BfdW, Sulz - Okt. 04

 

….Erhebet eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht

 

Ihr lieben Missionsfreunde,

hier sind drei bewegende Bilder: - Da fährt ein Schiff auf hoher See, und die Besatzung schaut gebannt auf die schnell nahende Wetterfront eines Hurican, dem man nicht mehr ausweichen kann. - Eine Situation, die für uns und unsere Zeit geradezu als ein „Schlüsselerlebnis“ gelten kann. - Hier hilft nur noch ein totales Gottvertrauen! - Unvergeßlich auch der Blick vieler New Yorker am 11.9., vor nun schon drei Jahren, auf den ersten brennenden 414 Meter hohen Turm des Welthandelszentrums und das folgende Entsetzen über ein zweites Passagierflugzeug, das mit voller Kraft in den anderen Turm flog, um dann in einem gigantischen Feuerball zu explodieren. - Das dritte Bild zeigt schließlich Menschen, die mit tausend weißen Holzkreuzen  scheinbar ohnmächtig gegen den werktäglich tausendfachen Kindermord“ in Deutschlands Kliniken an Ungeborenen protestieren. - Das alles ist nur ein kleiner Ausschnitt der Welt, die uns täglich berührt. Schwere Katastrophen, grauenvolle Terrorangriffe „im Namen der Freiheit“ oder Zukunftsangst um die Rente, die Arbeit und die eigenen Kinder. Alles das läßt manch einen an die scheinbaren Grenzen des Verkraftbaren kommen. - Neulich las ich sogar in einer christlichen Wochenzeitschrift von einem „gewissen Verständnis“ für die jährlich über 11.000 Suizidtoten alleine in Deutschland. - Leider waren auch etliche Christen unter denen, die ihr Leben wegwarfen, weil sie Jesus nicht als ihren persönlichen Retter festhielten. - Doch so weit dürfte es unter  Christen gar nicht kommen (siehe Beilage!)! Allerdings haben viele der 11.000 gewiß noch nie von Jesu rettendem Evangelium gehört. Hier zeigt  sich mitten in Deutschland (und ganz Europa) eine dringende missionarische Aufgabe für uns Christen!

-  Wie geht es Dir, lieber Leser? -  Drücken Dich die Nachrichten unserer Zeit oder gar das eigene Leben oft so nieder, daß Du es auch manchmal unerträglich findest? - Hast Du auch schon gedacht, daß Gott uns zuviel zumutet?! - Die schrecklichen Naturkatastrophen überall auf der Welt, welche in den letzten 50 Jahren ganz dramatisch zugenommen haben; - der blindwütige islamische Terrorismus, vor dem nicht einmal Klein– und Schulkinder mit ihren Müttern sicher sind; - die Borniertheit, mit der die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft über den werktäglich tausendfachen „Babycaustallein in Deutschland hinweggehen, und der mittlerweile weltweit die Zahlen der von den Nazis ermordeten Juden (Holocaust) weit übersteigt?! - All das ist gewiß eine Zumutung für jeden, der noch ein Herz hat. Am allermeisten aber ist dieses alles gewiß doch für Gott selbst eine Zumutung, der mit ansehen muß, wie Seine Geschöpfe leiden  oder gar sich selbst zerstören! - Wer Gottes Wort nicht kennt und versteht, kann wirklich am ganzen Weltgeschehen irre werden! Die oft gestellte Frage, ob Gott denn das alles nicht vorausgesehen hat, kann von der Bibel her eindeutig mit „Ja“ beantwortet werden. So sagen es uns auch in Übereinstimmung mit den Prophetien des Alten Testaments die Worte Jesu: „Ein Volk wird sich über das andere erheben und ein Reich über das andere; und es werden geschehen große Erdbeben, hin und her Seuchen und Hungersnöte, auch Schrecknisse und große Zeichen vom Himmel werden sich einstellen...…... Und kein Haar von eurem Haupte wird verloren gehen. Durch eure Geduld gewinnet eure Seelen!..…...  Und es werden Zeichen geschehen an Sonne, Mond und Sternen. Und auf Erden wird Angst der Völker und  Ratlosigkeit beim Tosen des Meeres und der Wogen sein, so daß die Menschen in Ohnmacht sinken werden vor Furcht und Erwartung dessen, was über den Erdkreis kommen soll….... Und alsdann werden sie des Menschen Sohn kommen sehen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dieses zu geschehen anfängt, so sehet auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht!   aus Lukas 21

