ER (Jesus) aber wurde durchbohrt

um unserer Übertretung willen,  zerschlagen wegen unserer Missetat; die Strafe, uns zum  Frieden, lag auf IHM, durch SEINE Wunden sind wir geheilt!   Jes.53,5

 

Ihr lieben Missionsfreunde,

- was für eine Aussage macht hier doch der Priester und Prophet Jesaja in Jerusalem schon um 700 vor Chr.  über den Messias! Wie genau beschreibt er, hier das Leiden und Sterben des Heilands, der nicht nur für Israel, sondern auch als Retter der Heiden sein Leben lassen wird! Umfassend erklärt Jesaja hier prophetisch das ganze Geschehen als Gottes wunderbares Rettungshandeln für eine in Sünde und Tod verstrickte Menschheit!  - Nicht Macht und Gewalt soll die Wendung zum Besseren bewirken, sondern das hingeopferte unschuldige Leben im Leiden und Sterben des Gottesknechts! - Wer Jesaja 53 ehrfürchtig liest, der kommt aus dem Staunen und Anbeten der Liebe Gottes nicht mehr heraus. Nicht umsonst war dieses auch der Schlüsseltext für den Glauben des ersten Afrikaners in Apostelgeschichte 8,32. - Bitte lest einmal den ganzen Text von Jesaja 52,13 einschließlich Kapitel 53!

– Es ist geradezu überwältigend, wie Gott hier Seinen Rettungsplan durch Jesus Christus im Detail voraus entfaltet! - Jahrhunderte lang hatten die Juden diese Worte in ihren Synagogen gelesen und doch nicht verstanden, daß hier der Gipfel des göttlichen Rettungsplans beschrieben steht. Eine „dicke Decke“ des Unglaubens verhüllte ihren Verstand, so daß sie nicht einmal nach Karfreitag und  Ostern begriffen. – Ja, wie sollten sie auch in dem geschundenen Rabbi aus Nazareth ihren Messias und den Heiland aller Welt erkennen, wenn sie Ihn bloß mit Krafttaten, in Glanz und Herrlichkeit vom Himmel her erwarteten?! – Der irdische gekreuzigte Jesus erschien ihnen als ein an den Verhältnissen gescheiterter religiöser Wundertäter, der letztlich auch die Erwartungen der Massen enttäuschte. Deshalb sollte ER nur als Fußnote der jüdischen Geschichte noch Erwähnung finden. – Wie merkwürdig, seit dem hat sich in der Beurteilung des Herrn im Judentum eigentlich nichts geändert. Nur eine kleine Gruppe messianischer Juden hat Jesus als ihren Messias entdeckt. Doch sie haben es schwer unter ihrem Volk und brauchen viel Unterstützung. Und die große Masse der heutigen Menschheit sieht in Jesus bloß „einen Religionsstifter“ und hat keine Ahnung von Ihrem Heiland. - Dennoch wird das Grundproblem der Menschheit eben nur durch diesen leidenden und sterbenden Gottessohn gelöst! Nämlich die Frage: Wie bekomme ich einen gnädigen Gott; wie bekomme ich große Gewißheit, daß mich meine Sündenschuld auch nach dem Sterben nicht mehr von Gott trennen wird?! - Die Menschen früherer Jahrhunderte waren an dieser Frage sehr interessiert, vielmehr als die Leute hier in der westlichen Welt. Ihnen war im Alltag die grausame Realität eines plötzlichen Todes ganz anders vor Augen. Das Sterben selbst und die Frage nach dem Woher und Wohin des Menschen, wird hingegen bei uns in Westeuropa verschwiegen und verdrängt und in Kliniken an „Spezialisten“ abgegeben. „Schmerzlindernde Medizin“ und „Sterbebegleitung“ sollen solche Fragen ersetzen. Aber es bleibt die Frage nach dem gnädigen Gott und nach dem „was dann kommt?“ - In dem leidenden und sterbenden Gottessohn kommt der allmächtige Gott uns frontal entgegen!  Er konfrontiert uns unausweichlich mit den Folgen unserer Sünden, indem der geliebte Gottessohn wegen  Deiner und meiner Schuld sterben muß; - der Unschuldige und Heilige für die Sünder und Heillosen!  Der so liebende Jesus war derart verachtet, daß man das Angesicht vor ihm verbarg (Jes.53,3). - Selbst jene Menschen, die ihm vor einigen Stunden noch als Messias zujubelten, verbargen ihr Gesicht vor Ihm. Diese Geißelung und blutige Kreuzigung konnten und wollten sie nicht mit ansehen. Jesus hatte sie enttäuscht, nun war er es nicht mehr wert, daß man sich mit seinem weiteren Schicksal befaßt. Das „Hosianna“ und das „Kreuzige“ liegen bis heute dicht beieinander. –

