ER ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor aller Schöpfung! Kolosser 1,15

 

Ihr lieben Missionsfreunde,

wiederum beginnt die Advents- und Weihnachtszeit. Für manche von uns stellt sich damit aber erneut die Frage; warum das „alle Jahre wieder“?! - Wir wissen doch längst, wer Jesus ist und was Er für uns tat! Jedoch wer so fragt, übersieht den Sinn solcher feierlichen  Erinnerung. Gott selbst hatte schon Israel bestimmte Feste verordnet, die sie zur Erinnerung an die Heilsgeschichte Gottes mit Seinem Volk jährlich immer neu feiern sollten (2.Mo.12,14). - So, das Passahfest, das Laubhüttenfest, den Versöhnungstag, die Erntefeste usw. Ebenso haben Christen zeitig erkannt, daß die Geburt des Weltenheilands ein derartig einzigartiges heilsgeschichtliches Ereignis ist, daß man es mit Fug und Recht feiern darf; auch wenn Jesus selbst uns kein einziges Fest befohlen hat. Aber es ist wohl angemessen und gut, sich des himmlischen Geschenkes zu erinnern, mit dem wir so unvergleichlich beschenkt sind! Sicher, wir können den genaueren Termin von Jesu Geburt heute nicht mehr rekonstruieren, aber das macht nichts. Gewiß fällt auch jeder Tag des Jahres auf irgendein heidnisches Fest, aber wir feiern „alle Jahre wieder“ nur die unerhörte Tatsache, daß Jesus, das Ebenbild des alleinigen Schöpfers in diese unsere Welt als ein kleines hilfsbedürftiges Kind geboren wurde! Gott beschenkte uns mit Ihm so reich, daß wir gar nicht anders können, als auch unsere Mitmenschen zu beschenken! Paulus bringt dies in unübertroffener Weise mit den obigen Worten zum Ausdruck: Jesus - „ganz und gar (wie) der Vater“; wahrer Gott und wahrer Mensch, durch den und zu dem hin alles geschaffen wurde (Kol.1,15f)! - Wie kleine Kinder staunend und strahlend vor ihren Geschenken stehen, so und noch viel mehr, stehen wir Gläubigen „alle Jahre wieder“ vor dem Geschenk der Menschwerdung Gottes in Jesus, uns zu Gute! -  Doch als Gläubige erkennen wir mit Paulus, auch den Zusammenhang und Sinn von Weihnachten und Karfreitag. - Die Geburtsgeschichte Jesu für sich genommen rührt jedes noch so harte Menschenherz an. Wir aber sehen dahinter, daß sich hier die alttestamentliche Verheißung des kommenden Messias erfüllt (Jes.7,14), der dann einmal am Kreuz Sein Leben geben wird, um so für alle Menschen die Sündenschuld abzutragen (Jes.53). Der Beginn dieses in der Menschheitsgeschichte einzigartigen Erlösungswerkes ist so großartig, ja unübertrefflich, daß es sehrwohl angemessen erscheint, dieses Kommen des Gottessohnes in die Welt in einem bescheidenen christlichen Festrahmen zu begehen! - Kein Gläubiger wird hier ein „Konsumfest“ daraus machen. Kein Solcher wird das Drumherum für wichtiger nehmen, aber er wird in Freude auch mit der Familie und der Gemeinschaft anderer Gläubiger, den Herrn preisen und in Dankbarkeit seinen Mitmenschen ebenso Freude bereiten wollen. Vor allem wird er gerade zu diesem Anlass besonders bereit sein, die frohmachende Nachricht vom Heiland der Welt weiter zu geben. Denn Jesu „Missionsbefehl“ (Matth.28,18f) richtet sich an alle Gläubigen. - Wenn nun Jesus, das Ebenbild Gottes, in unsere Welt kam, dann haben wir mit Ihm ja nun auch ein wirkliches „Vorbild“, dem wir als Christen nacheifern können! Nun müssen wir nicht mehr ängstlich suchen und fragen, wie wir als Menschen denn Gott gefallen können, um in Seinen Himmel zu gelangen?! - Nein, mit Ihm kam die Ebenbildlichkeit des HERRN endlich selbst in die Welt, wie ER es sich schon bei der Schöpfung gewünscht hatte, als Er sprach: „Laßt uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei...“ (1.Mo. 1,26)! - Wie wunderbar, daß wir nicht mehr am eigenen „Selbst“ basteln müssen! Das konnte immer nur scheitern. Der HERR will uns selbst in „das Bild Jesu“ umformen durch Seinen werten Heiligen Geist! - Wie „Herrlich“! Keine „Werkgerechtigkeit“, von der die Kath. Kirche noch heute redet, prägt uns in Jesu Bild um! Alles ist Sein Geschenk! - Kein „Fegefeuer“ das nach dem Tod  „uns besser macht“ (wie die Kath. Kirche seit Luther noch heute lehrt)!  Gott selbst tut es im Glauben an Jesus; im Gehorsam des Heiligen Geistes! Paulus hat uns dieses in seinem Philipperbrief so wunderbar mit dem altehrwürdigen „Christushymnus“ aufgeschrieben (Phil.2,5-11):

