Alle werden Jesus sehen!

 

Ihr lieben Missionsfreunde,

 

Sicherheit ist heute in aller Munde, besonders seit dem 11. Sept. 2001, doch man hat den Eindruck, daß die Sicherheit immer mehr abnimmt, die Unsicherheit zunimmt und alle Risiken sich vermehren. Gegen alle möglichen Risiken versuchen wir Menschen uns aber zu versichern: Kranken-, Hausrats-, Haftpflicht-, Kasko-, Diebstahl-, Unfallrisikoversicherungen, usw. – Man ist bestrebt, mit möglichst kleinem Risiko durchs Leben zu kommen. Das ist verständlich. Niemand würde heute auch nur ein Flugzeug besteigen, das mit 10-prozentiger Wahrscheinlichkeit abstürzen kann. Wir Deutschen sind sowieso Spitze mit Versicherungen. Und doch geht es für die meisten Menschen um uns herum, wie auf der Titanic. - Sie galt damals als „unsinkbar“, und das glaubten alle 2234 Passagiere; sie verließen sich auf eine sichere Ankunft in New  York. Doch für die meisten von ihnen wurde bereits die Jungfernfahrt des Schiffes zu einer Fahrt in den Tod.

 – Bei allen Risikovorsorgen der Menschen bleibt das größte Ereignis der Weltgeschichte jedoch meistens bei unseren Zeitgenossen völlig unberücksichtigt. - Das ist die Wiederkunft Jesu! Dieser Tag ist zwar der gewisseste und er macht unter Umständen alle menschlichen Prognosen zunichte; dennoch wird er bei 98% der Menschen völlig ignoriert. Und doch gibt die Bibel uns sichere Hinweise darauf. Schon im Propheten Daniel Kap.12,7 heißt es: „Wenn die Zerstreuung des heiligen Volks ein Ende hat, soll dies alles geschehen.“  Nun, seit 1948 gibt es wieder den Staat Israel und die Juden sammeln sich seit dem in ihrem alten Stammland. Damit stellte Gott „den Zeiger der Weltenuhr“ auf „kurz vor Zwölf“. In Matthäus 24,30 wird uns von Jesus selbst dieses Ereignis deutlich angesagt: „Und alsdann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen. Und dann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden kommen sehen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.“ - Niemand, auch nicht die vielen Generationen verstorbener Menschen vergangner Zeiten, werden von diesem Geschehen unberührt bleiben! Alle Geschlechter und Generationen werden es merken, daß der Sohn Gottes vom Himmel wiederkommt!                

- Müßte dieser Tag nicht für die ganze Menschheit ein riesiger Grund zur Freude sein?! Der Schöpfer der Welt erscheint höchstpersönlich! Der Retter der Welt kommt nun! Warum aber steht in Offenbarung 1,7: „Es werden heulen alle Geschlechter der Erde.“? - Warum schreien sie: „Ihr Berge und Felsen, fallt über uns und verbergt uns vor Seinem Angesicht, dessen auf dem Thron!“(Offb.6,16)?  Offensichtlich gehen die meisten Menschen Wege, bei denen Jesus überhaupt nicht, oder nur am Rande vorkommt. - Heute schreiben „namhafte“ Atheisten Bücher, die zu Bestsellern werden, in denen versucht wird, Gott „wegzuerklären“. Evolutionstheoretiker behaupten frech, keinen intelligenten Urheber mehr für all die Informationen zu brauchen, die in jeder Zelle installiert sind! - An jenem Tag aber - wird Gott sichtbare Realität! Alle Neinsager und Ignoranten Gottes und alle Bibelkritiker, selbst die im frommen Gewand - erkennen dann ihre falschen Wege! - Dann aber sind sie verloren und können gar nichts mehr revidieren! Dann ist es endgültig zu spät! - Darum schreien und heulen sie in Offenbarung 6,16 so laut.

