Ihr lieben Missionsfreunde!

In dieser dunklen Jahreszeit am Ende des alten und zu Beginn eines neuen Jahres feiern wir alljährlich die Geburt unseres Heilandes, Jesus Christus. Manchen lieben Mitchristen ist dieses Fest etwas suspekt, weil der Termin sehr nahe an heidnischen Wintersonnenwendfesten liegt und wir auch nicht mehr genau sagen können, an welchem Tage exakt die Geburt unseres Erlösers geschah. Aus diesen oder ähnlichen Gründen feiert mancher ernste Christ gar kein Weihnachten mehr. - Wir meinen aber, daß die Geburt unseres Herrn, der wichtigste Termin zusammen mit Karfreitag, Ostern und Pfingsten ist und darum sehr wohl würdig ist, gefeiert zu werden. - Wir sind in Jesus so sehr beschenkte Leute, und dürfen nun auch etwas von der überströmenden Freude über alle Seine Gaben und Seine große Liebe zu uns weiterschenken! - Insofern haben auch Geschenke zu Weihnachten durchaus ihren guten geistlichen Sinn, und wir sollten uns das Schenken auch nicht durch einen überdrehten „Konsumrummel“ des Handels mies machen lassen, der schon im August Pfefferkuchen und Weihnachtsgeschenke anbietet.

Immerhin hat selbst der Herr Jesus schon kurz nach Seiner Geburt wertvollste Geschenke erhalten. Denken wir an den Bericht in Matthäus 2 über die drei Weisen aus dem fernen Morgenland. Sie brachten nicht nur die ersten Geschenke zum Jesus-Kind, sie waren auch die ersten Heiden, die durch Gottes „spezielle Missionsarbeit“ erreicht wurden. - Sie lebten in einer geistlichen Finsternis des Aberglaubens und Okkultismus, wahrscheinlich im heutigen Irak oder Iran, und glaubten an die Macht der Sterne. Vermutlich kannten sie den Gott Israels nur aus großer Ferne. Doch genau diesen ließ der HERR buchstäblich „ein Licht aufgehen“. Er machte ihre heidnische Finsternis hell und leitete sie durch eine tatsächlich noch heute wissenschaftlich nachzuvollziehende Sternkonstellation nach Israel zu dem neugeborenen Weltenheiland. An diese buchstäbliche „Sternstunde“ der Heidenmission erinnert unsere schöne Tradition, einen beleuchteten Papier- oder Folienstern aufzuhängen. Auch wenn viele unserer Zeitgenossen gedankenlos, oder bloß romantisch bewegt einen Stern aufhängen, so ist dieser adventliche Brauch dennoch mit einer echt missionarischen Botschaft ausgestattet: - Gott vermag durchaus auch das Herz okkulter abergläubischer Menschen anzurühren und sie zum hellen Licht des Evangeliums zu führen! - Im Urtext wird hier von „Magiern“, also Zauberern gesprochen. - Wie tief hat sich da der allmächtige Gott herabgebeugt, um die rettende Botschaft auch solchen Leuten zu öffnen, die nach Gottes eigener Strafandrohung im Gesetz des Mose wegen ihrer Zauberei in Israel getötet werden sollten (2.Mose 22,18).

