Christus spricht: In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost,

Ich habe die Welt überwunden! Joh. 16,33

 

Liebe Missionsfreunde,

wieder hat ein neues Jahr des HERRN begonnen. Mit der Jahreslosung werden wir erinnert, daß wir hier keine bleibende Stätte haben, sondern zur himmlischen Heimat unterwegs sind (Hebr.13,14). Das scheint für uns eigentlich eine „Binsenweisheit“ zu sein, die wir aber erst wirklich bewußt beachten, wenn die irdische Vergänglichkeit im Alter, bei schwerer Krankheit oder beim Verlust eines lieben Menschen uns unmittelbar berührt. Nach statistischen Berechnungen verlieren weltweit 90.000 Christen jährlich wegen ihres Glaubenszeugnisses in Verfolgungen das Leben. In Europa ist so etwas noch sehr selten und steht darum nicht in den Zeitungen. Doch bekennenden Christen weht heute auch in Deutschland schon immer öfter ein kalter Wind der Ablehnung und zuweilen des Hasses entgegen. - Wer Jesus als alleinigen Herrn und Meister bei uns öffentlich bekennt und Sein Wort als normativ gültig in den Dingen des täglichen Lebens bezeichnet wird schnell als „Fundamentalist“ ausgegrenzt. Ähnlich geht es dem, der sich gegen die öffentliche Verspottung und Lächerlichmachung des Glaubens und der Bibel einsetzt.      

- Wer aber gar die Bibel noch ganz als Gottes gültiges Wort in der Öffentlichkeit bezeichnet, wird heute schon mit „Kreuzrittern und Taliban“ auf eine Stufe gestellt und als „gefährlich“ für den Weltreligionsfrieden abqualifiziert. Ja, es kann sogar passieren, daß seine noch unmündigen Kinder in der Schule und im öffentlichen Raum ähnlich „geschnitten“ und ausgegrenzt werden, wie einst die Judenkinder im dritten Reich vor der sogenannten „Christallnacht“ 1938.  - Es ist mittlerweile eine Generation herangewachsen, die nun auch „die Schaltstellen“ in Gesellschaft und Kirchen besetzt hält,  bei der Toleranz und Meinungsfreiheit nur noch für ihre eigenen Ansichten gelten. Toleranz bedeutet dabei für sie, die Freiheit von jeder Norm und Freigabe jeglicher Sünde, ohne jede kritisierende „Bevormundung“, auch wenn sie zur Selbstzerstörung von Kirche, Gesellschaft oder einzelner Menschen führt. - Nur gegenüber dem biblischen Glauben ist man völlig intolerant! - Noch nie zuvor war „der Mensch der Sünde“ (2.Thess. 2,3) in der Breite der Gesellschaft so anerkannt und offenbar, wie heute im ganzen ehemaligen „christlichen Abendland“!

- Da kann ein auf die Bibel schwörender „christlicher“ amerikanischer Präsident per Gesetz alle Unternehmer seines Land zwingen, Abtreibungsmedikamente und Verhütungsmittel für seine Mitarbeiter zu bezahlen, und wird trotzdem wiedergewählt; und alle Medien Europas bejubeln ihn! - Da wird die „Giftspritze“ für alte und kranke Menschen „als mögliche Option eines selbstbestimmten Lebensendes“ freigegeben (in Holland und der Schweiz - in Deutschland diskutiert man noch im Bundestag darüber), - und auch die Erziehung der Kinder soll hierzulande den Eltern im Säuglingsalter nun abgenommen werden, weil man ihnen diese gar nicht mehr positiv zutraut. - Arbeiten sollen sie besser stattdessen! - Ja, sogar eine ehemals christliche Partei, wie die CDU räumt unter Angela Merkel, alle christlichen „Werte-Positionen“, nur um die politische Konkurrenz in ihrer eigenen Partei gänzlich „aufzusaugen“, damit so die eigene Regierungsmacht neu gesichert wird. - Nicht genug mit so viel Anpassung an die Welt: Die Deutsche Evangelische Allianz will sogar zusammen mit den Ev. Kirchen in Deutschland (EKD) demnächst gemeinsam auch mit der Kath. Kirche und dem Papst „500 Jahre Reformation feiern“(2017);  als gäbe es keinen tiefgreifenden biblischen Dissens mehr, der einstmals zur Reformation führte!  Und im deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen wird selbst in der Weihnachtszeit schon der christliche Glaube lächerlich gemacht und die Bibel als unglaubwürdiges Sammelsurium „orientalischer Geschichtchen“ dargestellt, - unter Mitwirkung einer eine ehemalige EKD-Bischöfin!