Deutlicher konnte es der Herr Jesus nicht sagen. Doch wie Seine Jünger damals es überhörten, wenn ER vom Leiden sprach, so neigen wir heute auch dazu, die unangenehmen Voraussagen zu verdrängen. Aber dieser ernste Hinweis wird von einem sehr tröstlichen begleitet. Jesus hat die Seinen zwar „wie Schafe unter die Wölfe“ gesandt,  aber ER läßt sie nicht allein  in diesen Verhältnissen! - Er sagt nicht, daß uns nichts von alledem betreffen wird; aber Er verheißt, daß kein Haar von unserem Kopf verloren geht, wenn wir im Vertrauen auf IHN im Glauben fest bleiben!  Für uns ist oft dieses Erdenleben die einzige Perspektive und hinter dem Horizont des Todes erscheint uns alles unsicher  und ungewiß. Doch Jesus läßt uns durch Sein Wort weiter sehen. - Der Gläubige schaut quasi im Vertrauen auf Jesus „über den Tellerrand“ des irdischen Geschehens hinaus und versteht so, daß er nicht aus Gottes Hand fällt, selbst wenn er in einem Terrorangriff zu Pulver verbrannt würde. - Entscheidend ist für uns hier die Frage; wie kommen wir zu dieser Gewissheit? Leider sind tatsächlich auch viele Christen sehr unsicher und verängstigt im Blick auf die Zukunft. Sie ähneln so oft den von Jesus im Text beschriebenen ungläubigen Zeitgenossen, die ohne Hoffnung sind. In ohnmächtiger Furcht vor den Dingen, die schon da sind und die noch kommen können, blicken sie in die Zukunft. - Woher sollen wir denn aber die Kraft und Gelassenheit hernehmen, zu der Jesus uns in dem obigen Wort auffordert? - Nun, Jesus hat nie etwas von Seinen Jüngern gefordert, ohne dazu auch die Möglichkeiten zu geben. „Ich gehe zum Vater, aber ich hinterlasse euch nicht als Waisenkinder,“ so spricht ER vor Seinem Abschied aus dem irdischen Sein zu den Jüngern (Joh.14). Jesus nennt uns den Schlüssel für ein solch` sieghaftes Glaubensleben in Joh. 14, 23, das unabhängig von den äußerlichen Verhältnissen ist: „Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und WIR werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. - In echten Krisenzeiten, wenn es schwer wird, dann kommt heraus, wovon wir leben und woher wir unsere Kraft beziehen. In Grenzsituationen, wenn alle irdischen Stützen wegzubrechen drohen, dann zeigt sich, ob wir aus der Kraft des HERRN leben, oder nur aus den mehr oder weniger guten eigenen Quellen eines natürlichen Menschenlebens. Die Zeichen der Zeit signalisieren uns, wie es mit uns und der ganzen Welt steht - daß das Reich Gottes bald in Vollendung kommt. Die Worte Jesu machen deutlich, daß Seine Brautgemeinde auch noch ein Stück mitleiden muß, bevor der Herr sie entrückt. - Leidensbereitschaft wird also ganz gewiß zum Christsein gehören müssen. Ein „Wohlfühlevangelium für Wohlfühlchristen“ wird somit als Verführung erkennbar, der wir vom Wort Gottes her deutlich widerstehen müssen! - Bevor der HERR kommt, um Seine Brautgemeinde zu entrücken, kommt vielleicht doch noch ein Stück vom „großen Abfall“, das für die Gläubigen mit viel Leiden verbunden, und was nach Ansicht mancher Bibelausleger auch schon in vollem Gange ist. - Die Welt wird aber trotz aller allgemeinen Befürchtungen zuvor nicht in einem gigantischen Weltkrieg untergehen, und auch nicht in „einem atomaren Blitz verglühen.“ - Dieses dürfen wir dem Wort Gottes entnehmen! - „Das Toben der Heiden“ (Ps.2,1) mag noch so schlimm werden und letztlich im „Reich des Antichristen“ gipfeln, aber der Herr Jesus bleibt der HERR der Geschichte! - Dieses ist das Zeugnis der ganzen Bibel; der vergangenen Menschheitsgeschichte, der Gegenwart, und dieses wird auch die Zukunft bestätigen! Denken wir nur an „den Feigenbaum“ (Israel), der wieder „grüne Zweige treibt,“ nachdem Israel als Nation fast 2000 Jahre zerstreut war (Mt.24,32). - Denken wir auch an die Gemeinde Jesu, die schon fast 2000 Jahre lang Jesus folgt, trotz aller Entartungen und Irrlehren der „Institution Kirche“! Das Wort Jesu bleibt bestehen, wie ER es verheißt; daß auch die Pforten der Hölle Seine Gemeinde nicht überwältigen werden (Mt.16,18)!      - Lassen wir uns also nicht irritieren von dem, was uns oft erschreckt! Die gegen Gott rebellierende Welt und alle verkehrte Religion wollen uns den klaren biblischen Blick zwar verstellen, aber der HERR sitzt im Regiment und Seine Zeit-Zeichen wollen von uns verstanden werden! - „Näher mein Gott zu Dir“ soll eben nicht nur gefühlvoll von uns gesungen werden, sondern es will täglich gelebt werden! Christus will in uns mit dem Vater durch den Heiligen Geist täglich wohnen und nicht nur in der Gemeindeversammlung oder im Gottesdienst am Sonntag!             