- Wenn wir uns heute in Deutschland und Europa umsehen, stellen wir fest, wir sind umgeben von Millionen horoskopgläubigen Menschen, die regelmäßig ihr Horoskop in Zeitungen und Zeitschriften lesen, sich auf jedes neue okkulte Harry Potter-Buch stürzen, Zauberei für eine gute Sache halten, und „in der fünften Jahreszeit“ die alten heidnischen Geisterbräuche mit übergroßer Inbrunst feiern. Wie riesig die Finsternis allein in Deutschland ist, zeigt die Verkaufszahl von über 16 Mio. okkulten „Harry Potter“ Büchern, die allein im deutschsprachigen Raum in den letzten Jahren umgesetzt wurden. Diese vielen Menschen, in Aberglaube und Magie eingefangen, irritieren uns zuweilen mit ihrem ganzen schrillen Gehabe, aber sie sind es auch, die wir gerade in dieser dunklen Zeit am Ende des alten Jahres und zu Beginn des neuen mit dem hellen Licht des Evangeliums erreichen können. In ihre Finsternis soll unser Licht leuchten als Orientierung, die zum Heiland weist! - Der leuchtende Stern von Bethlehem, unser symbolischer Stern am Haus und das Licht Jesu in unseren Herzen, sollen diesen„Neuheiden“ um uns her den Weg zu Jesus erleuchten!  -  Jede brennende und jede elektrische Kerze soll uns und die Ungläubigen an „das Licht der Welt“ Jesus Christus erinnern! - Dabei sind unsere „Goldenen Worte aus der Bibel“ auch eine großartige Hilfe. Gottes Wort vermag nämlich selbst das Herz eines „modernen Magiers“ zu öffnen, denn es redet von dem selben Herrn, wie damals an der Krippe. - Als Unwissende und Ungläubige, aber voller Sehnsucht nach Rettung und Heilsgewißheit, leitete der Stern die Magier damals zum Heiland. - Angestrahlt von Jesu himmlischem Licht gingen sie gläubig und gänzlich verändert nach Hause. „Wir haben Seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, Ihn anzubeten“ -  so sagten sie damals dem König Herodes. -  Sie hatten „das Zeitzeichen der Welt- und Menschheitsgeschichte“ nicht nur gesehen, wie viele anderen auch, die den Nachthimmel betrachteten. Sie deuteten vielmehr das Ereignis richtig. Hatte es Gott ihnen vielleicht offenbart, oder hatten sie alte prophetische Schriften gelesen, wie etwa 4. Mose 24,17 ? - So mancher unserer ungläubigen Zeitgenossen erkennt die Zeichen der Weltgeschichte auch; - daß nämlich alles Weltgeschehen zunehmend menschlichen Händen entgleitet und auf ein nicht abwendbares katastrophales Ziel zuläuft, - aber es fehlt ihm noch der lebendige Wegweiser zum Herrn der Weltgeschichte. Den findet man  nicht in Zauberbüchern oder anderen Schriften der Weltliteratur, sondern allein in der Bibel. So fehlt unseren okkult verbildeten Mitmenschen eben der entscheidende Hinweis auf das Ziel der Weltgeschichte; nämlich den in Herrlichkeit wiederkommenden Weltenheiland, Christus.  - „Warum toben die Heiden und die Völker reden so vergeblich?.....“- so fragte David schon im Psalm 2. - Wir kennen die Antwort heute durch den Mund des Heilandes selbst, der dieses mehrfach als Zeichen vor Seinem Kommen ankündigt (Mt.24,7).  Bei aller Dunkelheit um uns her, tappen wir, dem HERRN sei Dank, eben nicht im Dunklen, wie die Menschen ohne Jesus.  -  Wir haben einen hellen Schein in unser Herz bekommen, daß nun durch uns auch andere erleuchtet werden können. Paulus sagt deshalb:                                       .     .Denn Gott, der da hieß das Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.“(2.Korinther 4,6)