Jeder sei gesinnt, wie Jesus Christus auch war. ER, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht als einen Raub(fest), Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt. ER erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz.....                        

Leider brauchen wir heute immer weniger Phantasie, um die ganze Zumutung und Erniedrigung des Gottessohnes zu erahnen, die es für Ihn mit sich brachte, in diese von Sünde, Schande, Tod und Teufel entstellte Welt zu kommen. - Die Welt vor 2000 Jahren ist uns einigermaßen fern und fremd, aber unsere heutige Welt demonstriert handgreiflicher denn je, ihre ganze Fremdheit gegenüber dem Heiland. - Kriege ohne Ende hin und her, nicht nur in Afrika, Asien und Nahost. Offene und verdeckte Christenverfolgung in allen Teilen der Welt (auch bei uns) und eine sich rasant  ausbreitende antichristliche europäische „Kultur-Diktatur“, die sich anschickt, zu gegebener Zeit alle Macht an eine „Welteinheitsregierung“ abzugeben. Hinzu kommt eine kriminelle Maßlosigkeit in der Welt-Finanzwirtschaft, korrespondierend mit einem moralischen Verfall ohne Beispiel. Als Kontrast dazu, eine rapide schrumpfende Bevölkerung in allen westeuropäischen Ländern mit gleichzeitiger   Überfremdung, verfallende Familienstrukturen, „Geburtenverweigerung“ und Abtreibung. - Gerade für eine solche- und in eine solche Welt kam der Gottessohn, um die Erlösung zu vollbringen!!! - Wie unbeschreiblich groß muß doch die Liebe Gottes sein, daß ER bereit war, in eine derartig von der Gottesebenbildlichkeit entfremdete Menschheit zu kommen! „Niemand hat größere Liebe, als die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde.“ So sagt Jesus in Joh.15,13 - bleibt noch hinzuzufügen; ja, sogar für seine Feinde gab Er Sein Leben(Röm.5,10). Das ist die unübertroffene Botschaft, die mit Weihnachten begann! Deshalb feiern wir staunend und stammelnd das Kommen Jesu in die Welt alle Jahre wieder: „Herrscher des Himmels erhöre das Lallen, laß Dir die matten Gesänge gefallen, wenn Dich Dein Zion mit Psalmen erhöht!“ So läßt es Bach im Weihnachtsoratorium singen und sagen. - Wenn sich nun der Gottessohn nicht zu gut war, für unsere Welt zu erniedrigen, dann wollen auch wir als Seine Kinder und Zeugen unser Leben für die Rettung teurer Menschenseelen einbringen!  Das Geschenk der Errettung und Gotteskindschaft für sich anzunehmen, das mit der Geburt Jesu begann, bedeutet ja letztlich auch, mit dem HERRN eins zu werden. „Er in uns und wir in Ihm“(Joh. 15,5). Dazu müssen wir mit IHM wirklich ganz eins werden und auch ganz mit IHM übereinstimmen. Viele Christen haben wohl das Verlangen, „mit Gott zu gehen“, aber wollen sie auch mit Ihm ganz übereinstimmen? - Mit Gott übereinstimmen heißt, dasselbe zu sagen, was ER in Seinem Wort sagt; dasselbe an Wertmaßstäben sich anzueignen, wie sie Gott uns in Seinem Wort durch Jesus und den Heiligen Geist offenbart. Gott ändert Seine Meinung und seine Normen nicht! So müssen wir das Geschenk der Gotteskindschaft auch festhalten und bewahren, indem wir mit IHM immer wieder neu übereinstimmen! - Durch Jesus sind wir zu Seinen Kindern und neuen Kreaturen geworden. Wir sind Überwinder durch  IHN - keine „Versager, Schwächlinge oder schlechte Christen“, oder was sonst uns noch vom Teufel vorgehalten wird! Wir halten uns an das Wort Gottes und nehmen uns täglich vor, mit Gott übereinzustimmen! - Sobald wir nur merken, daß wir durch Sünde von Ihm abgewichen sind, wollen und müssen wir umkehren zu IHM, und ER vergibt uns augenblicklich um Jesu Willen. So leben wir täglich neu von dem Geschenk der Gotteskindschaft. Wenn wir mit dem Herrn übereinstimmen, dann sind wir „Botschafter an Christi Statt“ (2.Kor.5, 20). - „Es steht geschrieben“  - das war Jesu „Machtwort“, wenn IHN der Teufel oder Menschen anfochten, um Ihn von Seinem göttlichen Auftrag abzubringen. - Wir haben den Größten, den Mächtigsten und den Wunderbarsten an unserer Seite, seit ER in diese Welt kam! Warum sollten wir uns denn durch den zeitweiligen Augenschein und die Machenschaften des Teufels mit all seinen Helfershelfern zu „Bonsai-Christen“ zurück züchten lassen?! Wir müssen vielmehr bestrebt sein, mit dem Allerhöchsten stets überein zu stimmen! - Das ist das Einzige, was wir wirklich müssen, die wir Seinen göttlichen Anspruch in dieser Welt vertreten sollen! - So haben wir auch alles, was ER uns zusagt! Wenn wir aber schweigen und Sein Wort nicht in uns ist, so ist unser „Licht unter dem Scheffel“, dann bringen wir uns nicht nur um wunderbare Erfahrungen mit dem Herrn, zudem wird uns auch niemand die eigene Erlösung abnehmen. Ich danke darum dem Herrn für Sein wunderbares Kommen in die Welt z.B. wie folgt:

