken gewöhnt, daß alles Reden der Bibel von Gottes Zorn und Gericht eigentlich überholt sei und wir durch Jesus obendrein noch „die Garantie für ein ewiges Wohlergehen“ haben?! - Mehr als 65 Jahre Frieden und relatives Wohlergehen seit dem 2. Weltkrieg in der westlichen Welt möchten uns das gerne glauben machen. – Und manche „Missionsprodukte“, z.B. der Stiftung „Marburger Medien“, scheinen diese Sicht noch zu bestätigen: „Eine Tasse Instant-Kaffee oder -Schokolade ist gut für Leib und Seele, man kommt dabei innerlich zur Ruhe…, und der Glaube kann dazu quasi noch der Sahneklecks auf unserem Leben sein. Man könnte es zumindest mal mit dem Glauben an Gott versuchen!“ - So der Tenor von einigen „Missionstraktaten“ die mit Tee, Kaffee und Schokoladen „aus dem Hause Teekanne“ verteilt werden. - Kann das wirklich wahr sein; sollen so Menschen zum Glauben an Christus kommen?! Ja gewiß, Gott ist gut! Gerade deshalb aber legt ER uns Menschen im Evangelium die allerwichtigste Entscheidung vor; nämlich zwischen ewigem Tod oder ewigem Leben zu wählen! ER will keineswegs nur der zusätzliche „Sahneklecks“ auf unserem irdischen Wohlergehen sein! - Das ist ein falsches – ein anderes, ein “Wohlstandsevangelium“, das überhaupt nicht der biblischen Botschaft  entspricht und von den Christen in der Dritten Welt nur mit Kopfschütteln aufgenommen wird! - Gerade weil Gott gut ist, deshalb muß ER gegen die zerstörerischen Kräfte der Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit vorgehen. ER muß Seinem heiligen Wort und Willen Respekt verschaffen! Darum ließ ER einst Babel zusammenstürzen, darum fällt auch der neuerliche politische „Turmbau“ mit dem Namen EU zusammen, und deshalb wird auch einst ein heute schon entworfenes antichristliches „Welteinheitsreich“ nicht bestehen! - Was sind auch schon unsere 65 Jahre relativen Friedens auf der Nordhalbkugel und Australiens in Seinem Zeitmaßstab der Ewigkeit?! - Für uns ist eine so lange Zeit schon fast ein ganzes Menschenleben, für Gott aber nur „ein Tropfen im Ozean der Ewigkeit!“ – Das obige Wort „Ungerechtigkeit“ verstehen wir im Westen heute vorwiegend nach wirtschaftlichen Begriffen, nicht aber im ursprünglich geistlichen Sinne. - An Toleranz gegen „das Böse“ und den Bösen haben wir uns im sogenannten „freien Westen“ schon gewöhnt, weil von einer verweltlichten Gesellschaft das Böse uns allzu oft „als das Gute“ dargestellt wird. „Die Umwertung aller Werte“ ist ja gerade bei uns in Europa in vollem Gange. Denken wir nur an die Legalisierung der Abtreibung, die Auflösung der Familienstrukturen, und Propagierung beliebigen geschlechtlichen Verhaltensweisen, die PID, die neue „Sterbehilfe“, sowie die Förderung jeglichen Neuheidentums in Europa unter dem Deckmantel einer „aufgeklärten Toleranz.“ 