Unlängst rief uns eine Frau an, und bestellte „Goldene Worte“ mit einem Bibelkurs. Dabei sagte sie: „Wissens Sie, daß ich vor 20 Jahren aus der tiefsten Finsternis durch so ein kleines Goldenes Wort gerettet wurde?  -  Ich steckte damals im Sumpf der Drogen, des Okkultismus und aller nur denkbaren Sünden. Da schenkte mir jemand so ein kleines Wörtchen. Ich las es und wußte, das betrifft dich! - Ich gab dann mein verdorbenes Leben ganz hin an Jesus, bestellte mir ein kostenloses Neues Testament und einen Bibelkurs bei Ihnen und von da an kam ich aus der tiefsten Finsternis heraus. Wenn ich heute zurückdenke, so kann ich das Wunder kaum fassen.  Heute will ich das, was mich mit dem Herrn bekannt machte und rettete, einer Freundin weiter geben, die es auch so nötig braucht, wie ich damals.“  - Ja, wer aus der Finsternis ins helle Licht unseres Herrn durchgedrungen ist, der kann den Unterschied zwischen Licht und Finsternis besonders kraß und dankbar empfinden! Und man kann auch auf seinem Angesicht schon den Widerschein des Lichtes wahrnehmen, das Jesus ins Herz gebracht hat. Die Freude über Jesu totale Vergebung und die Bereitschaft, Ihm nun kompromißlos zu folgen auf dem Weg in die himmlische Heimat, die läßt sich einfach nicht mehr verbergen! - Ist das auch so bei Dir, liebes Gotteskind?  Oder läßt Du Dich manchmal noch von der Dunkelheit und Sünde dieser Welt beeindrucken? - Wenn ja, dann kehre schnell um und gehe im Geist mit den drei Weisen zu Jesus, - betrachte was Gott uns mit IHM geschenkt hat und gibt Dich ganz neu dem HERRN hin! - Dann wird Dir das Große wieder groß sein und das Kleine klein. Ganz gleich in welcher Lage Du auch bist, ob Du allein und alt in Deinem Zimmer von Menschen vergessen Dir vorkommst, oder ob Du von Krankheit angefochten bange in die Zukunft blickst; der Lichtschein Jesu wird Dich treffen und es in Dir und um Dich her hell machen! Und wenn Du einen Menschen hast, der noch in Schwachheit und Gottesferne ohne Jesus lebt, dann gib Ihm von Deiner geschenkten Liebe und den Dir anvertrauten Gaben weiter, daß es auch in seinem Herzen hell werde! Bringe ihn zusammen mit Dir und Deinen Glaubensgeschwistern vor den Herrn und bete mit den bekehrten Weisen:

Ich steh‘ an Deiner Krippe hier,

o Jesu Du mein Leben;

Ich komme, bring und schenke Dir,

was Du mir hast gegeben.

Nimm hin,  es ist mein Geist und Sinn,

Herz, Seel‘ und Mut,

nimm alles hin

und laß Dir’s wohlgefallen.

Ich lag in tiefster Todesnacht,

Du warest meine Sonne,

die Sonne, die mir zugebracht

Licht, Leben, Freud und Wonne.

O Sonne, die das werte Licht,

des Glaubens in mir zugericht’,

wie schön sind Deine Strahlen!

Wann oft mein Herz vor Kummer weint

und keinen Trost kann finden,

rufst Du mir zu:

“Ich bin dein Freund,

ein Tilger deiner Sünden.

Was trauerst du, o Bruder mein?

Du sollst ja guter Dinge sein,

                       ich sühne deine Schulden!“     Paul Gerhardt 1653

Wenn wir so mit dem Herrn Jesus im Heiligen Geist verbunden sind und nach Seinem heiligen Wort leben und handeln, dann werden wir auch mit Freuden Ihm entgegengehen in das neue Jahr 2004. Dann wissen wir auf das Genaueste, daß ER auf uns zukommt und nicht bloß eine ungewisse angstvolle Zukunft! - Die neue Jahreslosung für 2004 weist uns genau diesen Weg:

Jesus spricht:  Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nicht.   Markus 13,31

Euch allen, Ihr lieben Missionsfreude, wünschen wir eine recht gesegnete, helle Advents- und Weihnachtszeit mit einem ebensolchen guten neuen Jahr des HERRN 2004!  - In Treue gemeinsam IHM und in Jesus miteinander verbunden grüßen Euch herzlich alle Geschwister von „Bibel für die Welt“ hier aus Sulz am Neckar - mit   Eurem P. R. Sorger, Missionsleiter