„Ich bekenne Jesus als meinen Herrn und Retter (Röm.10, 9f); Ich besitze also durch Ihn Rettung und habe einen wunderbaren Chef! - Ich bekenne, daß ER mich von allen Sünden rein gemacht hat und daß ich durch Seine Wunden geheilt bin (Jes.53); Ich habe also Erlösung von Sündenschuld und darf Heilung auch persönlich haben oder erwarten. Jesus hat mich frei gemacht von aller Tyrannei (Joh.8,36); Darum bin ich ein wirklich freier Mensch. Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist (Röm.5,5); darum habe auch ich Liebe für alle Menschen. . Gott sagt, Ich will dich nicht verlassen noch versäumen (Hebr.13,5; 1.Joh.2,27); Ich bin also beständig von der Gegenwart Gottes im Heiligen Geist umgeben und niemals wirklich allein. Ich bekenne, daß ich im Namen Jesu den Teufel und seine Dämonen vertreiben kann (Mk.16,17); Ich besitze also Vollmacht, mich und andere in Jesu Namen von Satans Tyrannei zu befreien. Ich bekenne, daß der Herr Seinen Kindern Vollmacht gab, auch für Kranke zu beten und ihnen wohltuend die Hände zur Heilung aufzulegen (Mk.16,18; Jak.5,14). Ich bekenne auch, daß mein Gott alle meine Bedürfnisse (zu Seiner Zeit) stillen wird und ich letztlich trotz Leiden keinen Mangel haben werde (Ps.23,1;Phil.4,19); Gott wird all meinen Mangel ausfüllen!“  nach Don Gossett                              

Diese und noch viel mehr Verheißungen sind uns durch Jesus als Gottes wunderbare Zusagen und Geschenke gegeben! Alles, was Er uns zusagt, das hält Er auch gewiß (2.Kor.1,20). Nicht zuletzt hat Er uns Ewiges Leben verheißen, in dem alles, was noch nicht in diesem Erdenleben erfüllt wurde, seine völlige Realisierung finden wird!  

Ihr lieben Missionsfreunde, „Christ, der Retter ist da!“ Das wollen wir dieser nach Erlösung seufzenden Menschheit hier bei uns und überall bezeugen! Der Herr Jesus segne Euch alle vom Himmel her!   Euer BfdW-Team mit P. R.Sorger