Ihr lieben Missionsfreunde!

Nichts Irdisches ist wohl so ansteckend, wie die Freude eines Menschen, der eben im Glauben wiedergeboren wurde, oder der gerade an sich eine Heilung erlebte. – Als Du bewußt Christ wurdest, hast Du da auch diese Freude am HERRN entdeckt? - Kannst Du Dich an die Freude erinnern? Allzu oft haben wir den Eindruck, als sei das Christsein nur eine sehr ernste Angelegenheit, ohne tiefe Freude. Und Friedrich Nietzsche, jener Pfarrerssohn, der zum nihilistischen Philosophen wurde, sagte einmal völlig zutreffend: „Wenn ich an den Gott der Christen glauben sollte, dann müßten die Christen erlöster aussehen!“ – Das war eine ernsthafte Kritik am Christentum seiner Zeit. Ja, bei aller Ernsthaftigkeit einer Entscheidung für Jesus Christus, dürfen wir nicht übersehen, daß die Freude am Herrn auch die Stärke des wiedergeborenen Christen ist.  - Paulus schrieb nämlich die obigen Freudenworte als ein Gefangener aus Rom! „Freut euch im Herrn und abermals, freut euch! ...“ Das konnte er so sagen, weil er selbst im finsteren Kerker von Philippi erlebt hat, daß die Freude am Herrn viel wirksamer ist, als alles Leid dieser Welt. - Woher kommt diese Freude? Sie kommt aus der innigen Verbindung mit dem Herrn im Heiligen Geist! - Vielleicht geht es Dir, lieber Leser, im Augenblick nicht so gut. Vielleicht bist Du alt, krank und gebrechlich. Vielleicht mußtest Du Deine gewohnte Umgebung aufgeben und umziehen. Vielleicht mußtest Du wegen einer neuen Arbeit fort, oder weil Du die Miete nicht mehr bezahlen kannst. Vielleicht kommst Du im Alter nicht mehr allein zurecht. Oder die Kinder sind aus Deinem Haus gegangen und nun ist es um Dich  still geworden. Du spürst, daß die Zeiten sich gravierend verändert haben. - Was immer Dich auch betrüben will; wenn Du ein Kind Gottes bist, dann denke daran; Du bist mit Jesus nie wirklich allein und die Freude am Herrn ist auch Deine Stärke (Nehemia 8,10)! Freude ist auch die wesentliche Empfindung im Himmel Gottes: „Denn es ist Freude im Himmel über einen Sünder, der Buße tut“(Lk.15,7). In meiner Bibelkonkordanz kommt das Wort „Freude“ 176 Mal vor. Das heißt, es wird 176 mal von Freude in der Bibel gesprochen; und allermeist im Zusammenhang mit der Freude, an Gott und Seinem Handeln! Petrus zitiert nicht zufällig in seiner Pfingstpredigt den König David, als er sagt: „Du hast mir kundgetan die Wege des Lebens; Du wirst mich erfüllen mit Freuden vor Deinem Angesicht“ (Apg.2,28)! Er spricht von der Auferstehungshoffnung, die König David schon 1000 Jahre zuvor prophetisch aussprach und die nun mit Jesus Wirklichkeit wurde. Alle unsere Freude als Christen hat ja in Jesu Auferstehung ihren Ursprung. Wir haben einen lebendigen Herrn, der nicht im Grab blieb und den man auch nicht durch gotteslästerliche Berliner Opernstücken mit „enthaupteten Religionsführern“ beleidigen kann. Ganz im Unterschied zu Buddha, Mohamed, Marx und Anderen. Sie sind tot und können, auch wenn man zu ihnen betet, nicht helfen. Jesus aber lebt und bezeugt sich noch heute unter Gläubigen durch „mitfolgende Zeichen“(Mk16,20). Freilich sind wir als Christen nicht „wundersüchtig“, aber wir rechnen mit Gottes wunderbarem Handeln auf unser Gebet hin. - Auch wenn uns seit 250 Jahren eine „geist- und blutleere Theologie“ einreden will, „Zeichen und Wunder, wenn sie überhaupt je geschehen sind, würden sie heute nicht passieren“, so glauben wir dem Wort dennoch mehr. - Für Kranke wird in den meisten Gemeinden heute nicht mehr gebetet; man schickt sie bloß noch zum Arzt und erwartet nichts von Gott, dem größten Arzt. Kein Wunder, daß sich darum der Geist  Gottes und auch die Freude aus vielen Gemeinden verabschieden. - Was übrig bleibt ist oft nur noch Kultur und ein kalter christlicher Routinebetrieb, bei dem die Leute so wieder gehen, wie sie gekommen sind. Wir aber halten besser an dem inspirierten Wort der Schrift fest! Denn: „Ich, der HERR, bin dein Arzt“ (2.Mo.15,26) „Opfere Gott Dank und bezahle dem Höchsten deine Gelübde; rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst Mich preisen!