- Kein Kirchenmann, kein „Spitzen-Evangelikaler“ oder christlicher Politiker protestiert dagegen! Nur knapp 38.000 evangelikale Christen drückten recht wirkungslos ihren Protest auf einer Internetseite deswegen aus, was jedoch selbst „Idea-Spektrum“ nur eine kurze belanglose Meldung wert war. - Wen wundert es da, bei so viel Harmoniestreben mit der gottlosen Welt, daß auch der ursprüngliche Missionsauftrag Jesu an Seine Nachfolger immer mehr in den Hintergrund gerät und Jesu wahre Jünger angstvoll in die Zukunft blicken!? - Ja, viele kommen sogar auf die verzweifelte Idee, „man müsse die Welt mehr in die Kirche und Gemeinde hineinholen“, um sie besser zu erreichen. „Ein Wenig Vermischung mit der Welt“ könne doch nicht schaden, - gleich einem verängstigten Schiffskapitän, dem das tobende Meer zu unheimlich wird, und der deshalb anfängt, Löcher in die Schiffswand zu bohren, „damit der Kahn etwas ruhiger in der aufgewühlten See liegt!“

- „In der Welt habt ihr Angst,…“ – so beschreibt der Herr Jesus die Lage Seiner Jünger treffend! - Ja, mehr denn je, möchte man sagen! - Dieses Wort gilt leider wirklich ganz generell!!! - Auch wir haben sehr wohl Angst in dieser Welt, selbst wenn uns die unmittelbare Umgebung zurzeit noch friedlich vorkommt. Je länger jemand mit Jesus in seinem Leben geht, umso öfter hat er diese Erfahrung! Doch Jesus bereitete Seine Nachfolger schon in Joh.15,20 auf diese Situationen vor: „Gedenket an mein Wort, das ich euch gesagt habe…“ – so mahnt ER.

Die Ablehnung und Feindschaft gegenüber den Jüngern hat nämlich ihre eigentliche Ursache in der Feindschaft gegenüber Jesus selbst! - Wir sollten die Feindschaft der Welt darum auch nicht persönlich nehmen, selbst wenn die Gottlosen in der Welt uns gerne persönlich zur Zielscheibe machen und damit zum Schweigen bringen wollen! Das ist die Taktik des Feindes seit Jesu Erdenleben immer gewesen! Aber der Herr hat diese Methode des Teufels längst enttarnt, damit Seine Jünger sich eben nicht mundtot machen lassen! „Wenn euch die Welt hasst, so wisset, daß sie mich vor euch gehasst hat. Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ICH habe euch aus der Welt erwählt, darum hasst euch die Welt“(Joh.15,18f)!

Die wirklichen Jünger Jesu können es nicht lassen von der Bekehrung des Sünders zum Heiland zu reden!   Sie wissen, daß dieses Zeugnis allein retten kann! Sie lassen sich nicht vor den Karren der gottlosen Welt spannen, die gerne aus den Christen „schweigende harmlose Diener eines sozialen Evangeliums“ machen würde, welche still „in Werken reiner Nächstenliebe“ die sozialen Probleme der Welt ein bisschen verbessern helfen! - Gegen solche „Rotkreuzchristen“ hat die Welt gar nichts einzuwenden!  So würden ja „die geistlichen Besitzverhältnisse“ auch belassen wie sie sind; und man kann ja immer in der Hoffnung bleiben, daß man einmal so auf den Glauben hin angesprochen wird!