Alle werden Jesus sehen: „Siehe, Er kommt mit den Wolken, und es werden Ihn sehen alle Augen“(Offb.1,7). Als Neil Armstrong am 20.Juli 1969 als erster Mensch den Mond betrat, haben 500 Millionen Menschen dieses Ereignis am Fernseher mit verfolgt. Für das Kommen Jesu aber wird kein Fernseher mehr nötig sein. Alle Menschen werden dieses größte Ereignis der Weltgeschichte «live» erleben, so wie man jeden Tag die Sonne sehen kann. Denn der Mensch ist eben keine „biologische Maschine“, wie Darwin und seine Jünger glauben, sondern ein „Leib- und Geistwesen“, wie die Bibel bezeugt, dessen Existenz  keineswegs mit dem Tod gänzlich aufhört. Für jedermann wird Jesus dann sichtbar sein. Dann steht nur noch eine einzige Frage zur Debatte: Gehöre ich zur Schar der Geretteten oder der Verlorenen?! 

Die Menschen der westlichen Welt fürchten heute ja nur noch den „Sterbeprozess“ und „den Verlust lieber Menschen“. Sie fürchten weder den Todeszustand, noch die Hölle, noch das Weltgericht, wie es Jesus bezeugt. Kreuz, Auerstehung, Hölle und Gericht sind als Glaubensinhalte durch eine materialistische und bibelkritische universitäre „Gehirnwäsche“ sogar bei den meisten Pfarrern der Amtskirchen fast völlig verschwunden. - Aber auch wir müssen uns fragen lassen, wie viele unter uns Gläubigen glauben denn heute noch „allem, was geschrieben steht“ (Luk. 24,25)? - Befinden sich vielleicht doch noch 99 oder 98 Prozent unserer lieben Mitmenschen im „Hochrisikobe-reich“; also auf dem Weg zur Hölle?! – So argumentierte und fragte kürzlich Prof. Dr. Werner Gitt in einer Kolumne (in Factum).