Gott aber hat Seine Wertmaßstäbe, die ER in der Bibel beurkundete, nie geändert. ER paßte sich den Zeitgeistströmungen niemals an. Er will zwar, daß jeder sich zu Ihm wendet und gerettet werde (1.Tim.2,4), doch sehr, sehr viele wollen genau das nicht und wenden sich entschieden von Seinem Willen ab und dafür dem Vergänglichen zu, um es anzubeten und dem hingebungsvoll zu dienen. Paulus spricht an dieser Stelle des Römerbriefs von einem schuldhaften Verhalt: „Sie wußten, daß ein Gott ist, doch sie wandten sich dem Nichtigen zu …“ (1,21). „Der Böse“ hat ihre Sinne verfinstert, daß sie nicht das helle Licht im   Evangelium Gottes erblicken (2.Kor. 4,4). - Ungerechtigkeit und das Böse ist in der Bibel nicht im philosophischen Sinn zu verstehen. Nach Gottes inspiriertem Wort (der Bibel) ist all das böse und Ungerechtigkeit, was Menschen tun in Opposition zu Seinem erklärten Willen! Damit versündigen sie sich an Gott selbst! Ungerechtigkeit und Böses ist so der Oberbegriff für Sünde schlechthin. All das wird aber durch „den Bösen“ (den Teufel), in die Welt gebracht. Menschen, die das Böse tun, werden dazu vom Bösen inspiriert, ob sie es wollen und sich dessen bewußt sind, oder auch nicht. So gesehen, sind auch wir Gläubige alle einstmals unter der Herrschaft des Bösen gewesen. - Jesus  kam aber in die Welt, um die Werke des Teufels (des Bösen) zu zerstören (1.Joh.3,8)!!! Dies unseren Mitmenschen weiterzusagen, damit sie die Rettung annehmen können, ist unser allgemeiner Missionsauftrag. Dabei können wir auch erleben, was Paulus schrieb: „Denn unser Kampf richtet sich nicht wider Fleisch und Blut, sondern wider die Herrschaften, wider die Gewalten, wider die Weltbeherrscher dieser Finsternis, wider die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen].“     Eph.6,12 

Doch wir haben den Sieger Jesus auf unserer Seite, der mit Seinem Kreuzesleiden und Sterben als Sieger über alledem auferstand! - Menschen werden zwar immer beeinflußt von geistlichen Wesen. Ob nun von „den bösen Geistern unter dem Himmel“, oder von Gottes Geist. Das darf uns nicht verwundern und allzu sehr beeindrucken. Wir müssen  durch Wasser und Geist wiedergeboren werden, um in diesem Streit zu bestehen! Das Wort Gottes ist mit dem Heiligen Geist uns dabei zur Rechten und Linken Stütze und Hilfe!

Der Widerspruch zum Wort Gottes ist darum immer Zeichen für die Einflußnahme widergöttlichen Mächte. Darum antwortete Jesus Seinen Feinden im Streitfall immer mit dem Satz: „Es steht geschrieben!“  Für Ihn war die Heilige Schrift die alleinige Richtschnur für alles, denn sie war „das geschriebene Wort Gottes“, ohne daß ER einem formalen „Buchstabenglauben“ folgte. Jesus folgte getreu der Bibel, denn sie war für Ihn die Heilige Schrift, von Seinem selben Heiligen Geist inspirierte. Um Buchstaben stritt ER nie, doch ER tat was das Wort sagt. „Ich bin gekommen, alle Gerechtigkeit zu erfüllen“ – so sagte ER. Seine Gerechtigkeit hieß; Sein sündloses an Gottes Wort gebundenes Leben hinzugeben, damit wir Sünder Seine Gerechtigkeit erbten!!!  Als Leute, die zu IHM gehören, werden wir von der gottlosen Welt darum nicht gerade geliebt; wir müssen mit Widerspruch leben und sogar mit Verfolgung und Tod rechnen. Weil Gott alle Ungerechtigkeit straft, darum versucht die gottlose Welt sich an Seinen Kindern zu rächen. Das ist normal! - Es kann heute unter Umständen auch bedeuten, in diesem Kampf als Opfer persönlich zu unterliegen. Z.B. aus der Verleumdung nicht mehr heraus zu kommen, verurteilt und nicht rehabilitiert zu werden, - äußerlich alles zu verlieren, sogar das Erdenleben, wie bei Jesus, den Aposteln und all den Märtyrern der Vergangenheit und Gegenwart! Das gilt heute schon für Millionen von Christen in Afrika und Asien; und es kann sogar für die Zukunft auch unser Schicksal werden. Die Schrift sagt es jedenfalls voraus: „Und es wurde ihm (dem Antichristen) gegeben, mit den Heiligen Krieg zu führen und sie zu überwinden; und es wurde ihm Macht gegeben über alle Geschlechter und Völker und Zungen und Nationen.“ Offb.13,7