Du edles Angesichte, davor sonst schrickt und scheut

das große Weltgewichte, wie bist Du so bespeit, 

wie bist Du so erbleichet! Wer hat Dein Augenlicht, 

dem sonst kein Licht nicht gleichet, so schändlich zugericht´  

( Paul Gerhardt 1656)

Immer wieder neu staunend und anbetend stehen wir vor diesem Geheimnis und halten den Atem an. Wie konnte nur der allmächtige Gott so Seine Größe und Majestät verleugnen?!    Bis zur völligen Unkenntlichkeit, so möchten wir menschlich sagen. Kein Wunder, daß auch die Jünger voller Schmerz und Verzweiflung sich abwandten (Mt.26,56). Welcher Mensch kann schon das so von Qual entstellte Angesicht des Gottessohns ansehen?! Seine Mutter, der Jünger Johannes und die andere Maria, sie hielten als einzige beim Gepeinigten aus; unter großem eigenen Schmerz. - Doch seit Ostern wissen wir nun: Es geschah in all dem Schrecklichen dennoch Gottes verborgener und schon in Jesaja 53 geoffenbarter Wille!

In dem gequälten, entstellten Jesus kommt Gott uns Sündern unzweideutig zur Rettung entgegen:                                    

Gott kommt dir von vorn entgegen, zeigt dir Sein Gesicht. 

Er kennt dich und nimmt dich ernst, belächelt dich nicht.

In Jesus ließ ER sich hier bei uns hören und sehen; 

nur offene Arme warten, wenn wir zu Ihm gehn.“

( Manfred Siebald )

Alle Verachtung, Schmach, Einsamkeit, Schmerzen, Todesfurcht und Gottverlassenheit trug Jesus für uns Menschen am Kreuz in unüberbietbarer Weise, wie sie kein Mensch je ertragen könnte. So erlöste Er alle Gläubigen davon, daß nichts Derartiges uns mehr von Gottes Liebe zu trennen vermag (Römer 8,39)! Dies bedeutet freilich nicht, daß wir, an Jesus Gläubigen, nun künftig aller irdischen Not und Verfolgung enthoben wären. Aber wir haben von nun an, auch wenn wir an Jesu Stelle Leid und Verfolgung zu tragen haben, den göttlichen Beistand zur Seite, der uns zu Überwindern macht! Was für unglaubliche Qualen haben in der Vergangenheit und in der Gegenwart oftmals Christen auszuhalten, und sie haben  überwunden durch des Lammes Blut und durch ihr Zeugnis (Offb.12,11)!  - Tausende von Christen in Afrika, China, dem Nahen- und Mittleren Osten, mußten und müssen auch diese Erfahrung machen.  Selbst wir Christen in Europa müssen unbedingt bereit sein, für Jesus und Sein Evangelium Leiden und Verfolgung bis zum Äußersten zu ertragen! Ohne diese ganz entschiedene Bereitschaft werden wir uns künftig nicht als Jesu Jünger erweisen können. Leidensbereitschaft um des Evangeliums Willen ist zu allen Zeiten das Kennzeichen für wirklich wiedergeborene Christen gewesen. Mit Riesenschritten gehen auch wir hier in Europa einer antichristlichen Epoche entgegen (Siehe auch Seite 3-4). Dafür brauchen wir Kraft von Oben, die auch noch im Leiden getröstet ist. Paulus ermutigt die Korinther so: „Denn gleichwie die Leiden Christi sich reichlich über uns ergießen, so fließt auch durch Christus reichlich unser Trost.“ 2.Kor.1,5  -  Bevor unser  HERR in Herrlichkeit wiederkommt, um Seine Brautgemeinde zu holen, wird manches Leiden über die Kinder Gottes gehen. Das sagte auch der Prophet Maleachi um 500 vor Christus voraus und wir wollen uns nicht widersetzen, wenn das zu unseren Zeiten beginnt. Wissen wir doch schon lange, daß wir im letzen Teil der Weltgeschichte vor Jesu Kommen leben. Eine Begebenheit, die mir kürzlich berichtet wurde, kann uns das veranschaulichen:

