An den „Schwarzwälder Boten“ per e-mail, der auch im wesentlichen Teil abgedruckt wurde.

 

Leserbrief zum Thema: „Bildungsnotstand“ und „Harry Potter-Fieber“

Viele machen sich Sorgen um die Zukunft der Jugend und damit auch um die Zukunft Deutschlands. Wenn man den Bildungsnotstand deutscher Schüler laut in der Pisaer Studie beklagt, kann man nicht umhin, auch einmal das Freizeitverhalten durchschnittlicher Schüler zu betrachten. Da sind z.B. gehör- und nervenzerstörende Discomusiken mit oft dissozialen und okkulten Inhalten, sex-, porno- und gewaltverherrlichende Jugendzeitschriften, Computerspiele und Filme als wesentliche Ursachen der Desorientierung und Unkonzentriertheit junger Menschen auszumachen. Was gut oder schlecht, schädlich oder nützlich ist, soll ein junger Mensch selbst herausfinden – so entschuldigt sich eine Erwachsenenwelt - und wundert sich dann über mangelnden Leistungswillen und „No future-Stimmung“ unter der Jugend. - Nun sollen auch noch die Kleinsten zwischen 6 und 13 Jahren auf fantastisch unterhaltsame Weise in die eigentlich grauenvolle Welt des Okkulten eingeführt und auf übersinnliche Wahrnehmungen eingestimmt werden - mit Harry-Potter Literatur, Film, Zauberspielzeugen und Partys. Verwundert reibt man sich die Augen, wenn in der „Oberndorfer Zeitung“ vom 1. und 7. Dez. zu lesen ist, daß ein Stadtjugendpfleger mit öffentlichen Mitteln die Kinder zu einer „Harry-Potter-Party mit Zauberteam“ einlädt. Mit spielerischer Einführung in die Hexerei und das ganze Gebiet des Okkulten (wozu auch Satanismus letztlich gehört), sollten Jugendpfleger eigentlich nicht versuchen, unsere Jugend „zu fördern“!  Weltflucht ins Fantastische - also aus der Wirklichkeit ins Okkulte, hat noch nie einem Menschen oder Volk gut getan! - Schauen wir uns doch die Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika an, in denen Zauberei und Okkultismus zum täglichen Leben gehören! Es sind die rückständigsten und ärmsten Länder der Welt in denen als Folge okkulter Praktiken nervliche Zerrüttung, kollektive Ängste und Wahnvorstellungen weit verbreitet sind. –

Wir sollten uns vielmehr auf unsere geistigen Wurzeln besinnen, die Deutschland und Europa in Kultur, Wissenschaft und Technik Jahrhunderte lang an die Weltspitze führten, trotz aller religiöser Verirrungen, wie Hexenwahn des Mittelalters und dreißigjährigem Krieg. Es war und ist der christliche Glaube, der den Menschen befreite von aller Angst vor Geistern und übersinnlichen Erscheinungen und fähig machte die Welt zu erkennen und den Fortschritt zu ermöglichen! - Wer unsere Jugend nun wieder neu auf spielerische Art mit diesem dunklen Gebiet in Kontakt bringen will, tut ihr und auch ganz Deutschland keinen Gefallen. Das sollten zumindest Schüler, Eltern, Bildungs-Politiker, Kirchen und Lehrer bedenken!

R. Sorger,  Bibel für die Welt,  Sulz-Mühlheim