Wir leben heute in der letzten Zeit vor dem herrlichen Kommen Jesu. Es gibt heute schon viele endzeitlich verführte Christen, wie die Heilige Schrift voraussagt, die sich wieder neu der Ungerechtigkeit zugewandt haben, von denen man leider sagen muß, sie tun nicht was das Wort (der Herr) eindeutig befielt.  Aber wir lieben Seine Befehle, weil wir wissen, daß sie gut sind! - Freilich erkennen wir hier nur stückweise, aber wenn Wir in Seiner Liebe und an Seinem Wort bleiben, so werden wir Jesus und das Wort Gottes lieben und halten wie einst die Jünger mit den ersten Christen und so auch dieselben Erfahrungen mit dem HERRN machen! - „Das Wort sie sollen lassen stahn und kein Dank dazu haben. ER ist bei uns wohl auf dem Plan mit Seinem Geist und Gaben…“ – so forderte es einst Luther von den Sophisten seiner Zeit! Diese Forderung muß auch heute so stehen bleiben gegen jedermann, denn das Wort der Heiligen Schrift ist inspiriert und nicht „ein Spielball menschlicher Interpretationen“, wie etwa Goethes Nachlaß! Die Heilige Schrift ist noch heute „das Werkzeug des Heiligen Geistes“, damit „die Vollzahl der Heiligen“ gerettet werde! Jesus sagt:  Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, aus seinem Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen.   Joh.7,38

Wie wahr diese Worte sind, erfuhr ich kürzlich wieder. Ich traf mit Viktor Chevakula, einem Pastor aus Indien zusammen, den wir in seiner schweren Missionsarbeit in Südindien unterstützen. Er gab mir folgendes Erlebnis als Zeugnis vom Handeln Gottes in dem Namen Jesu weiter:

Seine Frau wurde Anfang diesen Jahres erstmals schwanger und hatte sehr bald große gesundheitliche Probleme. So fuhren sie gemeinsam in die nächst größere Stadt, um für viel Geld eine Untersuchung machen zu lassen (in Indien gibt es keine allgem. Krankenversicherung). Der Doktor, ein Hindu, stellte dabei entsetzt fest, daß ihr Kind „mongoloid“ sei und sich ohne Nase und Rachen mit schweren Herzfehlern entwickle. Das Beste sei, wenn man es „wegmachen“ ließe, so meinte er. Der Pastor und seine Frau nahmen die Ultraschalluntersuchungs-Dokumente mit und sagten, daß sie das Kind trotzdem haben wollten. Von da an beteten sie mit ihrer Gemeinde inbrünstig täglich für die Pastorenfrau und ihr Kind. Wochenlang ging es dieser weiter sehr schlecht, bis sie eines Tages ganz erschöpft einschlief. Als sie nach 12 Stunden wieder aufwachte, waren alle Beschwerden weg und es ging ihr von nun an sehr gut. Vier Wochen später stellte sie sich erneut dem Arzt vor, der besorgt wiederum seine Ultraschalluntersuchung vornahm. Hocherstaunt stellte er nun aber fest, daß alle Werte normal seien und das Kind nun auch alle zuletzt fehlenden Organe komplett hätte. Ganz irritiert fragte er, was sie denn gemacht hätten – hier sei ein Wunder geschehen?! - Der Pastor und seine Frau bezeugten, daß sie zu dem allmächtigen Gott Himmels und der Erde gebetet hätten, der ihnen nun um Jesu willen geholfen habe. Der Hindu-Doktor war sprachlos und muß nun viel nachdenken, denn er hat noch nie erlebt, daß einer der Millionen von Götzen je geholfen hätte, die er und seine Leute anbeten. Im November soll das Kind nun zur Welt kommen, und dann wird es auch wieder die „Freiluft-Evangelisationen“ dort geben, bei denen die Hindus immer zu Tausenden eingeladen werden und auch kommen, um die gute Botschaft der Christen zu hören. Vielleicht wird auch dieser Arzt dabei sein, wenn man wieder zur Bekehrung zu Jesus ruft!?

So lasst uns beten für diese Geschwister und die ganze Welt, auch festhalten an dem köstlichen Wort Gottes, damit sich Jesus auch bei uns verherrlichen kann!

In dem HERRN verbunden grüßt Euch herzlich            

Euer P. R. Sorger      -      Jesus ist Sieger!