Der Goldschmied

Eine Gruppe treu auf ihren Herrn wartender Christen las gemeinsam Maleachi 3, um das Kommen des Messias besser zu verstehen. Auch wollten sie das Wesen Gottes besser kennen lernen, und was das Leiden für eine Funktion in Seinem Plan hat. So sannen sie über folgenden Vers nach:      

Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen; er wird die Kinder Levis reinigen und sie läutern wie Gold und Silber; dann werden sie dem HERRN Speisopfer bringen in Gerechtigkeit.  Maleachi 3,3 

„Was meint der Herr nur damit?“ sagte eine Frau.  Eine andere sagte: „Nun, Er redet hier von der Reinigung des Silbers, das ist doch klar!” Und so fuhren sie fort in ihrer Bibelbetrachtung. Aber einer anderen Frau ließ dieser Vers keine Ruhe, und so fragte sie in den folgenden Tagen einen Goldschmied an, ob sie ihm beim Reinigen des Silbers einmal zusehen kann. Der Mann war einverstanden, und so kam sie zu ihm. Sie sah, wie er das Silber über einer heißen Flamme zum Schmelzen brachte. Er erklärte ihr dabei, daß es nötig ist, das Silber an der heißesten Stelle des Feuers zu schmelzen, damit alle Verunreinigungen und Schlacken weggebrannt werden. Dabei fiel ihr die Bibelstelle ein und sie dachte, daß Gott uns wohl manchmal auch einer heißen Flamme der Not aussetzen muß, um uns ganz zu reinigen. Die Worte Maleachis kamen ihr wieder in den Sinn: „Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen….” Wieder fragte sie den Goldschmied: „Ist es richtig, daß du hier bei dieser Arbeit sitzen mußt?“ Er antwortete: „Ja, ich muß hier sitzen und nicht nur das Silber im Tiegel halten, vielmehr muß ich genau hinsehen auf das Silber, daß ich den richtigen Moment erkenne, wenn es rein ist. Denn wenn es zu lange im Feuer ist, wird es zerstört. Die Frau wurde ganz still für einen Moment. Dann fragte sie nochmals: „Wie kannst du aber den rechten Moment erkennen, daß das Silber ganz rein ist?“ Er lächelte sie an und sagte: „O, das ist ganz einfach – wenn ich mein Angesicht im Silber erkenne!“ - Jetzt verstand die Frau was Gott ihr in Maleachi 3 sagen wollte.                         

- Wenn du heute „die Hitze des Feuers“ in deinem Leben spürst, dann erinnere dich daran: Gott hat beide Augen auf dich gerichtet und Er will Sein Angesicht sehen in dir!  Laß es geschehen, was zu Deiner Reinigung und Zubereitung passiert! Du mußt wissen, Gott wacht über dir! Und was immer auch geschieht und wo auch immer du hindurch mußt, am Schluß wirst du eine bessere Persönlichkeit sein in Gottes Hand! Paulus bringt es zusammenfassend auf den Punkt, was je über Leiden in der Gegenwart des Herrn auf dieser Erde gesagt werden kann: „Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein?  Welcher sogar seines eigenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn für uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?!“ Römer 8,31f

Das läßt uns in Gegenwart und Zukunft froh sein! Der Auferstandene wiederkommende Herr gibt uns genügend Kraft, IHN öffentlich fröhlich zu bezeugen! - Jesus lebt! - In IHM sind auch wir Überwinder! ER segne Euch reich in dieser schönen Osterzeit, wo selbst die Natur von der Auferstehung des Herrn predigt!

In Jesus und dem himmlischen Vater durch den Heiligen Geist verbunden verbunden - grüßen B.f.d.W.  mit P. R. Sorger!

 - Jesus lebt! - Halleluja! -