- Nichts gegen „die Werke der barmherzigen Nächstenliebe“, sie gehören zum Christenleben dazu (Jak.2,20), doch diese ersetzen nicht den Missionsauftrag, der zeugnishaft Menschen zum Glauben an Jesus führen soll!!! - Der Glaube kommt nicht durch Taten menschlicher Zuwendung, sondern „durch das Hören (oder Lesen) auf das Wort Gottes“(Gal.3,5)!  Gute Taten sind die Folge des Glaubens, nicht ihre Ursache! Die menschlichen Wohltaten können keinen Glauben an die Retterliebe Jesu ersetzen! - Genau das aber wollen die Vertreter eines „sozialen Evangeliums“ mit wechselnden Argumenten und „Bewegungen“ tun - seit über 50 Jahren!  - Mit immer neuen Ideen, Gemeindegründungen und „Bewegungen“ wollen sie dreierlei erreichen: Einmal das Abrücken von den biblisch vorgegebenen Aussagen über den alleinigen Wahrheitsanspruch Jesu;  zum anderen die Angleichung der Konfessionen und Religionen aneinander - über die gemeinsamen sozialen Aktivitäten, und nicht zuletzt den gesellschaftlichen Umbau zu einer „grün-alternativ-sozialistischen Welteinheitsgesellschaft“. - Unterschiedlichste Kräfte sind hierbei in dieser Arbeit solidarisch am Werk, um dieses Ziel in die Gemeinde Jesu hineinzutragen.  Bisher hat sie diesem ganzen Streben am hartnäckigsten widerstanden, weil sie darauf bestand, daß Jesus allein Frieden und Harmonie unter Menschen schafft. - Es ist aber wie mit dem obigen Beispiel vom „angebohrten Schiff“ – aus allen Löchern quillt die Welt in die von Gott als heilige Gemeinschaft geschaffene und konzipierte Gemeinde Jesu hinein, um so die Gemeinde „zu einem vertrauten Teil der Welt“ zu machen! - Mit dem Begriff „Welt“ meint Gottes Wort aber immer, die von GOTT gelöste und darum unerlöste Menschheit! - Solange wir uns als „Menschen der Welt“ nicht zu Jesus bekehren, sind wir Teil der vergehenden gottfernen Welt, ohne wirkliche Hoffnung auf Ewiges Leben! Aber genau um das zu ändern, kam Jesus in die Welt! Denn so [sehr] hat Gott die Welt geliebt, daß ER Seinen eingeborenen Sohn dahingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern Ewiges Leben hat“(Joh.3,16)! - Das heißt aber: Gott liebt nicht die Sünden der Menschheit oder ihre böse Weltordnung!  Vielmehr möchte Er, daß auch nicht ein einzelner Mensch in ihr verloren geht; was aber ohne Jesus zweifellos geschieht!