- Es ist damit klar, wir müssen unser Lebenshaus“ darum immer wieder neu reinigen und schmücken - Seinem Wort gehorchen und entsprechend handeln, damit der HERR als Ehrenkönig und Weltenheiland bei uns dauerhaft Wohnung nehmen kann! - Damit die Liebe und Heiligkeit Gottes durch uns hindurch anderen kund wird und auch sie gerettet werden für ein Ewiges Leben (Phil.5,4)!  ER will ja nicht nur eine kurze Gastrolle in unserem Leben haben. Wir sind von IHM geschaffen und wiedergeboren worden, „daß ER  ewig bei uns sei“ (Joh. 14,16)! - Hier wird deutlich, in welch‘ zeitlichen Dimensionen auch wir zu denken und zu handeln haben! Unser irdisches Leben bildet ja quasi in Gottes Augen nur „eine Millisekunde“ Seiner Ewigkeit! Dieses Wissen und ein Leben im Heiligen Geist machen uns auch belastungs- und leidensfähig, daß wir weder an der Welt noch an unserem eigenen Leben verzweifeln müssen, denn wir leben ja nun aus Gottes Kraft, auch wenn es durch Leid und Not hindurch zu IHM geht (2.Kor. 1,8ff)! - Menschen– und Todesfurcht wird uns so immer fremder, denn wir haben den Heiligen Geist ja schon als „Anzahlung für die Ewigkeit“ in uns wohnend (Eph.4,30). Während andere verzagt sind, dürfen wir in Gottes Kraft Zeichen der Liebe und Zuversicht setzen, uns für Schwache, Entrechtete und sogar vom Tod Bedrohte einsetzen - (siehe Titelbild und Demo-Termin in Berlin! Auf Jesu Wort hin und in der Kraft des Heiligen Geistes können wir den Kopf, die Hände und den Mund erheben, weil sich unsere Erlösung naht! - Das ist es, was uns der Herr in dieser Zeit durch Sein Wort besonders sagt! - Der Maßstab für uns muß darum sein, lebt der Herr durch Seinen Geist schon so in uns, daß wir etwas von der Frucht des Geistes an uns tragen (Gal.5,22), oder sind wir immer noch bloße „Schönwetterchristen“, die einzig und allein aus ihrer menschlichen Kraft schöpfen können und sich auf nichts mehr als ihre „Wasser– oder sogenannte Geistestaufe“ berufen können? Die Geistesfrucht ist zuletzt der Maßstab (Mt.7,19)! - Wollen wir uns doch alle dem Herrn ganz hingeben, damit ER ganz in uns Wohnung machen kann; - wie ER es in Stephanus tun konnte, der selbst angesichts des Märtyrertodes „voll des Heiligen Geistes“ blieb (Apg.7,55)!  Amen!   In Jesus verbunden, Euer R. Sorger