“(Ps. 50,14) - Natürlich haben wir keinen „einklagbaren Rechtsanspruch“ auf Gottes helfendes Eingreifen durch Zeichen und Wundern. Aber Gott will unser Vertrauen und daß wir allezeit wie Kinder zu IHM kommen und IHM unsere Nöte bringen! Wer das tut und IHM treu ist, der kann Wunder und Zeichen mit Gott erleben. In der Bibel wird allein in 166 Versen von „Zeichen“ gesprochen, die allermeist Gott tat oder noch tun wird! Und im Neuen Testament wird 66mal von solchen Zeichen gesprochen! - Wie ganz und gar unsinnig ist da doch eine Theologie, die uns weismachen will, daß wir nicht mit Gottes Zeichen und Wundern rechnen dürfen! Gott will auch heute sich im Leben der Gläubigen nicht unbezeugt lassen; das ist Sein erklärter Wille. Doch leider erwarten nur Wenige Sein Zeugnis in ihrem Leben. So versucht man durch die Höhen und Tiefen des Lebens den allmächtigen Gott so wenig wie möglich mit seinen konkreten Nöten zu belästigen, als wollte man Ihn nicht in Verlegenheit bringen. Doch unsere Verlegenheiten sind Gottes Gelegenheiten! Mancher Gläubige könnte jetzt aus seinem eigenen Erfahrungsbereich von Zeichen und Wundern erzählen, die er auf ein gläubiges Gebet hin erlebt hat. Der Herr hat Seinen Gläubigen auch Gaben gegeben, die sie anwenden sollen: z.B. auf Kranke im Namen Jesu die Hände zu legen und für Sie um Heilung zu beten. Das ist ja eine der einfachsten Aufträge und Gaben, mit der ER Seine Gemeinde auf den Weg geschickt hat, die Welt zu missionieren! Und wie oft haben manche von uns das schon erlebt, daß der Herr wunderbar heilte! Ich selbst habe es in meinem Leben wohl einige Duzend Male erlebt. - Die Behauptung, daß mit der Fertigstellung der Heiligen Schrift die Zeichen und Wunder in der Gemeinde aufgehört hätten und nicht mehr zu erwarten wären, ist einfach falsch! Denn Gottes Wort gilt weiter und alle Seine Gaben und Berufungen können Ihn nicht gereuen bis Jesus in Herrlichkeit wiederkommt und aller Not ein Ende macht (Röm.11,29)! Lassen wir uns also nicht „arm reden“! Wir haben einen Gott, der Wunder tut. Psalm 72 Vers 18 gilt noch immer: „Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der allein Wunder tut!“ Denken wir daran, wie der HERR Sein Volk Israel erhält bis heute, trotz aller Bedrohung! Denken wir daran, wie Gott den Kommunismus friedlich, ganz ohne Blutvergießen aus Deutschland vertilgte! Denken wir an das Wunder der deutschen Einheit, das leider unser Volk in seiner Gottlosigkeit bis heute noch nicht richtig begriff! Und denken wir auch an alles, was der Herr uns selbst schon Gutes tat, einschließlich der Wunder und Zeichen, die Er nach Seinem Wort noch tun wird! Aus Zeit- und Platzgründen will ich hier auf viele Beispiele verzichten, doch soviel will ich zur Ehre des Herrn hier persönlich bezeugen: Ich litt seit über einem Jahr an    schweren Kniegelenksproblemen mit schmerzhaften Entzündungen. Weder Liegen, Sitzen, Gehen oder Stehen waren für mich schmerzfrei. Der Arzt sagte nach der Untersuchung: „Verschleiß, wie bei einem 80-Jährigen.