- Seine unübertreffliche Liebe zur verlorenen Welt zeigt sich darin, daß ER Seinen einziggeborenen Sohn dahingab! -  Das war Ausdruck Seiner unendlichen Liebe zu dieser Welt! Daß ER Seinen einzigen Sohn für ein rebellisches Menschengeschlecht opferte, um es zu erlösen, ist nun wirklich einzigartig und übermenschlich und nur durch Gott selbst auszudenken gewesen!  - Trotzdem bedeutet dieses eben nicht, daß darum automatisch jeder schon gerettet ist!  Der Mensch muß für sich persönlich annehmen, was Gott für ihn getan hat, ehe Gott ihm das ewige Leben in der Wiedergeburt übereignet (Joh.3,3)!  - Allein schon durch diese Bibelstelle zerbricht jede Spekulation von einer „Allversöhnung“ der Menschheit, die zuletzt doch alle Menschen gerettet sehen möchte!  Deshalb steht das Wort fest: „…damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das Ewige Leben habe!“ - Niemand soll verloren gehen, doch gegen seinen Willen wird auch niemand gerettet!!!  Der Weg  zum Vaterhaus ist in Jesus weit geöffnet, darum müssen wir Menschen alle den Herrn Jesus Christus als persönlichen Heiland in unser Leben aufnehmen, um auch gerettet zu sein (Joh.1,12)!  - ER ist unsere Vergebung und unser Heil geworden dort am Kreuz von Golgatha!  Deshalb ist vor dem Kreuz für jeden eine Entscheidung nötig!!! - Weil wir als Christen das begriffen, also Jesus aufgenommen und als einzigen Weg zu Gott bekannt haben, darum hasst uns die Welt! - Sie will ihren eigenen Weg gehen und meint auf dem Weg der Religionen, des Gutmenschentums oder der Ignoranz letztlich doch „selig“ zu werden: „Denn der gute Gott kann doch nicht wollen, daß eines Seiner gutwilligen Geschöpfe verloren geht?!“ - So argumentieren sie und lügen sich lieber damit etwas in die Taschen, als daß sie vor dem Wahrheitsanspruch Gottes in Jesus heilsam kapitulieren! - Das ist die Tragik der Welt und auch der Grund, weshalb uns die Welt hasst! -  Deshalb werden wir als „Fundamentalisten“, als engherzig und als Störer des Religionsfriedens geziehen und abgelehnt!  Wer sagt, Jesus ist der alleinige Weg, die Wahrheit und das Leben und sonst nichts, der bekommt den Hass der multireligiösen Welt zu spüren, und plötzlich sind alle Religionen darin mit Juden, Katholiken, Atheisten und Kommunisten, und wie sie noch heißen mögen, darin einig! - Wir stören damit den „religiösen Weltfrieden“, der meint, „jeder möge doch nach seiner Fasson selig werden“ (Friedrich der Große). Schon die Juden klagten so vor Felix, dem Röm. Statthalter in Apg. 24,5! - Die Welt sieht, wie bei Paulus, „Aufruhr des ganzen Weltkreises“ in der Verkündigung des Evangeliums!  - Schreckt uns das? - Ja, aber Jesus sagt in aller Gelassenheit: „…seid getrost, ich habe es euch zuvor gesagt. - Fürchtet euch nicht vor denen, die (maximal) den Leib töten können und danach nichts mehr…, ICH will euch einen anderen Beistand senden, daß ER immer bei euch sei - die Welt sieht Ihn nicht und kennt Ihn nicht - Er aber wird euch an alles erinnern, was ICH euch gesagt habe und ihr werdet meine Zeugen sein!“(Joh.15f)

Was für ein Trost angesichts der immer schwierigeren Weltlage für Christen!? Tatsächlich will der HERR uns nicht allein lassen bei der Verkündigung der Guten Nachricht für die Welt! - Wir könnten ohne IHN auch nicht bestehen; und ohne diesen Beistand hätte uns das Evangelium auch nie erreicht! Es wäre längst untergegangen und nur noch geistesgeschichtlichen Forschern des Altertums bekannt!  So, wie Gott das Evangelium in 250 Jahren blutigster Verfolgung im Römischen Reich erhalten hat, so kann ER es auch in unserer Zeit tun! China ist für uns ein ganz aktuelles Beispiel, wie Gott trotz schwerer Verfolgung in über 50 Jahren Kommunismus die Gemeinde Jesu im Untergrund wachsen ließ, so daß es heute mehr Wiedergeborene Christen in China gibt, als Mitglieder der Kommunistischen Partei!!! Wenn der Herr einmal wiederkommt, dann wird ER uns dafür loben, daß wir festhielten an der unverfälschten Nachricht von Jesus, unserem alleinigen Retter!   Amen  

In Dir ist Freude in allem Leide,

o Du süßer Jesus Christ!

Durch Dich wir haben

himmlische Gaben,

Du der wahre Heiland bist.

Hilfest von Schaden, rettest von Banden.

Wer Dir vertrauet

hat wohl gebauet,

wird ewig bleiben! - Halleluja!

Zu Deiner Güte

steht unser G‘müte,

an Dir wir kleben

im Tod und Leben,

nichts kann uns scheiden! - Halleluja!

Cyriakus Schneegaß 1598

 

In Jesus verbunden grüßt Bibel f. d. Welt mit Eurem  P. R. Sorger