Wie kommt es, daß nur wenige von denen, die sich bewußt als Christen bezeichnen, „allem glauben, was der Herr gesagt hat und was geschrieben steht“, also „glauben wie die Schrift sagt“ (Joh.7,38) ?!  - Meiner Beobachtung nach, liegt das an einem entscheidenden „Geburtsfehler“ bei vielen Gläubigen: Man hat ihnen bei der Evangelisation immer nur gesagt: „Glaube an Jesus, komm zu Jesus, gib Dein sündiges Leben hin unter das Kreuz, dann bist Du gerettet!“ - Das ist auch wahr! Aber es ist nur die halbe Wahrheit! Jesus sagte nämlich zu den Juden, die an Ihn gläubig geworden waren: „Wenn ihr in Meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger. Joh.8,31 - Und in Joh.14,23 sagt Er:  Wenn jemand Mich liebt, so wird er Mein Wort befolgen, und Mein Vater wird ihn lieben, und Wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.“ Viele unserer lieben Mitchristen überlesen dieses regelmäßig, oder es ist ihnen ausgeredet worden. Sie sind der Meinung, „Jesus ist im Himmel und wir sind auf der Erde. Darum bleiben wir immer dieselben Leute, mit allen alten Sünden und Problemen dieses Erdenlebens.“  -  „Sündige getrost“, so sagte man nach Luthers Reformation und tröstete sich hinfort mit der theologischen Wahrheit, daß wir „allein aus Gnade gerettet“ sind“ und nicht aufgrund eines tadellosen Lebens. Jesus aber will nicht nur ein unerreichbares Vorbild für Seine Jünger sein. Er will Erstgeborener unter vielen Brüdern (u. Schwestern) im Glauben sein!!! Paulus sagt das so: (Röm.8,29) „Denn welche Er zuvor ersehen hat, die hat Er auch vorherbestimmt, dem Ebenbilde Seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit Er der Erstgeborene sei unter vielen Brüdern.“ - Hier wird deutlich, daß wir das niemals aus eigener Kraft schaffen werden. Vielmehr will Jesus mit dem Vater durch den Heiligen Geist in uns Wohnung nehmen und uns so umgestalten in Sein Bild. - Sicherlich sind dem einen oder anderen von uns schon Christen begegnet, denen man es anmerkte, daß Jesus in ihnen schon ganze Arbeit leisten konnte. Sie strahlten in einem hohen Maß Seinen Frieden, Seine Liebe und Seine Besonnenheit aus, so daß man ihnen abspürte, daß Christus mit dem Vater im Heiligen Geist in ihren Herzen Wohnung gemacht hatte. Sicher waren sie noch Menschen und hatten bei näherer Betrachtung auch ihre Fehler. Aber sie lebten nicht mehr sich selbst (Röm.14,7ff) in ihrem natürlichen adamitischen Wesen. Sie waren geheiligt durch den Herrn und es ging Segen von ihnen aus. Darum ist es so wichtig, nicht nur bei der Bekehrung stehen zu bleiben, sondern dem Herrn zu gestatten, daß Er in  uns Wohnung machen darf! Es ist eine falsche Lehre, wenn behauptet wird, daß wir mit der Bekehrung alles schon erreicht hätten und darüber hinaus nichts mehr nötig wäre! Der Hebräerbrief (wahrscheinlich von Paulus geschrieben) sagt deutlich: „Ohne die Heiligung wird niemand den Herrn sehen!“ (Hebr.12, 14) - Die ganze Heilige Schrift ist in dieser Frage eindeutig und niemand sollte sich durch ein „Gerede von der Gnade“ hier in falscher Sicherheit wiegen lassen. Dies ist der Fehler seit der Reformation; daß man die Gnade Gottes, die uns durch Jesus erworben ist, gegen die Heiligung ausgespielt hat, und so eine „Billige Gnade“ aufbrachte, welche zu der fatalen Aussage führte: „Sündige getrost!“  -  Denn das läßt sich unsere „adamitische Natur“ nicht zweimal sagen!  Darum sind so viele geistlich schwache und kaum noch geistlich lebendige Christen unter uns. Mit der Taufe allein, ist es eben nicht getan. Denn es handelt sich bei ihr ja nicht um eine geistliche „Schluckimpfung gegen die Verdammnis“, sondern es ist der Anfang eines Lebens mit Jesus! Wenn Paulus sagt; „wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht Sein“, dann spricht er von einer Realität, die viele getaufte Christen selbst schmerzlich spüren, weil sie nicht mit Jesus im Heiligen Geist leben!  Das hat gar nichts mit frommen Gefühlen zu tun, sondern es ist die Aufforderung, gemäß dem Wort Gottes im Heiligen Geist Jesus zu folgen und mit IHM zu leben! Dieses kann manchmal ganz schön anstrengend und mühsam sein, ohne jedes Hochgefühl, aber es ist der Weg, den Gläubige im Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes mit Jesus im Heiligen Geist gehen! Doch wenn wir mit Jesus im Heiligen Geist gemäß dem Wort Gottes leben, dann stellt sich auch mit größter Sicherheit zunehmend die Frucht des Geistes ein:  Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit“ (Galater 5,22). - Als Menschen, die nicht nur „halbbekehrt“ sein wollen, wollen wir das auch annehmen und dem Herrn gestatten, uns in Sein Bild umzugestalten. Dabei können wir als Seine Jünger dann auch andere Menschen mitbringen, damit die Welt erkennt, Gott hat Seinen Sohn zur Rettung gesandt. So wollen wir gerne tun, wie die Schrift sagt, Seine Freunde und Helfer zu sein! - Dazu segne Euch und uns der Herr selbst mit Seinem guten Heiligen Geist!    Euer P. R. Sorger

 

Keiner weiß wann; keiner weiß wie,

doch alle werden Ihn sehn!

Einer sagt jetzt, ein andrer sagt nie,

doch alle werden Ihn sehen!

Du hast gesagt, Du kommst zurück

und alle werden Dich sehn!

Du allein weißt den Augenblick,

doch alle werden Dich sehn!

Wird es Tag oder Nacht um uns sein?

Kommst Du in unser Spiel, unsre Arbeit hinein?

Keiner weiß wann, keiner weiß wie,

doch alle werden Dich sehn!.....

Deutscher Text von Manfred Siebald