“ So betete ich immer wieder um des Herren Hilfe. In den Gemeinden, welche ich besuchte, pflegte man leider kein Gebet für Kranke. So führte mich der Herr schließlich mit einem Bruder zusammen, der selbst an sich viel Heilung erlebt hat und schon seit 25 Jahren auch für Kranke betet. Zufällig sprachen wir auch über Heilung durch den Herrn heute. Ich erzählte von meinem Gebrechen und meinem Gebet in dieser Sache. Darauf erzählte er mir, wie der Herr ihn kürzlich geheilt hatte zur Verwunderung aller Ärzte und Freunde. So bat ich ihn, mir die Hand aufzulegen und im Namen Jesu für die Heilung beider Knie zu beten. Sogleich tat er das. Daraufhin fühlte ich mich besser und nach zwei Tagen waren alle Schmerzen weg und ich konnte sogar eine Wanderung auf einen sehr hohen Berg in unserer Umgebung machen, ohne Schmerzen. So bin ich dem Herrn sehr dankbar für Sein wunderbares Handeln in dem Namen Jesu!  Jesus hat immer Wunder getan, damit die Menschen glauben, daß Sein Evangelium unter der Zustimmung Gottes steht. Aus diesem Grunde hat Er auch Seinen Jüngern neben der Verkündigung des Evangeliums „mitfolgende Zeichen und Wunder“ zugesagt. Wer sind wir, das wir heute behaupten, diese nicht mehr zu benötigen?! Alles, was der Herr gesagt hat, das wollen wir glauben und auch tun! „Und Gott gab Sein Zeugnis dazu mit Zeichen und Wundern und mancherlei Kraftwirkungen und Austeilungen des Heiligen Geistes nach Seinem Willen.“ So bezeugt es Hebräer 2,4. - Um kein Mißverständnis aufkommen zu lassen, muß gesagt werden, daß wir nicht der Abschaffung ärztlicher Hilfe das Wort reden wollen. Nein, auch dieser Berufsstand ist unter Gottes Segen, sofern er sich nicht gegen Gottes Gebote wendet (siehe Abtreibung etc.). Aber bevor wir die irdischen Ärzte konsultieren, sollten wir immer zuerst den größten Arzt bitten! Bei einem plötzlichen Notfall ist natürlich auch sofortiges ärztliches Handeln angesagt. Aber trotzdem sollen und dürfen wir uns die wunderbaren Tatsachen unserer Gotteskindschaft immer wieder vorhalten; z.B. diese: Du bist ein Kind Gottes geworden (Eph.2,19) durch das Opfer Jesu, dem Du vertraust! Du bist aus der Finsternis des Unglaubens in das helle Licht des Himmelreiches hinüber gewechselt! Du bist vom geistlichen Tode in das  Ewige Leben bei Gott gekommen! Von nun an bist Du nie mehr allein; Jesus ist stets bei Dir mit Seinem Heiligen Geist! - Nun sind alle Deine Schuld und Sünden vergeben. Du hast direkten Zugang zum Gnadenthron Gottes. -  Du bist von neuem geboren! - Es erwarten Dich in der Ewigkeit, und auch schon in diesem Leben, Frieden, Freude und Gottes wunderbares Eingreifen (also Wunder)! So steht es im Wort Gottes; und in Johannes 7,3 spricht Jesus: Wer an mich glaubt - wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen! Und Römer 14,17 sagt:  Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist! Die Kraft und Freude des erneuerten Christenlebens müssen wir wieder neu, wie die ersten Christen, als „sichtbare Werbung“ für unseren Herrn leben! Als missionarische Ermutigung und zum Verteilen haben wir ein neues Faltblatt entworfen und beigelegt, das den heutigen Menschen erneut auf die wunderbare verändernde Kraft und Freude eines Lebens mit dem Herrn Jesus hinweist (siehe unsere Website „Ein Wunder für dich“). Sicher kann das auch für altbewährte Glaubensgeschwister eine starke Anregung sein, wieder ganz neu mit der Freude am Herrn Jesus Christus zu leben und mit Seinem Eingreifen zu rechnen!  Amen  Herzlich verbunden in dem Herrn Jesus Christus grüßen Euch die Mitarbeiter von „Bibel für die Welt“ und    Euer Pastor Reinhard Sorger   

...durch Seine Wunden sind wir geheilt.    Jesaja 53,5